Samstag, 8. Dezember 2007 / 18:29 Uhr
Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat den so hoch ambitionierten VfL Wolfsburg noch näher an die Abstiegsplätze der Fußball-Bundesliga geschossen. Der deutsche Meister besiegte das Team des früheren Stuttgarter Trainers Felix Magath mit 3:1 (1:0).
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Die Schwaben machten damit die 1:2-Heimniederlage gegen Borussia Dortmund vor einer Woche wett und konnten eine einigermaßen gelungene Generalprobe für das Schaulaufen in der Champions League am 12. Dezember beim FC Barcelona hinlegen.
Die Stuttgarter Spieler freuen sich über den Treffer zum 2:0 von Cacau.
Ciprian Marica (26. Minute), der Ersatz für den erkrankten Nationalstürmer Mario Gomez, sowie Cacau (48.) und Thomas Hitzlsperger (87.) trafen vor 53 000 Zuschauern für den VfB. Edin Dzeko (51.) erzielte in der zerfahrenen Begegnung das einzige Tor des VfL, der vor den Sonntagsspielen nur noch vier Punkte vor Platz 16 steht. Seit dem 5:2 im April 2000 haben die «Wölfe» in Stuttgart nicht mehr gewonnen. Magath setzte U 21-Nationalspieler Ashkan Dejagah zunächst auf die Bank und versuchte es mit dem Sturmduo Grafite/Dzeko. Grafite holte sich gleich seine fünfte Gelbe Karte ab und ist nächste Woche gegen Dortmund gesperrt.
Im VfL-Tor stand wie angekündigt André Lenz, nachdem der langjährige Stammkeeper Simon Jentzsch nach seiner Auswechslung vergangene Woche dieses Mal sogar aus dem Kader gestrichen worden war. Lenz machte nach der turbulenten Woche mit Spekulationen um eine Verpflichtung von Nationaltorwart Jens Lehmann einen routinierten Eindruck, hätte aber vielleicht beim ersten Gegentor energischer eingreifen müssen.
«Ich bin besser als Lehmann», sagte der 34-Jährige selbstbewusst und wurde von seinem Coach verteidigt. «Es war kein Torwartfehler beim 0:1», sagte Magath, der zumindest einen Punktgewinn seiner Mannschaft für machbar gehalten hatte. «Wir waren nach dem 2:1 am Drücker und hatten die letzte halbe Stunde gute Chancen.» VfB-Coach Armin Veh fand es dagegen «wichtig, dass wir die Punkte behalten haben in einem sehr wichtigen und schwierigen Spiel».
Die Harmlosigkeit, mit der die Gäste in der ersten Hälfte auftraten, verdeutlichte ihre Talfahrt in den vergangenen Wochen. VfL-Kapitän und Spielmacher Marcelinho konnte seine Mitspieler kaum in Szene setzen. Zudem hätte VfB-Innenverteidiger Matthieu Delpierre nur 46 Sekunden nach dem Anpfiff beinahe das 1:0 geköpft.
Einmal entschärfte Lenz einen Cacau-Schuss (8.), in der 26. Minute musste er jedoch hinter sich greifen. Nach einer Kombination über Pavel Pardo und Fernando Meira köpfte der völlig ungedeckte Marica aus kurzer Entfernung zum Führungstreffer für die Stuttgarter ein - der zweite Saisontreffer des 8-Millionen-Neuzugangs. Beide Mannschaften brachten sich durch Unkonzentriertheiten immer wieder in Bedrängnis. So nutzte Cacau die Verschlafenheit der VfL-Abwehr kurz nach der Pause und erzielte nach Flanke von Ricardo Osorio das 2:0.
Nur drei Minuten später schlief die Hintermannschaft des VfB und Dzeko konnte zum Anschlusstreffer einschieben. Für Cacau endete die Partie nach nur 55 Minuten: Sergej Karimov legte den Brasilianer elfmeterreif im Strafraum und der VfB wurde doppelt bestraft: Er bekam von Schiedsrichter Markus Merk keinen Elfmeter. Zudem rissen bei Cacau alle drei Bänder in der Schulter, so dass der 26-Jährige operiert werden muss und für das Spiel in Barcelona ebenfalls ausfällt. Nachdem Dejagah den Ausgleich für Wolfsburg verpasst hatte, machte Hitzlsperger kurz vor Schluss alles klar.
dpa
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