Samstag, 27. Oktober 2007 / 17:58 Uhr
Rostock - Der Karlsruher SC hat in der Fußball-Bundesliga den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz verpasst. Die Mannschaft von Trainer Edmund Becker kam im Aufsteigerduell beim FC Hansa Rostock nicht über ein 0:0 hinaus.
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Vor 14 000 Zuschauern waren die Gäste zwar die bessere Mannschaft, blieben im Angriff aber meist harmlos und somit auf Tabellenrang vier. Rostock ist dagegen seit vier Heimspielen ungeschlagen und rangiert auf Rang 14.
Der Rostocker Tobias Rathgeb (r) versucht Sebastian Freis vom KSC vom Ball zu trennen.
Wie das Wetter in Rostock war auch über weite Strecken das Spiel: trist. Unkonzentriertheiten im Spielaufbau, Fehlpässe am laufenden Band und kaum Kreativität in der Offensive prägten das Geschehen auf dem Rasen. «Spielerisch lief es bis zum 16-Meter-Raum sehr gut. Dann fehlte uns der Biss und die Präzision», sagte KSC-Coach Becker, während sein Kollege Frank Pagelsdorf analysierte: «Unsere Fehlerquote war zu hoch und das Spiel nach vorn lief nicht wie gewünscht. Alles in allem war es ein gerechtes Unentschieden.»
Dabei hatte es für die Gäste vielversprechend begonnen. Bereits nach wenigen Sekunden kam Sebastian Freis zum Schuss, sein Ball ging jedoch knapp am Pfosten vorbei. In der Folgezeit dominierten die Badener das Spiel und zeigten die reifere Spielanlage, ohne dabei voll zu überzeugen. In der 17. Minute scheiterte Bradley Carnell, der den Vorzug gegenüber Alexander Iaschwili erhielt, alleinstehend an Rostocks Torhüter Stefan Wächter. «Wir mussten eine der Chancen nutzen», sagte Carnell, der ansonsten mit dem Spiel seines Teams zufrieden war. «Wir haben sehr gut gestanden und wenig zugelassen. Man hat gesehen, dass das Team stabil und reif geworden ist.»
Von der Rostocker Offensive war bis zur 27. Minute gar nichts zu sehen. Nach einem Schuss von Christian Rahn aus 18 Metern musste KSC- Keeper Markus Miller zum ersten Mal ernsthaft eingreifen. Es sollte die einzige Möglichkeit der Gastgeber bis in die Nachspielzeit der ersten Halbzeit bleiben, als nach einer Flanke von Tobias Rathgeb Sebastian Hähnge frei aus sieben Metern zum Kopfball kam. Miller war jedoch auch in dieser Situation auf dem Posten. «Wir haben uns in der ersten Halbzeit zu wenig zugetraut. Wir wussten um die Auswärtsstärke des KSC und wollten nicht ins offene Messer laufen», meinte Rahn.
Nach zehn weiteren Minuten Trostlos-Fußball in der zweiten Halbzeit setzten die Gäste das erste Offensivzeichen. Nach einem Pass von Tamas Hajnal verzog Carnell (56.) aus 14 Metern nur knapp. Die Antwort der Rostocker ließ nur vier Minuten auf sich warten: Kapitän Enrico Kern nahm den Ball aus knapp 30 Metern volley, KSC-Torwart Miller lenkte das Leder aber über die Latte.
Es sollten bis zur 80. Minute die einzigen Farbtupfer in einer schwachen Partie bleiben, ehe der eingewechselte Regis Dorn mit einem Schuss aus 15 Metern das Karlsruher Tor um Zentimeter verfehlte. In der 88. Minute rettete dagegen Hansa-Schlussmann Wächter mit einer starken Parade nach einem Freistoß von Massimilian Porcello seiner Mannschaft das Unentschieden.
dpa
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