Fussball1. Bundesliga → Spielbericht

«Joker» Klimowicz rettet BVB noch einen Punkt

Duisburg - Diego Klimowicz hat Borussia Dortmund vor einem Fehlstart in die Bundesliga-Rückrunde bewahrt.

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Mit seinen Treffern (68./90.+2 Minute) zum 3:3 (0:2) beim MSV Duisburg rettete der erst nach gut einer Stunde als «Joker» zum Zuge gekommene Stürmer seinem BVB einen kaum noch für möglich gehaltenen Punkt. Vor 29 120 Zuschauern hatten zuvor Julian Filipescu (18.), Tobias Willi (31.) und Mihaj Tararache (59./Foulelfmeter) für den Tabellenletzten getroffen, während Sebastian Kehl (50.) den ersten Gäste-Treffer erzielte. Vier Tage nach dem Pokalerfolg gegen Werder Bremen (2:1) konnten die Dortmunder die drohende Niederlage gerade noch abwenden und den Duisburgern den sechsten Saisonsieg entreißen.

MSV Duisburg - Borussia Dortmund

Klemen Lavric vom MSV und der Dortmunder Sebastian Kehl kämpfen um den Ball.

«Wir haben mit Herz und Leidenschaft gekämpft, doch wenn man bis zur 90. Minute 3:2 führt, muss man den Sack zumachen», meinte MSV-Chefcoach Rudi Bommer. Sein Kollege Thomas Doll sprach von einem unterhaltsamen Spiel für die Zuschauer, nicht aber für die Trainer: «Wenn man in der 92. Minute noch das 3:3 erzielt, dann muss man zufrieden sein. Für die Moral war das gut.»

Mit einer Transfer-Offensive (fünf Neuverpflichtungen) und dem neuen Sportdirektor Björn Hübner (47) wollen die Duisburger noch aus dem Tabellenkeller klettern. Obwohl Bommer zunächst nur den Rumänen Claudiu Niculescu debütieren ließ, begannen die MSV-Profis das Projekt Klassenverbleib vielversprechend. Mit Biss und Kampfgeist ließen sie den BVB, dem sie beim Hinrundenstart eine 2:3-Schlappe beschert hatten, in der ersten Halbzeit kaum zur Entfaltung kommen.

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Rückenwind und Selbstbewusstsein gab den Gastgebern das 1:0 durch Filipescu (18.), der nach einem Schnitzer von Schlussmann Marc Ziegler aus Nahdistanz einschoss. In der 31. Minute konnte Tobias Willi sogar auf 2:0 erhöhen - die Vorarbeit leistete Niculescu, der in der 44. Minute mit einem 20-Meter-Schuss selbst seine Torgefährlichkeit unter Beweis stellte. Nach einer Flanke von Ivica Grlic hätte Klemen Lavric per Kopf um ein Haar sogar das 3:0 erzielt, doch Ziegler bekam den Ball gerade noch aus der Gefahrenzone.

Die Dortmunder, zuletzt 1994/95 an der Wedau siegreich, taten in den ersten 45 Minuten zu wenig, um ernsthaft noch eine Resultats-Verbesserung zu erreichen. Lediglich Mladen Petric (15./22.) sorgte mit zwei Fernschüssen für Gefahr. Weitere Chancen für den BVB, bei dem für den erkrankten Robert Kovac Ex-Nationalspieler Christian Wörns aufgeboten wurde, waren in den ersten 45 Minuten Mangelware.

Nach dem Wiederanpfiff übernahmen allerdings die Westfalen die Initiative in der MSV-Arena. Aufwind erhielten sie durch den etwas glücklichen Anschlusstreffer von Kehl, der den Ball mit akrobatischem Geschick ins gegnerische Tor beförderte (50.). Lange konnte sich der BVB darüber nicht freuen: Neun Minuten später verwandelte Tararache einen Foulelfmeter, den Dede an Grlic verursacht hatte. Doch die Gäste gaben nicht auf und der kurz zuvor eingewechselte Klimowicz brachte die Dortmunder per Kopf auf 2:3 (68.) heran. Und mit dem Abpfiff gelang ihn dann sogar noch der Ausgleich.

dpa

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