Sonntag, 25. November 2007 / 19:39 Uhr
Hamburg - Der Hamburger SV bleibt Bundesliga-Spitzenreiter FC Bayern München dicht auf den Fersen und ist für den Nordgipfel gegen den Tabellen-Zweiten Werder Bremen gerüstet.
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Mit dem 2:0 (1:0) über Hansa Rostock holte sich der HSV bereits den neunten Saisonsieg und festigte seinen dritten Platz. Kapitän Rafael van der Vaart (19.) nutzte die erste Chance des Spiels zu seinem achten Saisontreffer. Der Kroate Ivica Olic (61.) sorgte nach der Pause per Kopf mit seinem sechsten Tor für die Vorentscheidung. «Das war kein Super-Spiel, aber es war ordentlich», sagte HSV-Trainer Huub Stevens. «Ich denke, wir haben verdient gewonnen.»
Der Hamburger Collin Benjamin (l) und Tobias Rathgeb aus Rostock kämpfen um den Ball.
Sechs Tage nachdem Stevens seinen Abschied zum Saison-Ende angekündigt hatte, zeigte der HSV vor 57 000 Zuschauern im Fußball-Stadion im Volkspark viel Leidenschaft und noch mehr Einsatz. Aufsteiger Rostock ging nach dem Wechsel zwar engagierter zu Werke, doch das Team von Trainer Frank Pagelsdorf konnte die achte Niederlage am 14. Spieltag nicht verhindern und hat als Tabellen-15. nur noch zwei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. «Wir waren zu harmlos, haben dem HSV in die Karten gespielt», sagte Pagelsdorf.
Der erstarkte HSV hat einen Zähler weniger auf dem Konto als Spitzenreiter Bayern (31). Gegen die punktgleichen Bremer am nächsten Spieltag im Weserstadion steht das Stevens-Team nun vor einer richtungsweisenden Begegnung im Titel-Rennen. Zuvor steht aber noch das UEFA-Cup-Heimspiel gegen Stade Rennes (0:2 gegen Olympique Lyon) am 29. November auf dem Programm.
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Bei seiner Rückkehr in die Hansestadt setzte Hansa-Trainer Pagelsdorf, der mit dem HSV vor sieben Jahren bis in die Champions League gestürmt war, auf Defensive. Auch wenn der lange verletzt gewesene frühere HSV-Regisseur Stefan Beinlich bei den Ostseestädtern wieder von Beginn an dabei war und bis zu seiner Auswechslung (67.) die Fäden zog, blieben die Gäste im Angriff über weite Strecken harmlos. «Der HSV war cleverer und hat immer dann die Tore gemacht, wenn wir am Drücker waren», sagte Beinlich.
Die Hamburger nutzten ihre erste Gelegenheit. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld von Marc Stein setzte sich Romeo Castelen gegen den früheren HSV-Profi Christian Rahn durch und spielte mit einem feinen Pass in die Tiefe seinen Landsmann van der Vaart an. Der Kapitän ließ Stefan Wächter, der ebenfalls schon einmal für den HSV im Tor stand, mit einem platzierten Rechtsschuss ins lange Eck keine Chance.
Die erste Viertelstunde nach dem Wechsel gehörte den Gästen. «Da waren wir leichtsinnig», sagte Stevens. Doch dann wurde Hansa kalt erwischt und Stürmer Olic köpfte eine Flanke von Nationalspieler Piotr Trochowski ein. Danach spielte sich der HSV für das Duell der Bayern-Verfolger bei Werder Bremen warm, doch ein weiterer Treffer wollte auch mit frischen Angreifern nicht gelingen.
dpa
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