Samstag, 1. September 2007 / 18:20 Uhr
Bremen - Werder Bremen hat den Schwung aus der erfolgreichen Champions-League-Qualifikation in den Alltag der Fußball-Bundesliga mitgenommen und den ersten Heimsieg der Saison eingefahren. Die Hanseaten kamen gegen Eintracht Frankfurt zu einem 2:1 (1:0)-Erfolg.
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Für die Hessen war es am 4. Spieltag die erste Niederlage der Saison. Boubacar Sanogo (35. Minute) und Petri Pasanen (79.) erzielten vor 40 983 Zuschauer im Weserstadion die Tore für die Hausherren, Michael Thurk (85.) traf für die Hessen. Mit sieben Punkten kann sich Werder als Tabellen-Fünfter nach holprigem Saisonstart wieder nach oben orientieren. Frankfurt bleibt trotz des ersten Rückschlags mit ebenfalls sieben Zählern auf Rang vier.
Der Bremer Boubacar Sanogo führte gegen Junichi Inamoto von Frankfurt den Ball.
«Es war wichtig, dass die Mannschaft den Weg der letzten 14 Tage weitergegangen ist. Ich habe viele gute Kombinationen gesehen. Wir sind ruhig geblieben und haben Geduld gehabt. Es ist schön, dass die Mannschaft den Erfolg eingefahren hat», sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf. Sein Frankfurter Kollege Friedhelm Funkel zollte dem Gegner Respekt. «Der Sieg von Werder ist verdient, daran gibt es nichts zu rütteln. Wir konnten offensiv nicht umsetzen, was wir uns vorgenommen haben», sagte er.
Bei Bremen feierte Dusko Tosic auf der linken Abwehrseite sein Bundesliga-Debüt. Der Serbe ersetzte den zwei Tage zuvor zu Hannover 96 abgewanderten Christian Schulz. Ansonsten setzte Schaaf auf die Startformation, die durch das 3:2 in Zagreb den Einzug in die Champions League geschafft hatte. Der von Schalke 04 verpflichtete Sebastian Boenisch kam zehn Minuten vor Schluss zu seinem ersten Werder- Einsatz. Funkel hatte keinen Grund, seine gegen Hansa Rostock (1:0) erfolgreiche Formation zu verändern.
Werder bestimmte von Beginn an das Spiel, versuchte zunächst aber sein Glück mit wenig effektiven langen Pässen auf Hugo Almeida. Der Portugiese vergab in der ersten Halbzeit mehrere gute Möglichkeiten. Besonders in der 18. Minute hätte er sein Team in Führung bringen müssen, scheiterte aber freistehend an Eintracht-Torwart Markus Pröll. Die Eintracht setzte auf hohe taktische Disziplin und auf Konter. Über den fleißigen Junichi Inamoto wurde Ioannis Amanatidis (29.) freigespielt, doch der Grieche zielte links am Tor vorbei. Gerade als die Eintracht mehr Aktivität zeigte, gingen die Bremer in Führung. Ausgerechnet der nur 1,74 Meter kleine Diego, der wie in Zagreb bester Mann seines Teams war, gewann an der Strafraumgrenze ein Kopfballduell, und Sanogo brachte den Ball zu seinem zweiten Saisontor über die Linie.
Nach dem Seitenwechsel setzte Werder sein Offensivspiel fort. Als Almeida im Laufduell mit Marco Russ zu Fall kam (53.), witterte Schaaf eine Notbremse des Eintracht-Verteidigers, doch Schiedsrichter Herbert Fandel pfiff nicht. Anschließend fand Frankfurt besser ins Spiel. Spychers Hereingabe (64.) fand keinen Abnehmer und Michael Finks Fernschuss ging vorbei. Pasanens Freistoßhammer hingegen schlug im Eintracht-Tor ein und brachte die endgültige Entscheidung. Daran änderte auch Thurks später Anschlusstreffer nichts mehr.
dpa
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