Samstag, 8. Dezember 2007 / 19:12 Uhr
München - Spitzenreiter FC Bayern München hat mit einer enttäuschenden Nullnummer gegen den MSV Duisburg den vorzeitigen Gewinn der Herbstmeisterschaft in der Fußball-Bundesliga verpasst.
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Trotz Überzahl in der Schlussphase nach einer Roten Karte für den Duisburger Mohamadou Idrissou, der in der 80. Spielminute gegen Oliver Kahn nachgetreten hatte, berannten die Münchner vor 69 000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena vergeblich das von Tom Starke gut gehütete Tor des Abstiegskandidaten. Dank der 3:4-Niederlage von Werder Bremen in Hannover vergrößerten die Bayern ihren Vorsprung auf den schärfsten Verfolger dennoch auf zwei Punkte.
Lell (r) vom FC Bayern München kämpft gegen den Duisburger Idrissou um den Ball.
«Wir sind angerannt, aber Duisburg hat das Glück des Tüchtigen gehabt», kommentierte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld. Er vermisste anfangs die Leidenschaft, zudem beklagte er eine mangelhafte Chancenverwertung. Gegen die defensiv gut organisierten Duisburger mangelte es dem Tabellenführer über 90 Minuten an Ideen und flüssigen Kombinationen. Auch Franck Ribéry steigerte sich erst nach der Pause und leitete dann die meisten gefährlichen Aktionen ein.
Die besten Münchner Chancen resultierten zunächst aus Freistößen: Martin Demichelis köpfte knapp neben das Tor (7.), Abwehrkollege Daniel van Buyten schoss aus wenigen Metern drüber (42.). Die auf Konter lauernden Duisburger hatten ihre beste Torchance schon in der 2. Minute, aber der zum 200. Mal in der Bundesliga zu Null spielende Bayern-Kapitän Oliver Kahn parierte den Schuss von Idrissou.
«Kompliment an die Mannschaft, der Einsatz und Kampfgeist haben mich begeistert», frohlockte MSV-Trainer Rudi Bommer, der nach vier Punkten aus den letzten zwei Spielen wieder zuversichtlicher in die Zukunft blicken kann. Nur mit Rotsünder Idrissou ging der Coach hart ins Gericht: «Das war dumm, das darf einem so erfahrenen Spieler nicht passieren», schimpfte Bommer. Der MSV steckte auch die verletzungsbedingten Auswechslungen der Abwehrspieler Tobias Willi (37.) und Björn Schlicke (49.) erstaunlich gut weg.
Gegen die umformierte MSV-Deckung erhöhten die Bayern zwar in der zweiten Hälfte den Druck, aber viele Aktionen wirkten gezwungen. Van Buyten ließ eine Kopfballchance aus (52.), und Starke reagierte blendend bei einem Hacken-Schuss von Luca Toni (55.). Demichelis schoss den Abpraller zwar ins Tor, doch der Argentinier stand zuvor im Abseits. Starke war auch auf dem Posten, als Ribéry flach ins kurze Eck zielte (69.). Der spät für Toni eingewechselte Lukas Podolski konnte eine Kopfballchance ebenfalls nicht nutzen (78.). Mit der Brechstange kamen die bis zum Abpfiff anrennenden Bayern auch nicht zum Erfolg. «Wir haben alles versucht, aber der Ball wollte heute nicht ins Tor», kommentierte Demichelis.
dpa
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