Samstag, 22. September 2007 / 18:38 Uhr
Rostock - Der FC Hansa Rostock sieht wieder Land im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga. Den Mecklenburgern gelang am 6. Spieltag nach fünf Niederlagen in Serie mit dem 2:0 (1:0) gegen den MSV Duisburg ein Befreiungsschlag.
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Vor 13 000 Zuschauern erzielten Sebastian Hähnge (34.) und Enrico Kern (53./Foulelfmeter) die Treffer der Gastgeber, die nun auf Platz 17 stehen. Duisburg rutschte auf Rang 15 ab.
Der Rostocker Agali (l) und der Duisburber Santos (r) im Kopfball-Duell.
Für die Rostocker war es der erste Bundesliga-Sieg nach 875 Tagen. Am 30. April 2005 hatten die Ostseestädter zuletzt gegen Hertha BSC mit 2:1 gewonnen, mussten am Ende der Saison aber dennoch absteigen. «Die Mannschaft hat sehr diszipliniert gespielt und sich in der zweiten Halbzeit noch einmal richtig gesteigert. Dies ist kein Grund, in Euphorie auszubrechen. Die Mannschaft hat aber gezeigt, dass sie unter enormen Druck erfolgreich spielen kann», sagte Trainer Frank Pagelsdorf.
In den ersten 30 Minuten schienen sich Not und Elend gegenüber zu stehen. Beide Mannschaften wirkten ideenlos, produzierten Fehlpässe am laufenden Band und blieben in der Offensive wirkungslos. Erst ein Fast-Eigentor des Duisburgers Klemen Lavric (33.) weckte die Rostocker Sturmabteilung auf.
Nur 60 Sekunden nach der Aktion spielten die Gastgeber schnell über die linke Seite. Christian Rahn flankte präzise auf Hähnge, der den Ball per Flugkopfball über die Linie drückte. Für den 29-Jährigen war es der erste Bundesliga-Treffer seiner Karriere. Zudem stand er auch das erste Mal in der Bundesliga in der Rostocker Startformation.
Nach dem Führungstreffer setzten die Norddeutschen nach und brachten die wacklige Duisburger Hintermannschaft ein ums andere Mal in Verlegenheit. Die Gäste konnten sich bei ihrem Torhüter Tom Starke bedanken, zur Halbzeit nicht höher in Rückstand zu liegen. Der Keeper rettete stark gegen Victor Agali (43.). Hochkarätige Duisburger Chancen waren dagegen in den ersten 45 Minuten nicht zu notieren.
Möglichkeiten der Gäste, die zu keinem Zeitpunkt ihren Rhythmus fanden, blieben auch im zweiten Abschnitt Mangelware. «Wir haben unterirdisch gespielt, das war nicht bundesligareif. Das 2:0 war noch schmeichelhaft», sagte Duisburgs Trainer Rudi Bommer. Allein ein Schuss des eingewechselten Maicon (69.) sorgte für Gefahr. Ganz anders sah es bei den Hausherren aus: Nach einem Solo von Agali hielt der Duisburger Björn Schlicke den Rostocker im Strafraum am Trikot. Schiedsrichter Michael Weiner (Giesen) entschied sofort auf Elfmeter, den Kern (53.) sicher verwandelte. Danach vergaben Hähnge (60.) mit einem Schuss aus rund 14 Metern und Kern (67.), dessen Heber Starke geschickt entschärfte, einen noch höheren Sieg.
dpa
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