Samstag, 5. November 2005 / 18:19 Uhr
Wolfsburg - Aufsteiger 1. FC Köln hat seine Talfahrt in der Fußball-Bundesliga mit einer 1:1 (0:1) beim VfL Wolfsburg gestoppt. Der erste Punktgewinn nach sechs Schlappen in Folge stabilisierte die Position von Trainer Uwe Rapolder ein wenig.
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Dafür zeichnete der eingewechselte Denis Epstein mit seinem Ausgleich nach 88 Minuten verantwortlich. «Ich glaube, das Resultat war gerecht. Meine Mannschaft hat hervorragend gekämpft und nach dem Rückstand Moral bewiesen», sagte Rapolder erleichtert.
Lukas Podolski (l) im Duell mit dem Wolfsburger Maik Franz.
Diego Klimowicz (41.) erzielte vor 20 631 Zuschauern das Tor für die Hausherren, die die Partie nach der Gelb-Roten Karte für Kevin Hofland (77./wiederholtes Foulspiel) dezimiert beenden mussten. «Wir haben uns selbst um den Sieg gebracht, und das nicht zum ersten Mal in dieser Saison», erklärte VfL-Trainer Holger Fach nach dem verschenkten fünften Saisonsieg.
Kölns Coach schickte die Formation aufs Feld, die Bayern München am vergangenen Wochenende trotz der 1:2-Niederlage alles abverlangt hatte. Das Vertrauen zahlte sich zunächst aus. Die «Geißböcke» standen hinten sicher und versuchten, in der Offensive Akzente zu setzen. Das gelang aber nur ansatzweise, auch weil der nominell einzige FC-Stürmer Matthias Scherz das Feld verletzungsbedingt bereits nach 18 Minuten verlassen musste.
Dessen Vertreter übten sich in Enthaltsamkeit. VfL-Torhüter Simon Jentzsch musste in der zerfahrenen ersten Halbzeit lediglich einmal ernsthaft eingreifen, als er einen Freistoß von Albert Streit aus dem rechten oberen Toreck holte (44.).
Zu diesem Zeitpunkt war die mangelnde Durchschlagskraft der Rheinländer durch ebenfalls nicht gerade vor Ideen sprühende Gastgeber aber bereits bestraft worden. Klimowicz versenkte einen Freistoß von Lewan Zkitischwili aus Mittelstürmer-Position per Kopf zu seinem sechsten Saisontor ins Netz von Stefan Wessels. «Das ist ärgerlich. Wir bekommen einfach zu viele Gegentore nach Standards. Daran müssen wir arbeiten», kündigte Kölns Trainer an.
Bis dahin hatten die ersatzgeschwächten «Wölfe» ohne ihren verletzten Regisseur Andres D'Alessandro (Muskelfaserriss) kaum für spielerische Akzente gesorgt und das Kölner Gehäuse lediglich bei Standardsituationen in Gefahr gebracht. Zwei Kopfbälle von Abwehrchef Hofland nach Ecken von Zkitischwili gingen aber vorbei (18./22.).
Auch nach dem Wiederanpfiff ließen die Kölner nur sporadisch erkennen, dass sie den Weg aus der sportlichen Krise finden können. Nach einer guten Stunde gab es erneut das Duell zwischen Streit und Jentzsch: Erneut gewann der VfL-Keeper und parierte den Schuss des Kontrahenten aus Nahdistanz. «Den hätte ich machen müssen», gestand der ehemalige Wolfsburger. Danach bemühten sich die Kölner redlich weiter, aber ohne großen Effekt - bis Epstein kam und traf.
dpa
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Toni Schumacher (in bezug auf das Foul an Battiston): Dann zahl' ich ihm seine Jacketkronen.
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