Sonntag, 7. Oktober 2007 / 19:55 Uhr
Frankfurt/Main - Nach dem Sturz ins Bundesliga-Mittelmaß durch die 1:2 (0:0)-Niederlage bei Eintracht Frankfurt erhoben Trainer und Manager von Bayer Leverkusen heftige Anschuldigungen gegen Schiedsrichter-Assistent Volker Wezel.
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«Er hat das Spiel gegen uns entschieden. Das war eine absolute Frechheit», schimpfte Bayer-Coach Michael Skibbe über die Freistoß-Entscheidung vor dem Siegtreffer der Hausherren durch Sotirios Kyrgiakos, der beide Tore erzielte (54./79.). «Das war ein absoluter Witz. Der sollte sich eine Woche lang schämen», sagte Rudi Völler wutentbrannt. Sogar von Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel bekamen die Leverkusener Unterstützung. «Ich kann den Frust nachvollziehen. In dieser Situation muss der Schiedsrichter nicht pfeifen, denn beide Spieler wollten weiterspielen.»
Der Frankfurter Patrick Ochs (r) und der Leverkusener Tranquillo Barnetta kämpfen um den Ball.
Das Siegtor der Hausherren fiel, als Vratislav Gresko den Eintracht-Mittelfeldspieler Albert Streit am Ärmel gezupft hatte und der Schiedsrichter-Assistent die Fahne hob. Den von Leverkusen schwer kritisierten und von Streit ausgeführten Freistoß nutzte Kyrgiakos per Kopf zum umjubelten Siegtreffer. Nach zuletzt drei sieglosen Partien gewannen die Hessen vor 47 600 Zuschauern in der Commerzbank-Arena durch Tore nach zwei Standardsituation. Schon das Führungstor durch den Griechen fiel nach einem Streit-Freistoß. Per Eigentor hatte Marko Russ (72.) für den zwischenzeitlichen Ausgleich der Leverkusener gesorgt.
Der turbulente zweite Durchgang hatte mit einer Schrecksekunde für die Hessen begonnen. Nach einem Ellbogencheck von Sergej Barbarez musste Christoph Preuß, der erstmals in dieser Saison in der Startformation stand, mit Verdacht auf Nasenbeinbruch verletzt vom Platz. Für ihn kam Neuzugang Aaron Galindo zu seinem Bundesliga-Debüt.
Auch die ersten Chancen nach der Pause hatte Bayer, doch Pirmin Schwegler (48.) und Simon Rolfes (51.) scheiterten an Frankfurts Torwart Markus Pröll. Dies rächte sich wenig später, als Streit einen seiner gefürchteten Freistöße auf den Kopf von Kyrgiakos zirkelte und der griechische Nationalspieler mit seinem ersten Saisontor die Führung erzielte. Leverkusen antwortete auf den Rückstand mit wütenden Angriffen und einem Schuss von Barnetta, den Pröll mit einem tollen Reflex über die Latte lenkte. Die Bemühungen der Gäste wurden dann durch ein Eigentor von Russ zunächst belohnt, doch Kyrgiakos sorgte für den letztlich verdienten Frankfurter Sieg. Die Bayer-Abwehr sah dabei erneut nicht gut aus.
Die Gäste mussten erneut auf ihren verletzten Kapitän Bernd Schneider und Torjäger Theofanis Gekas verzichten. Zudem verordnete Trainer Michael Skibbe Innenverteidiger Manuel Friedrich eine Pause. Für den Nationalspieler rückte Lukas Sinkiewicz in die Abwehr. Die wurde zu Beginn des Spieles kaum gefordert, denn Bayer kam schwungvoller in die von beiden Seiten intensiv geführte Partie und erarbeitete sich die ersten Möglichkeiten. Die Gastgeber fanden erst nach gut einer Viertelstunde besser in das von vielen Fehlpässen geprägte Spiel.
dpa
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