Fussball1. Bundesliga → Spielbericht

Frankfurts Neuzugang Fenin schockt Hertha

Berlin - Mit einem großartigen Bundesliga-Einstand hat Eintracht Frankfurts neuer Stürmer Martin Fenin Hertha BSC Berlin einen desolaten Rückrunden-Start beschert.

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Der Tscheche erzielte alle drei Tore zum 3:0 (1:0)-Erfolg der Eintracht bei den Berlinern, die trotz millionenschwerer Verstärkungen nun seit fünf Partien sieglos sind und den Vorsprung auf die Abstiegszone nicht vergrößern konnten. Frankfurt ist dank Fenins Toren in der 39., 60. und 90. Minute seit vier Spielen ungeschlagen und derzeit aller Sorgen ledig.

Hertha BSC - Eintracht Frankfurt

Frankfurts dreifacher Torschütze Martin Fenin (l) feiert mit Teamkollege Michael Fink.

«Ich bin überrascht über die drei Tore, aber nicht über seine Leistung», sagte Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel und fügte hinzu: «Ich bin froh, dass die Mannschaft den guten Eindruck vom Ende der Hinrunde und aus der guten Vorbereitung umsetzen konnte.» Fenin kommentierte bescheiden: «Ich freue mich riesig. Das war der erste Hattrick meiner Karriere.» Dagegen zeigte sich Hertha-Trainer Lucien Favre sehr enttäuscht und meinte: «Wir haben nach dem 0:1 den Kopf verloren.» Manager Dieter Hoeneß wehrte sich dagegen, nach dem ersten Rückrundenspiel und angesichts der Ergebnisse der hinter Hertha platzierten Clubs eine Abstiegsdiskussion zu führen.

Favre hatte von den fünf Neuzugängen der Winterpause neben seinem Wunschspieler Raffael noch den serbischen Defensivmann Gojko Kacar in die Anfangsformation gestellt. Zudem rückte Pascal Bieler überraschend in die Startelf, in der der verletzte Kapitän Arne Friedrich fehlte. Frankfurts Coach Funkel beorderte als einzigen der drei Neuzugänge den für 3,5 Millionen Euro aus Teplice gekommenen Fenin sofort auf den Rasen.

Das zahlte sich aus, denn Fenin bekam Platz und stiftete Unruhe. Der 20-Jährige hatte mit einem Kopfball-Aufsetzer die erste Chance (9.) und scheiterte nur eine Minute später aus Nahdistanz erneut am guten Hertha-Torhüter Jaroslav Drobny. Als sein Landsmann nach Flanke von Benjamin Köhler und Kopfballverlängerung von Ioannis Amanatidis aber erneut frei stand, hatte Drobny keine Chance. Dafür verhinderte der Keeper nach einem Konter das 0:2 durch Amanatidis (44.).

Die Hessen wirkten wesentlich eingespielter als die defensiv anfälligen und offensiv statisch agierenden Berliner, bei denen nur Marko Pantelic ab und an für Überraschungen sorgte. Nach Vorarbeit des Torjägers vergab Pal Dardai die einzige Berliner Chance der ersten Hälfte (24.). An Raffael lief das Spiel dagegen vorbei.

Der Brasilianer bemühte sich zwar nach dem Wechsel, den Ausgleich aber vergab Pantelic, als er während eines Schneeschauers eine Flanke von Patrick Ebert am Tor vorbei drückte (56.). Besser machte es vor 35 930 Zuschauern im Olympiastadion erneut Fenin: Nach Fehler von Dardai und Steilpass von Amanatidis überraschte er Drobny aus spitzem Winkel im kurzen Eck. Der Vorsprung war für die zielstrebigeren Gäste auch in der Höhe verdient. Amanatidis vergab das 0:3 (89.), das kurz darauf aber Fenin bei einem weiteren Konter besorgte.

dpa

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