Samstag, 15. September 2007 / 18:28 Uhr
Bielefeld - Arminia Bielefeld setzt seinen überraschenden Höhenflug in der Fußball-Bundesliga fort. Mit dem 4:2 (1:0) gegen den überforderten und weiter punktlosen Aufsteiger Hansa Rostock etablierten sich die Ostwestfalen mit zehn Zählern unter den Topclubs der noch jungen Saison.
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Damit sind sie nun Zweiter hinter dem Titelfavoriten Bayern München. Ein Eigentor des Rostockers Victor Agali in der 31. Minute sowie Treffer des überragenden Sturmduos Christian Eigler (50./55.) und Artur Wichniarek (59.) machten den deutlichen Erfolg der Gastgeber vor 20 600 Zuschauern in der SchücoArena perfekt. Für das Tabellenschlusslicht von der Ostsee traf Enrico Kern (47.) zum zwischenzeitlichen 1:1, Kai Bülow verkürzte in der 63. Minute auf 2:4.
Bielefelds Torschützen Eigler, Wichniarek und Böhme (l-r) jubeln über einen Treffer.
«Die Defensive war ziemlich katastrophal», kommentierte Gäste- Trainer Frank Pagelsdorf die vier Gegentore. «Dass wir beim Stand von 1:1 so ausgekontert werden, ist ziemlich bitter», hielt Pagelsdorf fest. Für den Bielefelder Chefcoach Ernst Middendorp sind die zehn Punkte noch lange kein Grund, um abzuheben: «Ich hoffe, dass wir mit den Abstiegsrängen nichts zu tun haben werden», wagte Middendorp dennoch einen optimistischen Blick nach vorn.
Rostocks Trainer Pagelsdorf, der ehemalige Bielefelder Torjäger, reagierte auf die Niederlagenserie mit der taktischen Variante und stellte in Bülow als Ersatz für den verletzten Routinier Stefan Beinlich und Tobias Rathgeb zwei defensive Mittelfeldspieler auf. Neu in das Team kamen der US-Amerikaner Heath Pearce und der frühere Bielefelder Benjamin Lense. Bei den Gastgebern, die vor der Länderspielpause beim 0:3 in Duisburg drei Treffer innerhalb von nur sechs Minuten kassierten, standen Tobias Rau und Ioannis Masmanidis neu in der Startformation.
Die Sicherheitsmaßnahme von Pagelsdorf hielt nur bis zur 31. Minute, als Torjäger Agali den Ball nach einem Freistoß von Jörg Böhme aus kurzer Entfernung in das eigene Gehäuse bugsierte. Rostock agierte zwar diszipliniert, doch in der Offensive lief fast gar nichts, die Mannschaft überbot sich an Harmlosigkeit. Um so überraschender fiel zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff durch Kern das 1:1. Doch Bielefeld konterte durch Eigler und Wichniarek eiskalt, erhöhte auf 4:1 und ließ sich selbst durch den 2. Gegentreffer von Bülow nicht mehr vom Erfolg abbringen. Wichniarek hatte in der 81. Minute bei einem Pfostenschuss sogar das 5:2 auf dem Fuß.
dpa
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