Samstag, 6. Oktober 2007 / 18:28 Uhr
Bielefeld - Arminia Bielefeld gerät nach der vierten Niederlage in Serie in der Fußball-Bundesliga in immer größere Not. Knapp 45 Stunden nach dem Weiterkommen im UEFA-Pokal feierte der Hamburger SV dagegen das nächste Erfolgserlebnis und gewann dank Rafael van der Vaart mit 1:0 (0:0).
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Durch das siebte Saisontor des Niederländers (49.) vor 22 800 Zuschauern in der ausverkauften SchücoArena verbesserte sich der HSV auf Platz vier der Tabelle. Die Bielefelder, die nach dem fünften Spieltag noch auf dem zweiten Rang gestanden hatten, rutschen dagegen nach der Negativserie immer weiter ab.
Torschütze Rafael van der Vaart (m) wird von den Hamburger Teamkameraden bejubelt.
Mit der Leistung seiner Elf war Arminen-Trainer Ernst Middendorp dennoch nicht unzufrieden: «Die Mannschaft hat eine sehr geschlossene Leistung gezeigt. Mit Ausnahme von ein oder zwei Situationen, die dann natürlich gleich bestraft werden», sagte Middendorp. Sein Kollege Huub Stevens wollte von den Lobeshymnen auf van der Vaart, der mit seinem siebten Tor im siebten Spiel in Serie einen Vereinsrekord aufstellte, nichts wissen: «Das Tor von Rafael ist natürlich sehr schön für ihn. Aber die Leistung hier heute war ein Sieg des Kollektivs. Ich muss dem ganzen Kader ein Kompliment für die kämpferische Leistung machen», sagte Stevens nach dem dritten Auswärtssieg der Saison.
Middendorp hatte seiner Mannschaft nach der 1:8-Pleite bei Werder Bremen eine Defensivtaktik verordnet und Artur Wichniarek als einzige Sturmspitze aufgeboten. Der Südafrikaner Sibusiso Zuma durfte zum ersten Mal in der laufenden Saison von Beginn an ran und erwies sich auf der rechten Seite als belebendes Element einer ansonsten biederen Arminen-Elf. Middendorp blieb seinem Rotations-Prinzip auch auf drei weiteren Positionen treu und brachte Markus Bollmann, Markus Schuler und Robert Tesche neu in die Mannschaft. Christian Eigler und Bernd Korzynietz blieben auf der Bank, Tobias Rau musste gar auf die Tribüne. Zudem fiel Andre Mijatovic (Innenbandriss) aus.
Durch die defensivere Ausrichtung Bielefelds entwickelte sich zunächst ein langweiliges Spiel zweier kompakt stehender Mannschaften. Bei den Gastgebern verhinderten spielerische Unzulänglichkeiten gefährliche Offensivaktionen. Dem HSV steckte dagegen das UEFA-Pokal-Spiel gegen Litex Lowetsch noch in den Knochen, was zu einem bedächtigen Spielaufbau ohne nennenswerte Chancen führte. Erst in der 36. Minute kamen die Gäste zu ihrer ersten Chance. Der durch Ivica Olic freigespielte Paolo Guerrero scheiterte aus kurzer Distanz am glänzend reagierenden Matthias Hain.
Erst nach dem Wechsel und van der Vaarts Tor kam Tempo in das Spiel. Dazu trug auch Eiglers Einwechslung für den enttäuschenden Thorben Marx bei. HSV-Keeper Rost klärte einen Wichniarek-Schuss aus knapp 20 Metern glänzend zur Ecke (58.). Nur eine Minute später hatten die Hausherren Glück, als Hain einen abgefälschten Schuss van der Vaarts gerade noch entschärfen konnte. In der Folgezeit konnte auch die große Kampfkraft der Arminia gegen geschickt verteidigende Hamburger nichts mehr ausrichten.
dpa
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