Fussball1. Bundesliga → Spielbericht

Ohne elf: Werder schlägt Meister VfB 4:1

Bremen - Drei wertvolle Punkte und Regisseur Diego für ein weiteres Jahr gewonnen: Trotz des Ausfalls von gleich elf Spielern hat Werder Bremen Fußball-Meister VfB Stuttgart 4:1 (3:1) geschlagen und zudem noch den Vertrag mit dem brasilianischen Starspieler verlängert.

anzeige

Drei Tage nach der Champions-League-Niederlage in Madrid gewannen die Bremer das Heimspiel gegen die zuvor in Glasgow unterlegenen Stuttgarter durch Tore von Hugo Almeida (3./4. Minute), Boubacar Sanogo (15.) und Diego (89.). Für die schwachen Stuttgarter hatte vor 39 282 Zuschauern im Weserstadion Mario Gomez (13.) das zwischenzeitliche 1:2 erzielt.

Werder Bremen - VfB Stuttgart

Der Bremer Diego (r) im Zweikampf mit dem Stuttgarter Roberto Hilbert.

Werders Fans hatten früh Grund zum Jubeln. Direkt vor Spielbeginn gab der Stadionsprecher den neuen Kontrakt mit Publikumsliebling Diego bekannt und sorgte so für die ersten Freudenschreie. Und bereits kurz nach dem Anpfiff ging es weiter, auch dank Diego. Der Spielmacher war nicht zu halten und war an den beiden schnellen Almeida-Treffern beteiligt. Der Portugiese verwandelte die schönen Vorlagen von Jensen und Diego mit Scharfschüssen eiskalt.

Auch von dem Anschlusstreffer durch Gomez, der nach Vorarbeit von Cacau und Sami Khedira nur einschieben musste, ließen sich die Bremer nicht aus der Ruhe bringen. Praktisch im Gegenzug stellte Sanogo nach Flanke Petri Pasanens per Kopf den alten Abstand her und durfte sich feiern lassen. Den Schlusspunkt setzte Diego per Weitschuss.

VfB-Trainer Armin Veh war sauer und meinte: «Zwei Tore in zwei Minuten, wo gibt es denn so etwas in der Bundesliga.» Der Coach bemängelte vor allem das Zweikampfverhalten, da «haben wir komplett geschlafen». Bei den Bremern herrschte hingegen Zufriedenheit. «Das war ein kompliziertes Spiel», kommentierte Diego. Zu seiner Vertragsverlängerung meinte er: «Das ist ganz schnell gegangen. Ich bin sehr zufrieden.»

Den Bremern war der Ausfall von insgesamt elf verletzten, kranken oder gesperrten Spielern kaum anzumerken. Vor allem das Mittelfeld, wo Torsten Frings und Tim Borowski wieder durch Daniel Jensen und den leicht verbesserten Jurica Vranjes ersetzt werden mussten, zeigte eine überzeugende Vorstellung. Allen voran Diego, der wie in Madrid eine Gala-Vorstellung lieferte. Aber auch auf den Außenpositionen der Verteidigung, wo Clemens Fritz und Pierre Wome fehlten, sah es besser als gegen Real aus: Pasanen und Dusko Tosic zeigten solide Auftritte.

Konfusion herrschte hingegen in Stuttgarts Abwehr. Der VfB zeigte sich vom schnellen Passspiel der Gastgeber überfordert. Bezeichnend, dass Torwart Raphael Schäfer trotz der Gegentreffer bester VfB-Spieler war. Die Probleme begannen allerdings schon im Mittelfeld, wo Yildidray Bastürk ein mäßiges Liga-Debüt für den Meister gab. In der Pause stellte VfB-Coach Veh auf eine Dreier-Kette um und ließ mit einem Mann mehr im Mittelfeld den Druck erhöhen. Ein Pfostenschuss von Gomez (60.) blieb allerdings die gefährlichste Situation. Verärgert waren die Stuttgarter auch über Schiedsrichter Wolfgang Stark: Einen Schuss von Roberto Hilbert, der von der Latte knapp hinter die Linie sprang, erkannte der Referee nicht als Tor an.

dpa

Diesen Artikel bookmarken bei...
del.icio.us Mister Wong Technorati Google Linkarena Oneview Folkd YiGG

0 Kommentare | Kommentare verstecken

Kommentar schreiben


Bundesliga Live

Nie mehr die Bundesliga - Spiele verpassen: ab sofort bietet Ihnen fussball.com kostenlos an jedem Spieltag der 1. und 2. Fussball Bundesliga einen Live-Ticker.

Fussball Manager

Fussball Manager - FussballCup

Fussball-Spruch des Tages

Eduard Geyer (Ex-Trainer von FC Energie Cottbus [im Abstiegskampf mit Cottbus] nach einem Spiel im TV-Interview): Es muss eine Kehrtwende geben. Und die muss 360 Grad sein.