Mittwoch, 26. September 2007 / 22:33 Uhr
Nürnberg - Bayer Leverkusen hat den Höhenflug fortgesetzt und sich zum ersten Bayern-Jäger gekürt. Nach dem 2:1 (1:0)-Erfolg der Schützlinge von Michael Skibbe beim 1. FC Nürnberg kommt es in Leverkusen zum Gipfeltreffen des Tabellenzweiten gegen Liga-Primus Bayern München.
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Für die Franken brechen nach der neuerlichen Heimpleite schwere Zeiten an. Vor 40 458 Zuschauern hatte der ehemalige Nürnberger Stefan Kießling die Gäste nach 43 Minuten in Führung gebracht. Marek Mintal glich mit einem verwandelten Foulelfmeter nach 73 Minuten aus, ehe mit Tranquillo Barnetta der beste Mann auf dem Feld für den Leverkusener Siegtreffer sorgte (76.).
Der Nürnberger Pinola (l) kämpft mit dem Leverkusener Kießling um den Ball.
«Wir haben katastrophal gespielt, aber solche Spiele muss man gewinnen, wenn man oben dranbleiben will», sagte Kießling selbstkritisch. Trotz der Niederlage bleibt Nürnbergs Coach Hans Meyer optimistisch. «Bevor ich nicht mehr an an mein Team glaube, muss noch einiges passieren. Aber unsere Situation ist sehr sehr angespannt», bekannte Meyer, dessen Mannschaft seit April auf einen Heimsieg wartet.
Die Gastgeber mussten kurzfristig auf den an einer Magenverstimmung leidenden Andreas Wolf verzichten und erneut ihre Abwehr umbauen. Die Australier Michael Beauchamp und Matthew Spiranovic bildeten erstmals gemeinsam die Innenverteidigung und wurden bei Kießlings Tor klassisch ausgespielt. Allerdings war das die einzige gefährliche Aktion der Leverkusener vor der Pause. Zwar stand die beste Abwehr der Bundesliga gewohnt sicher, doch nach vorn ging ohne den weiterhin wegen einer Knieprellung pausierenden Denker und Lenker Bernd Schneider nicht viel.
So bestimmte bis zum Gegentor der Pokalsieger die Szenerie, wirkte spielsicher, blieb wegen des Fehlens der Stürmer Robert Vittek und Ivan Saenko aber erneut im Angriff weitgehend ungefährlich. Mit der größten Möglichkeit scheiterte Angelos Charisteas in der 19. Minute an Leverkusens Torhüter René Adler, der sieben Minuten später nur mit viel Glück um einen Platzverweis herum kam. Bei seiner Rettungsaktion gegen den durchgebrochenen Peer Kluge spielte der Schlussmann den Ball außerhalb des Strafraumes mit der Hand, was Schiedsrichter Peter Gagelmann (Bremen) allerdings nicht ahndete.
Unmittelbar nach der Pause hätte Marek Mintal für den Ausgleich sorgen müssen. Nachdem Adler eine Flanke unterlaufen hatte, schoss der Slowake auf das verwaiste Gehäuse, in dem Karim Haggui rettete. Es war aber das Signal für einen Nürnberger Sturmlauf, dem Bayer mit Cleverness und Abgeklärtheit begegnete. So blieben Torchancen für den «Club» Mangelware. Erst ein dummes Foul von Kießling an Charisteas ermöglichte Mintal per Strafstoß die Chance zum Ausgleich, die dieser nutzte. Doch das Glücksgefühl hielt nur drei Minuten, dann sorgte Barnetta gegen die heimschwächste Mannschaft der Liga für die Entscheidung.
dpa
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