Sonntag, 16. September 2007 / 19:31 Uhr
Duisburg - Einen Tag nach seinem 29. Geburtstag hat Doppel-Torschütze Marko Pantelic Hertha BSC den ersten Auswärtssieg der Saison beschert und seinen Verein in die Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga geschossen.
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Dank der beiden Treffer des serbischen Angreifers (61./70.) gewannen die Berliner beim MSV Duisburg mit 2:1 (0:0) und kletterten in der Tabelle auf Rang 5. Vor 25 070 Zuschauern in der MSV-Arena konnte der eingewechselte Klemen Lavric für den Aufsteiger in einer erst nach dem Wechsel ansehnlichen Partie nur noch verkürzen (78. Minute).
Der Duisburger Maicon (l) und der Berliner Sofian Chahed versuchen den Ball zu spielen.
«Wir stehen jetzt ganz gut da und haben eine gute Ausgangsposition für die nächsten Spiele», sagte Hertha-Manager Dieter Hoeneß, der aber nach zuvor zwei Auswärtsniederlagen auch warnte: «Wir tun gut daran, den Ball jetzt flach zu halten.» Auch Trainer Lucien Favre gestand: «Das war nicht fantastisch von uns. Wir haben nicht gut gespielt, aber trotzdem gewonnen. Das zeigt die Qualität einer Mannschaft.» Die tapfer kämpfenden Duisburger dagegen verpassten den dritten Saisonsieg. «Das ist natürlich ärgerlich, dieses Spiel hätten wir nicht verlieren müssen», sagte MSV-Trainer Rudi Bommer.
Obwohl nach der frühen Einwechslung von Duisburgs Fernando Santos für den verletzten Julian Filipescu (22.) insgesamt fünf Brasilianer auf dem Feld standen, hatte das Geschehen zunächst mit Ballzauber und südamerikanischer Fußballkunst wenig zu tun. Die bedauernswerten Zuschauer sahen eine von zahlreichen Verletzungspausen und Stockfehlern geprägte erste Halbzeit. Bereits nach einer Viertelstunde musste Hertha-Kapitän Arne Friedrich nach einem Zusammenprall mit Blagoy Georgiew den Platz verlassen und wurde durch den Schweizer Neuzugang Steve von Bergen ersetzt. Friedrich wurde mit Schmerzen in der Lunge im Krankenhaus behandelt, kam aber nach einer ersten Diagnose mit einer Rippenprellung glimpflich davon.
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Seine Teamkollegen blieben nach den Auswärtsniederlagen in Frankfurt und Bielefeld auch beim Aufsteiger zunächst erschreckend blass. Lediglich Pantelic kam gefährlich vor das MSV-Tor, vergab aber zwei Mal in aussichtsreicher Position (25./32.). Bei den Gastgebern hatten der wieder als einzige Spitze aufgebotene Nigerianer Manasseh Ishiaku (17.) und der Brasilianer Maicon mit einem Fernschuss (19.) gute Torchancen. Unbeteiligt an dem Geschehen war erneut der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig Ailton. Der Brasilianer beobachtete die Partie über 90 Minuten nur von der Bank aus.
Nachdem Bommer in Filipescu (Muskelfaserriss) und Björn Schlicke (Verdacht auf Rippenbruch) beide Innenverteidiger ersetzen musste, geriet seine bis dahin sicher stehende Abwehr nach dem Seitenwechsel gewaltig ins Schwimmen. «Diese Verletzungen und Umstellungen waren natürlich ein großes Problem», sagte Bommer. Zunächst narrte Pantelic bei seinem Fernschuss Santos und Michael Lamey, bei seinem zweiten Treffer überwand er MSV-Torhüter Tom Starke mit einem frechen Heber. «Wir wollten gewinnen, aber mit den zwei Glückstoren gegen uns war's vorbei», sagte Starke.
dpa
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