Samstag, 1. Dezember 2007 / 18:45 Uhr
Berlin - Bayer Leverkusen siegt munter weiter - und kann mit dem vierten «Dreier» in Serie nun sogar das Spitzen-Trio der Fußball- Bundesliga angreifen.
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Ohne größere Probleme kam die Mannschaft von Trainer Michael Skibbe zu einem 3:0 (1:0) bei Hertha BSC und rückte in der Tabelle mit 27 Punkten auf Rang vier vor. «Wir waren sehr spielstark und kombinationssicher nach vorn. Über weite Strecken war ich mit der Leistung total einverstanden», kommentierte der Bayer-Chefcoach den anhaltenden Erfolg.
Der Leverkusener Kapitän Carsten Ramelow bejubelt sein Tor zur 1:0-Führung.
Dagegen bleiben die Berliner (19), deren Heim-Festung nun auch noch bröckelt, im Tabellen-Mittelfeld stecken. Die Treffer für den Hertha-Angstgegner Bayer, der zum dritten Mal nacheinander im Olympiastadion siegte, erzielten Kapitän Carsten Ramelow (31. Minute), Tranquillo Barnetta (50.) und Sergej Barbarez (90.+1). «Unser Problem ist: Wir haben zu viele Missverständnisse und Blackouts. Zudem hatten wir zu Beginn zu viel Respekt», erklärte Hertha-Trainer Lucian Favre die zweite Heim-Pleite der Saison.
Eine mögliche Aufholjagd der zu spät erwachenden Gastgeber verhinderte vor 40 527 Zuschauern Referee Thorsten Kinhöfer. Trotz klarer Vorteil-Situation pfiff er einen Treffer des besten Berliners, Marko Pantelic, zurück (70.). So konnten die Leverkusener, bei denen Nationalspieler Bernd Schneider nach zehnwöchiger Verletzungspause (Außenbanddehnung im Knie) ein knapp 20-minütiges Comeback feierte und gleich das 3:0 vorbereitete, ihren vierten Auswärtssieg in der laufenden Spielzeit trotz verstärkter Bemühungen der Hausherren locker über die Zeit bringen.
Die Gäste traten angestachelt von drei Siegen und 10:2 Toren nacheinander mit viel Mut auf. Barnetta scheiterte frei an Hertha- Keeper Jaroslav Drobny (6.). Stefan Kießling (10.) und der agile Barbarez (13.) wählten in bester Position jeweils den Querpass statt eines direkten Torschusses. Als schließlich die einzige Hertha-Sturmspitze Pantelic einen Barnetta-Freistoß zu kurz abwehrte, donnerte der über Monate verletzte Ramelow den Ball aus 20 Metern zu seinem ersten Saisontreffer in die Maschen. Der Kapitän, dreimal am Knie operiert, war nur durch eine Verletzung von Arturo Vidal (Bänderriss) in die Bayer-Startelf gerückt. «Zurückgekommen, ein tolles Spiel und ein Tor erzielt - was gibt es Schöneres», freute sich der 33 Jahre alte Routinier Ramelow.
Bei den Gastgebern, die zu hektisch und fehlerhaft agierten, gab es viel Leerlauf. Vor allem das Umschalten von Offensive auf Defensive funktionierte schlecht. Erst nach dem Rückstand gelangen vor allem auf der linken Seite einige verheißungsvolle Angriffe. Ein Schuss von Pantelic strich nur Zentimeter am Gäste-Tor vorbei (37.).
Mit Patrick Ebert musste dann auch noch einer der wenigen Berliner Aktivposten, der vor der Partie schon angeschlagen war, zur Pause mit einer Knie-Blessur in der Kabine bleiben. Bayer nutzte das sofort: Nach einer Traumkombination mit Doppelpass zwischen Paul Freier und Barbarez brauchte Barnetta die Kugel aus Nahdistanz nur noch einzuschieben - es war das dritte Saisontor für den Schweizer. Das Aufbäumen der Gastgeber kam zu spät, stattdessen traf in der Nachspielzeit Barbarez noch zu seinem vierten Saisontreffer.
dpa
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