Freitag, 14. Dezember 2007 / 22:51 Uhr
Cottbus - Mit dem höchsten Bundesliga-Erfolg in der Vereinsgeschichte hat der FC Energie Cottbus zum Hinrunden-Halali der Fußball-Bundesliga Hannover 96 bis auf die Knochen blamiert und erstmals nach 112 Tagen die Abstiegsränge wieder verlassen.
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Die Lausitzer feierten ein 5:1 (3:0)-Schützenfest und holten die bereits vom internationalen Geschäft träumenden Niedersachsen schmerzhaft auf den Boden der Tatsachen zurück.
Der Cottbuser Christian Armel Bassila jubelt nach seinem Treffer zum 1:0.
Christian Bassila (11.), Dennis Sörensen (30.), Dimitar Rangelow (44., 70.) und Daniel Ziebig (65.) erzielten vor 14 026 Zuschauern im Stadion der Freundschaft die Treffer für die seit drei Spielen ungeschlagenen Cottbuser, die sich mit 15 Punkten auf den 15. Platz vorschoben und die Rote Laterne nach über drei Monaten zumindest für zwei Nächte abgaben. Thomas Kleine (68.) traf für die enttäuschenden Gäste. «Das stellt einiges von dem infrage, was wir uns in den letzten Wochen aufgebaut haben. Die Spieler waren mit dem Kopf schon im Urlaub», kritisierte Hannovers Sportdirektor Christian Hochstätter. Trainer Dieter Hecking stellte fest: «Das darf nicht passieren. Wir haben katastrophale Fehler gemacht. Es war frustrierend.»
Die Hausherren gaben im zehnten Spiel unter dem neuen Trainer Bojan Prasnikar, der nun eine ausgeglichene Bilanz von drei Siegen, vier Unentschieden und drei Niederlagen aufweist, von der 1. Minute an den Ton an. «Dieser Sieg war sehr wichtig und gibt Auftrieb für die Rückrunde», sagte Prasnikar. Mit einer energischen Zweikampfführung wurde den Gästen der Schneid abgekauft. Abwehrspieler Vragel da Silva übertrieb den Einsatz bei einem nicht geahndeten Ellbogencheck gegen Gaetan Krebs jedoch. Sollte der DFB-Kontrollausschuss anhand der Fernsehbilder Ermittlungen aufnehmen, droht dem Wiederholungstäter eine lange Sperre.
Das frühe Führungstor durch Bassila, der nach einer Ecke von Ervin Skela per Kopf erfolgreich war, spielte Energie zusätzlich in die Karten. Aus einer massiven Abwehr heraus startete der Gastgeber gefährliche Konter und stürzte Hannovers Abwehr, in der Frank Fahrenhorst (Handbruch) schmerzlich vermisst wurde, von einer Verlegenheit in die andere. Vor allem die Manndecker Vinicius und Kleine offenbarten eklatante Schwächen.
Zunächst konnte Robert Enke gegen den frei vor ihm auftauchenden Rangelow (26.) noch Schlimmeres verhindern, doch vier Minuten später war Hannovers Schlussmann gegen Sörensens Flugkopfball nach Flanke von Rangelow machtlos. Hannover fand überhaupt nicht ins Spiel und vor dem Cottbuser Tor praktisch nicht statt. Kurz vor der Pause gelang Rangelow mit einem feinen Solo das 3:0.
Drei Minuten nach dem Wechsel bot sich Szabolcs Huszti die erste Chance für die Gäste, doch der Ungar traf nur die Latte. Am Spielverlauf änderte sich jedoch nichts. Die engagierten Cottbuser beherrschten die Szenerie und erhöhten durch Ziebig, dessen Schuss durch Steven Cherundolo unhaltbar abgefälscht wurde, auf 4:0. Die harmlosen 96er brachten in der Offensive nichts zuwege und benötigten für ihr Ehrentor die tatkräftige Mithilfe der Hausherren. Kleine, der in der Schlussminute noch einmal den Pfosten traf, war per Kopf erfolgreich. Der überragende Rangelow konterte jedoch fast im Gegenzug mit seinem fünften Saisontor und besiegelte die Schmach für den Tabellenfünften.
dpa
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Die Finalniederlage der EM ist langsam verdaut...also kucken wir mal auf die neue Saison
Eduard Geyer (Ex-Trainer von FC Energie Cottbus [im Abstiegskampf mit Cottbus] nach einem Spiel im TV-Interview): Es muss eine Kehrtwende geben. Und die muss 360 Grad sein.
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