Samstag, 1. September 2007 / 17:55 Uhr
Rostock - Auch mit der neuen Sturmhoffnung Victor Agali wartet der FC Hansa Rostock weiter auf den ersten Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga. Das Tabellenschlusslicht kassierte beim 0:1 (0:0) gegen Borussia Dortmund die vierte Niederlage in Serie.
anzeige
Vor 26 000 Zuschauern in Rostock erzielte Giovanni Federico (76. Minute) den einzigen Treffer des Spiels und bescherte dem BVB damit den zweiten Sieg nacheinander. Dortmund ist nun Zehnter.
Der Rostocker Christian Rahn (r) und der Philipp Degen vom BVB kämpfen um den Ball.
Dabei sah es lange nach einem Remis aus. Doch einen der wenigen Angriffe der Gäste nutzte Federico im Nachschuss aus kurzer Distanz zur Entscheidung. Acht Minuten später verzog Mladen Petric freistehend vor Rostocks Keeper Stefan Wächter. «Wir können zufrieden sein, dass wir hier gewonnen haben», sagte Dortmunds Trainer Thomas Doll. «Wir wussten, was uns hier erwartet, weil die Rostocker drei Mal verloren haben. Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben den Kampf auch angenommen. Ein Unentschieden wäre aber gerecht gewesen.»
Hansa Rostocks Trainer Frank Pagelsdorf brachte gegenüber der 0:1-Niederlage bei Eintracht Frankfurt gleich sechs neue Spieler in der Startelf. Darunter war auch Agali, der bereits zwischen 1998 und 2001 an der Ostseeküste gespielt hatte und nach 2296 Tagen sein Comeback im Dress der Norddeutschen gab.
Wie wichtig der 1,93 Meter große Stürmer für die Hanseaten sein kann, bewies er mit einigen vielversprechenden Szenen. Als einzige Spitze machte er ein gutes Spiel und besaß in der ersten Halbzeit die beste Rostocker Möglichkeit, als er nach einer Flanke von Christian Rahn mit einem Kopfball den Posten traf (18.). Zudem legte er für Enrico Kern auf, dessen Schuss in der 32. Minute von BVB-Torhüter Marc Ziegler an die Latte gelenkt wurde. «Der Trainer kennt meine Qualitäten und hat die Mannschaft so aufgestellt. Ich habe versucht, mich anzubieten und die Bälle zu halten. Das ist mir ganz gut gelungen. Nächstes Mal will ich ein Tor schießen», kündigte der Nigerianer selbstbewusst an.
Rostock präsentierte sich gegenüber den bisherigen drei Saison-Niederlagen in der ersten Halbzeit stark verbessert. Aggressiv störten die Gastgeber den Spielaufbau der Dortmunder. In der 23. Minute hatten sie aber Glück, dass Schiedsrichter Günter Perl Ex-Nationalspieler Rahn wegen Nachtretens nicht vom Platz stellte.
Die Dortmunder verlegten sich in den ersten 45 Minuten meist auf Konter und hätten mit dieser Taktik fast Erfolg gehabt. In der 38. Minute kam Diego Klimowicz aus elf Metern frei zum Schuss, der Ball ging jedoch Zentimeter am Rostocker Tor vorbei. Spielerisch blieb Dolls Mannschaft einiges schuldig.
Auch nach dem Wechsel blieb Rostock das spielbestimmende Team, ließ in der Offensive jedoch die nötige Durchschlagskraft vermissen. Ein Heber von Kern (59.) aus rund 20 Metern fiel nur auf das Tornetz. Zwei Minuten später setzten die über weite Strecken harmlosen Dortmunder ihr erstes Offensivzeichen in der zweiten Hälfte, als Nelson Valdez aus spitzem Winkel zum Schuss kam.
dpa
0 Kommentare | Kommentare verstecken
Nie mehr die Bundesliga - Spiele verpassen: ab sofort bietet Ihnen fussball.com kostenlos an jedem Spieltag der 1. und 2. Fussball Bundesliga einen Live-Ticker.
"Fussball ist mehr als nur ein Sport. Fussball ist Euphorie, Religion und Droge zugleich." Aktuelles zur Droge Fussball, spitz und ohne redaktionelle Schranken, aus unserem Fussball Blog
Die Finalniederlage der EM ist langsam verdaut...also kucken wir mal auf die neue Saison
Eduard Geyer (Ex-Trainer von FC Energie Cottbus [im Abstiegskampf mit Cottbus] nach einem Spiel im TV-Interview): Es muss eine Kehrtwende geben. Und die muss 360 Grad sein.
Kommentar schreiben