Sonntag, 16. September 2007 / 19:32 Uhr
Wolfsburg - Felix Magaths runderneuertem VfL Wolfsburg ist auch im dritten Heimspiel das dringend benötigte Erfolgserlebnis versagt geblieben.
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Trotz des mit Spannung erwarteten Debüts des brasilianischen Acht-Millionen-Einkaufs Grafite mussten sich die ambitionierten «Wölfe» im Bundesliga-Heimspiel Aufsteiger Karlsruher SC mit 1:2 (1:0) geschlagen geben und rutschten auf Abstiegsrang 16 ab. «Es ist nicht fünf Minuten, sondern eine Minute vor 12», fasste VfL-Keeper Simon Jentzsch die prekäre Lage zusammen. Vor 21 673 Zuschauern in der Volkswagen Arena brachte Jacek Krzynowek (21. Minute) den VfL zwar in Führung, doch die kessen Gäste nahmen nach Treffern durch Mario Eggimann (63.) und Christian Eichner (79.) verdient drei Punkte mit nach Hause und verbesserten ich auf Rang 6.
Der Wolfsburgs Marcelinho (r) spielt gegen den Karlsruher Godfried Adoube.
«Wir haben zum wiederholten Mal nach einem Tor zurückgesteckt und die Karlsruher eingeladen, die Punkte mitzunehmen», monierte Magath. Dagegen war sein Karlsruher Kollege Edmund Becker zu Recht zufrieden und sogar ein wenig stolz: «Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert und bewiesen, dass wir auch auswärts in der Lage sind, in der Bundesliga mitzuhalten». Ein Kompliment machte den Gästen: «Der KSC war besser. Ich hatte ein anderes Spiel von uns erwartet und müssen es schnell vergessen.»
Der VfL präsentierte erstmals Stürmer-Hoffnungsträger Grafite in einem Pflichtspiel. An seiner Seite begann überraschend Isaac Boakye, der den Vorzug vor Sergiu Radu erhielt und schon nach 62 Sekunden erstmals KSC-Schlussmann Markus Miller prüfte. Die Gastgeber suchten auch nach diesem vielversprechenden Auftakt die Offensive, taten sich gegen die dicht gestaffelte Hintermannschaft des Aufsteigers jedoch sehr schwer. Ausgerechnet als die abwartend beginnenden Gäste gerade selbst mehr die Offensive suchten, sorgte Krzynowek mit einem platzierten Hinterhalt-Flachschuss für die Führung der «Wölfe».
Während VfL-Keeper Simon Jentzsch vor der Pause nur ein einziges Mal bei einem Schuss von Sebastian Freis (10.) eingreifen musste, geriet das Gehäuse seines Gegenüber Miller noch einmal ernsthaft in Gefahr: Den Schuss des von Landsmann Josué schön freigespielten Grafite (34.) wehrte Karlsruhes Nummer 1 mit dem Fuß glänzend ab.
Nach dem Wiederanpfiff kam die umformierte VfL-Abwehr, in der Thiam unerwartet für Nationalspieler Alexander Madlung verteidigte, mehr unter Druck, was auch an der Hereinnahme der Offensivkräfte Massimilian Porcello und Alexander Iaschwili lag. Die verstärkten KSC-Bemühungen wurden aber zunächst nicht belohnt: Erst scheiterte Tamas Hajnal an Jentzsch, dann blockte Thiam Christian Timms Nachschuss ab (49.), und Andreas Görlitz' Schuss ging drüber (61.). Im vierten Versuch machte es dann Kapitän Eggimann nach Hajnals Freistoß besser und schaffte per Kopf den verdienten Ausgleich.
Während die Gäste nun auf drei Punkte aus waren, fiel Wolfsburg viel zu wenig ein. In dieser kritischen Phase trat deutlich zutage, dass dem «neuen VfL» noch die Bindung fehlt. Als Freis freistehend neben das Tor (70.) zielte, hatten die Hausherren noch Glück, doch nach Eichners erstem Punktspieltor war die zweite Heimpleite perfekt.
dpa
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