Sonntag, 13. März 2005 / 14:30 Uhr
Freiburg - «Phantom» Marek Mintal hat die letzten Hoffnungen des SC Freiburg auf ein kleines Wunder im Kampf um den Klassenerhalt praktisch zerstört und mit seinen beiden Spiel entscheidenden späten Treffern zugleich die Abstiegsangst beim [team=975][team=975]1. FC Nürnberg[/team][/team] verjagt.
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«Tore sind mir persönlich nicht so wichtig», versicherte der slowakische Superstürmer nach seinen Saisontreffern 20 und 21 zum glücklichen 3:2 (1:1)-Sieg beim Schlusslicht bescheiden. «Nur der Klassenerhalt mit der Mannschaft zählt.»
Marek Mintal (l) wird von Lars Hermel (r) vom SC Freiburg am Trikot gehalten.
Für die praktisch geretteten Franken zählt in erster Linie Mintal. «Wir wollen ihn natürlich auf keinen Fall abgeben», versicherte Vereinspräsident Michael A. Roth, seinen Torjäger trotz möglicher Angebote halten zu wollen. Der Slowake sei eigentlich nicht ersetzbar: «Marek hat in dieser Saison mehr Tore geschossen als Roy Makaay. Das spricht für ihn.»
Die völlig am Boden zerstörten Badener sprachen nach diesem erneuten Tiefschlag zwar nicht offen vom Ende aller Träume, den Absturz aus dem Fußball-Oberhaus noch vermeiden zu können, haben sich aber offensichtlich in ihr Schicksal gefügt. Angesichts von nun elf Punkten Rückstand auf das rettende Ufer sagte Trainer Volker Finke nüchtern: «Die Mannschaft hat die Qualität, in dieser Saison noch ein paar Spiele zu gewinnen. Wenn es uns erwischt, sollten wir versuchen, im nächsten Jahr in der zweiten Liga oben dabei zu sein.»
Er bekräftigte, dass die zweigleisige Planung des Vereins bereits zum Jahreswechsel begonnen habe. Zlatan Bajramovic, der das 2:1 (59.) erzielte, meinte: «Man kann nicht immer sagen, wir gewinnen das nächste Spiel.» Niemand könne das irgendwann mehr ernst nehmen. In der kommenden Saison werde der direkte Wiederaufstieg angestrebt.
Kein Thema ist in Freiburg eine freiwillige oder vom Verein initiierte Demission Finkes trotz der vernichtenden Bilanz von nur 3 Siegen in 25 Spielen. SC-Präsident Achim Stocker, der seit zehn Jahren erstmals eine Heimpartie seiner Mannschaft live im Stadion verfolgte, stärkte seinem Trainer wiederholt den Rücken. Laut SC- Manager Andreas Bornemann ist der Club sogar auf Finke angewiesen. Deshalb dürften die «Grenzen des Erträglichen» für den Coach, so Bornemann im Stadionmagazin, keinesfalls überstrapaziert werden. «Wenn sie überschritten werden, dann ist das Modell Freiburg als Ganzes in Gefahr». Die Breisgauer stünden bei einem Rückzug Finkes vor einem Scherbenhaufen.
Finke wehrte sich zudem gegen «Geschichten vom Alleinherrscher». Der 56-Jährige erklärte: «Es ist eine Frechheit, so zu tun, als sei ich hier in Freiburg der große Macker. Das stimmt nicht und es ist respektlos gegenüber allen anderen Mitarbeitern.»
Beim 1. FC Nürnberg lautete das Motto nach der Partie: Hauptsache drei Punkte. «Der SC hat seine Chancen nicht reingemacht. Sonst wäre das Spiel für uns längst erledigt gewesen», kritisierte Trainer Wolfgang Wolf die weitgehend schwache Leistung seiner Schützlinge. «Wir haben Freiburg spielen lassen.» Es sei kein verdienter Sieg gewesen, doch habe man in dieser Saison auch schon oft unglücklich verloren. So konnten die Franken den jeweiligen Rückstand durch Samuel Koejoe (7.) und Bajramovic durch Lars Müller (23.) und Mintals Doppelschlag (85./90.+1) wettmachen und in letzter Sekunde den Spieß sogar umdrehen.
dpa
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Toni Schumacher (in bezug auf das Foul an Battiston): Dann zahl' ich ihm seine Jacketkronen.
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