Samstag, 29. September 2007 / 19:47 Uhr
Bremen - Mit dem höchsten Heimsieg seit 24 Jahren hat sich Werder Bremen für das Champions-League-Duell gegen Olympiakos Piräus eingeschossen.
anzeige
Die Bremer fertigten die im Weserstadion noch immer sieglose Bielefelder Arminia mühelos mit 8:1 (4:1) ab und holten damit in acht Tagen sieben Punkte in der Fußball-Bundesliga. Bei der Tor-Gala vor 40 120 begeisterten Zuschauern trafen Peter Niemeyer (17.), Hugo Almeida (35./88.), Boubacar Sanogo (41./44.), Per Mertesacker (59.), Markus Rosenberg (66.) und Diego (85.). Die völlig überforderten Bielefelder, für die Artur Wichniarek (37.) traf, blieben zum dritten Mal in Folge ohne Zähler und rutschten weiter ab in Richtung Tabellenkeller. Das letzte 8:1 der Bremer hatte es am 26. November 1983 gegen Kickers Offenbach gegeben.
Der Bremer Mertesacker (vorn) versucht den Ball an Bielefelds Torwart Hain (m) vorbei ins Tor zu köpfen.
«Wir haben uns abschlachten lassen», sagte der deprimierte Arminia-Trainer Ernst Middendorp. «Die Mannschaft war bereit, sich das Desaster anzutun. Das war mein schwärzester Tag in der Bundesliga.« Hoch zufrieden war verständlichweise sein Bremer Kollege, wenngleich sich Thomas Schaaf zurückhaltend gab: «Ich hoffe, dass es jetzt bei dieser Richtung bleibt.»
Den Bremern war der Ausfall von noch zehn verletzten, kranken oder gesperrten Spielern überhaupt nicht anzumerken. Vor allem das Mittelfeld, wo weiterhin die Nationalspieler Torsten Frings, Tim Borowski und Frank Baumann sowie der brasilianische Millionen-Einkauf Carlos Alberto ersetzt werden müssen, zeigte nach verhaltenem Beginn eine druckvolle Vorstellung. Diego und der bis zu seiner Verletzung starke Niemeyer trieben ihre Mitspieler zu einer beeindruckenden Darbietung gegen die überforderten Arminen an.
Bildergalerie
Auf den Außenpositionen der Abwehr, wo Pierre Womé fehlte und Clemens Fritz nach wochenlanger Pause zunächst auf der Bank saß, ehe er für Niemeyer einspringen musste, boten die Ersatzmänner Petri Pasanen und Dusko Tosic solide Auftritte. Stark war aber vor allem Sanogo: Nach der Führung durch Niemeyers Schuss aus knapp 20 Metern glänzte der Stürmer zunächst als Vorbereiter, erkämpfte sich den Ball und flankte genau auf den Kopf von Torschütze Almeida. Dann sorgte er jeweils nach Diego-Vorlagen mit zwei Kopfbällen für die sichere Pausenführung und seine Saisontore vier und fünf, ehe er für das Champions-League-Spiel gegen Piräus geschont wurde.
Doch auch ohne Sanogo ging der Torreigen weiter. Zunächst beschenkte sich Geburtstagskind Mertesacker selbst mit einem Kopfballtor, ehe der eingewechselte Rosenberg sich den Frust über seinen schwachen Saisonstart mit einem Gewaltschuss aus knapp 20 Metern vom Leibe schoss und Diego einen direkten Freistoß verwandelte. Den Schlusspunkt setzte Almeida per Abstauber.
Die Bielefelder zeigten im Weserstadion eine desolate Vorstellung - besonders in der Defensive. Bereits vor dem Wechsel kam Schuler für Rau, doch die Abwehr blieb ein Torso und konnte den Bremer Offensiv-Schwung nicht stoppen. Vielmehr hatten die Bielefelder noch Glück, dass Rüdiger Kauf gegen Mertesacker (22.) und Sanogo (28.) zwei Mal auf der Linie rettete.
dpa
0 Kommentare | Kommentare verstecken
Nie mehr die Bundesliga - Spiele verpassen: ab sofort bietet Ihnen fussball.com kostenlos an jedem Spieltag der 1. und 2. Fussball Bundesliga einen Live-Ticker.
"Fussball ist mehr als nur ein Sport. Fussball ist Euphorie, Religion und Droge zugleich." Aktuelles zur Droge Fussball, spitz und ohne redaktionelle Schranken, aus unserem Fussball Blog
Die Finalniederlage der EM ist langsam verdaut...also kucken wir mal auf die neue Saison
Eduard Geyer (Ex-Trainer von FC Energie Cottbus [im Abstiegskampf mit Cottbus] nach einem Spiel im TV-Interview): Es muss eine Kehrtwende geben. Und die muss 360 Grad sein.
Kommentar schreiben