Fussball1. Bundesliga → Spielbericht

Bayer beendet Torflaute mit 3:0 gegen KSC

Leverkusen - Bayer Leverkusen hat den Charaktertest bestanden und sich selbst berauscht: Nach drei torlosen Pflichtspielen in Pokal und Bundesliga hat das Werksteam mit beherztem Offensivfußball und einem erfolgreichen Torjäger Theofanis Gekas die angespannte Situation eindrucksvoll gelöst.

anzeige

«Das war ein tolles Spiel und das, was die Mannschaft an guten Tagen spielen kann», befand Trainer Michael Skibbe nach dem 3:0 (3:0)-Erfolg gegen den Karlsruher SC. Beim ersten Saisonsieg der Rheinländer hat auch Gekas endlich seinen Torriecher bewiesen. Der beste Schütze der vergangenen Spielzeit erzielte seinen Debüt-Treffer für Bayer. «Er hat sich das Selbstvertrauen bei der Nationalmannschaft geholt und kann seine Leistung jetzt in aller Ruhe genießen», sagte Skibbe.

Bayer 04 Leverkusen - Karlsruher SC

Der Leverkusener Gekas (r) schießt das Tor zum 3:0. Die Karlsruher Abwehr ist machtlos.

Wie einige seiner Kollegen hätte der Grieche, der erstmals mit Stefan Kießling an seiner Seite einen Zweier-Sturm bildete, an diesem Nachmittag seine Trefferquote erhöhen können. Neben dem Eigentor von Maik Franz zum 1:0 (19. Minute) sowie den Treffern von Manuel Friedrich zum 2:0 (27.) und Gekas zum 3:0 (35.) trafen die Bayer- Profis noch vier Mal den Pfosten und vergaben über ein Dutzend weitere gute Möglichkeiten. Schon zur Halbzeit hätten sich die Karlsruher über sechs oder sieben Gegentreffer nicht beschweren können. Kießling war mit seiner neuen Rolle neben Gekas zufrieden. «Man hat gesehen, dass es klappt. Ich bin auch nicht derjenige, der an der Außenlinie zwei Mann ausspielt», sagte der frühere Nürnberger.

Der erste Saisonsieg und das Ende der 199 Minuten dauernden Torflaute in der Bundesliga kam den Leverkusenern zur rechten Zeit. «Das war ein extrem wichtiges Spiel vor der schweren Partie auf Schalke», sagte der erneut überragende Bernd Schneider. «Wenn wir heute nicht gewonnen hätten, wären wir auf Wochen da unten nicht weggekommen», meinte Skibbe. Neben der Systemumstellung und Schneiders starker Leistung trug auch Kapitän Carsten Ramelow bei seinem ersten Saisonauftritt entscheidend zum Erfolg bei. «Man hat gesehen, dass er der Leader im Team sein muss», sagte Skibbe.

Die Karlsruher hingegen sind nach einem ordentlichen Start in die neue Spielzeit schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. «Wir sind hier heute nach allen Regeln der Kunst vorgeführt worden. Den Sieg muss man neidlos anerkennen, aber so ein Spiel darf es nur ein Mal in der Saison geben», sagte KSC-Verteidiger Christian Eichner. Auch Eigentorschütze Franz befand: «Das war heute nicht lustig».

Trainer Edmund Becker versuchte mit einigen Änderungen zur Halbzeit Schadensbegrenzung zu erreichen, musste am Ende aber feststellen: «Wir waren in fast allen Bereichen unterlegen und nicht in der Lage Bayer Paroli zu bieten.» Einen Spieler hob der KSC-Coach allerdings aus seinem Team hervor. «Wir haben es unserem Torhüter Markus Miller zu verdanken, dass wir nicht noch höher verloren haben», sagte Becker.

dpa

Diesen Artikel bookmarken bei...
del.icio.us Mister Wong Technorati Google Linkarena Oneview Folkd YiGG

0 Kommentare | Kommentare verstecken

Kommentar schreiben


Bundesliga Live

Nie mehr die Bundesliga - Spiele verpassen: ab sofort bietet Ihnen fussball.com kostenlos an jedem Spieltag der 1. und 2. Fussball Bundesliga einen Live-Ticker.

Fussball Manager

Fussball Manager - FussballCup

Fussball-Spruch des Tages

Eduard Geyer (Ex-Trainer von FC Energie Cottbus [im Abstiegskampf mit Cottbus] nach einem Spiel im TV-Interview): Es muss eine Kehrtwende geben. Und die muss 360 Grad sein.