Mittwoch, 26. September 2007 / 22:17 Uhr
Frankfurt/Main - Der Karlsruher SC hat den ersten Auswärtssieg bei Eintracht Frankfurt seit 32 Jahren gelandet und die bislang makellose Saison-Heimserie der Hessen gestoppt.
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Abwehrspieler Maik Franz beendete mit seinem Tor in der 51. Minute zum 1:0 (0:0)-Erfolg eine der längsten Durststrecken in der Geschichte der Fußball-Bundesliga und katapultierte den Aufsteiger ins obere Tabellendrittel. Die Gelb-Rote Karte für Andreas Görlitz (86.) wegen Unsportlichkeit fiel nicht mehr ins Gewicht. Frankfurt verpasste dagegen durch die Niederlage vor 48 500 Zuschauern den möglichen Sprung auf den dritten Platz.
Der Karlsruher Maik Franz (3.v.r.) erzielt das Tor zum 1:0 in Frankfurt.
«Die Enttäuschung ist groß. Wir haben zwar mit Herz und Willen gespielt, aber insgesamt etwas planlos», ärgerte sich Eintracht-Chef Heribert Bruchhagen. Dagegen herrschte beim KSC eitel Freude. «Wir haben gezeigt, dass wir eine gute Mannschaft haben und schönen Fußball spielen können. Wir sind überglücklich, denn es war wichtig, hier drei Punkte zu holen», freute sich Torschütze Franz.
Die Hausherren mussten kurzfristig auf den verletzten Abwehrspieler Christoph Spycher verzichten, für den Patrick Ochs in die Viererkette rückte. Der 23-Jährige feierte nach fünfwöchiger Verletzungspause auf der ungewohnten linken Abwehrseite ein durchwachsenes Comeback. Beim KSC kehrte Godfried Aduobe anstelle von Massimilian Porcello in die Startelf zurück.
Mit dem Rückenwind von drei Saison-Heimsiegen begann die Eintracht selbstbewusst und hätte bereits nach 30 Sekunden in Führung gehen können. Alexander Meier kam an der Strafraumgrenze ungehindert zum Schuss, den Gäste-Torhüter Markus Miller jedoch aus dem Eck fischte. Die Badener waren nach dem 1:4 gegen Bayern München zunächst auf Sicherheit bedacht und setzten erst nach einer guten Viertelstunde erste Offensivakzente. Im Anschluss an einen Eckball verlängerte Kapitän Mario Eggimann per Kopf in Richtung langen Pfosten, wo Christian Timm den Ball aber knapp verpasste.
Frankfurt blieb eine Antwort nicht lange schuldig. Zunächst prüfte Meier (21.) erneut Miller, vier Minuten danach verpassten gleich drei Eintracht-Spieler im Strafraum die mögliche Führung. Die lag auch bei einem Beinahe-Eigentor von Eggimann (28.) in der Luft. Damit hatte der Gastgeber sein Pulver in der ersten Halbzeit jedoch verschossen.
Die spielerisch gefälligen Gäste wurden mit fortschreitender Spielzeit immer mutiger und hätten vor der Pause bei drei hochkarätigen Chancen in Führung gehen können. Erst schoss Timm (37.) zu ungenau. 60 Sekunden später tauchte Sebastian Freis frei vor dem Frankfurter Tor auf, traf aber nur den Außenpfosten. Kurz darauf landete ein Schuss des nominell einzigen KSC-Stürmers am Außennetz.
Kurz nach dem Wechsel wurde der Offensivmut des Aufsteigers belohnt. Nach einer Ecke kam Innenverteidiger Franz acht Meter vor dem Tor frei zum Schuss und vollendete mühelos. Die Hessen benötigten knapp zehn Minuten, um sich von dem Rückstand zu erholen. Danach erhöhte der Gastgeber den Druck, agierte vor dem Karlsruher Gehäuse aber zu umständlich. Lediglich bei einem Kopfball von Naohiro Takahara (60.) und einem Schuss von Ioannis Amanatidis (69.), die Miller glänzend parierte, geriet der KSC-Sieg in Gefahr.
dpa
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