Samstag, 15. September 2007 / 18:29 Uhr
Frankfurt/Main - Mit dem dritten Heimsieg nacheinander hat sich Eintracht Frankfurt vorerst in der Spitzengruppe der Fußball- Bundesliga festgesetzt und dem Hamburger SV die Generalprobe für den UEFA-Cup-Auftakt verdorben.
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Vor 51 500 Zuschauern in der ausverkauften Commerzbank-Arena gewann die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel mit 2:1 (1:0). Beide Treffer erzielte der gebürtige Hamburger Alexander Meier (8., 87.). Für den HSV war Rafael van der Vaart in der 82. Minute mit einem umstrittenen Foulelfmeter zum zwischenzeitlichen Ausgleich erfolgreich. «Es zeichnet uns aus, dass wir nach diesem Ausgleich noch einmal zurückgekommen sind. Beim 2:1 habe ich einfach draufgehalten», sagte Meier.
Nigel de Jong (M) und van der Vaart können den Frankfurter Streit (l) nicht stoppen.
Wie im Heimspiel gegen Hansa Rostock (1:0) erwischten die Frankfurter einen Blitzstart: Meier brachte die Gastgeber auf Zuspiel von Markus Weissenberger in Führung. Für den Matchwinner war es in der fünften Saisonpartie bereits der vierte Treffer.
«Wir haben gut angefangen, sind dann aber in einen Konter gelaufen. Danach konnten wir nicht mehr so spielen, wie wir wollen», ärgerte sich HSV-Coach Huub Stevens. Nur eine Minute nach der Führung hätte Weissenberger, der erstmals in dieser Spielzeit in der Startformation stand, auf 2:0 erhöhen können. Der Regisseur scheiterte aber am Hamburger Torhüter Frank Rost.
Weissenberger war wie Michael Thurk und Sotirios Kyrgiakos im Vergleich zur 1:2-Niederlage bei Werder Bremen vor zwei Wochen ins Eintracht-Team gerutscht. Dafür mussten Ioannis Amanatidis (Rippenverletzung), Benjamin Köhler und Aleksandar Vasoski weichen. Auch Stevens hatte seine Mannschaft nach dem 1:1 gegen Bayern München auf drei Positionen geändert. Für Bastian Reinhardt, Piotr Trochowski und Paolo Guerrero standen Kapitän van der Vaart, Mohamed Zidan und Vincent Kompany in der Anfangself. Der belgische Abwehrchef musste das Spielfeld kurz vor der Pause allerdings erneut wegen einer Verletzung frühzeitig verlassen.
Trotz der Rückkehr van der Vaarts lief bei den Gästen im ersten Durchgang nur wenig zusammen. Nigel de Jong vergab nach einem Freistoß seines niederländischen Teamkollegen per Kopf die beste Gelegenheit für den HSV (13.). Für die Eintracht versäumten es Kyrgiakos und Meier mit einer Doppelchance (15.) sowie Weissenberger, dessen Schuss von Kompany auf der Linie geklärt wurde (29.), die Führung auszubauen.
Auch nach dem Seitenwechsel fanden die Hanseaten drei Tage vor dem UEFA-Cup-Hinspiel beim bulgarischen Vertreter Litex Lovech nicht ins Spiel. Stattdessen traf der Frankfurter Kapitän Christoph Spycher nur den Pfosten (49.). Angetrieben vom starken Ex-Hamburger Mehdi Mahdavikia verteidigten die Hausherren den Vorsprung zunächst ohne große Mühe. Erst per Strafstoß, Kyrgiakos sollte den eingewechselten Reinhardt gefoult haben, kam der HSV durch van der Vaart zum Ausgleich. Wenig später gelang Meier mit einem herrlichen Volleyschuss aber der Siegtreffer für die Eintracht. «Wir haben gegen eine gute Hamburger Mannschaft vielleicht etwas glücklich gewonnen», resümierte Funkel.
dpa
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