Sonntag, 20. März 2005 / 13:14 Uhr
München - Mit Roy Makaay trifft und siegt der FC Bayern München wieder, auch wenn der Torjäger beim 3:1-Arbeitssieg gegen den Abstiegskandidaten Hansa Rostock persönlich leer ausging.
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Doch nach nur einem Training mit der Mannschaft dokumentierte der Niederländer mit einem fulminanten Lattenknaller (8.) und als Vorbereiter des wichtigen 1:1 von Lucio (41.) seinen großen Wert für den deutschen Fußball-Rekordmeister, der ohne seinen besten Torschützen zuvor sowohl in der Champions League gegen Arsenal London als auch im Bundesliga-Gipfel gegen Schalke jeweils mit 0:1 verloren hatte.
Demichelis (m), Pizarro (l) verteidigen gegen Rostocks Möhrle (r) und Litmanen.
«Man hat gesehen, dass Makaay noch nicht ganz fit ist, aber Gott sei Dank kann er wieder spielen», erklärte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge erleichtert. Auch Trainer Felix Magath war froh über die Rückkehr seines gefährlichsten Stürmers, denn bei der Jagd auf Schalke mussten die Bayern unbedingt einen Sieg vorlegen. «Es wäre eine Katastrophe gewesen, wenn wir nicht gewonnen hätten», erklärte Magath, der im Kampf um Meisterschaft und Champions-League-Plätze auch Bremen und Stuttgart noch nicht abgeschrieben hat: «Das wäre fahrlässig.» Der Sieg war aber auch nötig für die eigene Moral und als Kampfansage an die Schalker, so Michael Ballack: «Wichtig ist, dass wir unsere Spiele gewinnen und Schalke zeigen: Wir sind da.»
Makaay durfte sich zwei Wochen nach seinem Muskelfaserriss in der rechten Wade sogar selbst aufstellen. Erst nach dem 2:1 von Claudio Pizarro (65.), dem Ballack (89./Foulelfmeter) noch Tor Nummer drei folgen ließ, wechselte Magath ihn aus. «Es war mit dem Trainer abgesprochen, dass ich rausgehe, wenn es nicht mehr geht. Mit dem Bein ist alles gut», berichtete Makaay. Um nach Ostern wieder topfit zu sein und in der Bundesliga sowie der Champions League gegen Chelsea London in gewohnter Form zuschlagen zu können, verzichtet Makaay sogar auf die anstehenden WM-Qualifikationsspiele der Niederlande gegen Rumänien und Armenien.
Insbesondere Pizarro, der sein 50. Bundesligator für die Bayern erzielte, profitierte von Makaays Rückkehr. «Pizarro kommt besser zur Geltung neben ihm», bemerkte Magath. Allerdings sei das Toreschießen gegen Rostock auch einfacher als gegen Schalke oder Arsenal. Trotzdem beflügelte allein Makaays Anwesenheit die Teamkollegen, wie Ballack einräumte: «Roy ist sehr wichtig. Er hat Ausstrahlung, auch auf den Gegner. Er bindet Verteidiger, auch wenn er 'mal nicht trifft.»
Abgesehen vom Makaay-Comeback und den drei Punkten gab es fast nichts, das die 52 000 Zuschauer im Olympiastadion erfreute. Die Sorglosigkeit der Bayern, wie beim Kopfballtor von Hansa-Verteidiger Uwe Möhrle (16.), wäre von einem stärkeren Gegner wohl bestraft worden. Für Rummenigge war die Champions-League-Auslosung der Grund für die triste Darbietung: «Wenn am Freitag Chelsea das einzige Gesprächsthema ist, geht man nicht so konzentriert ins Spiel.»
Die Rostocker gingen nach zuletzt zwei Siegen hochmotiviert und zumindest defensiv ordentlich zu Werke. Zum erhofften «big point» im Abstiegskampf reichte das aber nicht aus. «Ein Punkt wäre für die Psyche wichtig gewesen», meinte Torschütze Möhrle: «Aber auf dieser Leistung können wir aufbauen. Wir geben nicht auf.» Trainer Jörg Berger richtete den Blick ebenfalls gleich nach vorne und erklärte das kommende Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 zum Endspiel für den Tabellenvorletzten: «Gegen Mainz muss die Mannschaft brennen und drei Punkte holen. Sonst ist der Klassenerhalt fast unmöglich.»
dpa
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Toni Schumacher (in bezug auf das Foul an Battiston): Dann zahl' ich ihm seine Jacketkronen.
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