| Name | Thomas Hitzlsperger |
| Trikotnummer | 15 |
| Verein | VfB Stuttgart |
| Vorherige Vereine | Aston Villa (2000-2005), FC Bayern München (1989-2000) |
| Position | Mittelfeld |
| Geburtsdatum | 05. April 1982 |
| Geburtsort | München |
| Größe | 1,83 m |
| Gewicht | 75 kg |
| Homepage | www.thomas-hitzlsperger.de |
Mittwoch, 28. Mai 2008 / 17:17 Uhr
Thomas Hitzlsperger hat keine Angst vor einer EM-Blamage: «Wir haben eine gute Mannschaft und ich bin sicher, dass wir, wenn alle ihr Potenzial abrufen, auch eine gute Chance haben, im Turnier weit zu kommen. Persönlich habe ich natürlich das Ziel, mehr Einsatzzeiten als bei der WM zu bekommen.» Kurz vor der WM 2006 noch für viele überraschend in den Kader gerückt, ist Thomas Hitzlsperger zwei Jahre später im zentralen Mittelfeld ein wichtiger Baustein im Mannschaftsgefüge der Nationalelf. Zumal der schussstarke 26-Jährige beim VfB Stuttgart von Jahr zu Jahr bessere Leistung zeigt und in der vergangenen Saison, wie so viele seiner EM-Kollegen, nicht um einen Stammplatz kämpfen musste.
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Vergessen sind die Zeiten als «Hämmerle» (die schwäbische Variante seines Kosenamens «The Hammer» aus englischen Zeiten) nach anfänglichen Schwierigkeiten bei den Schwaben in der Kritik stand. Im Meisterschaftsjahr 2007 gehörte Hitzlsperger zu den Leitfiguren des jungen Überraschungs-Teams von Trainer Armin Veh. In der vergangenen Bundesliga-Spielzeit traf Hitzlsperger fünf, im DFB-Pokal zwei Mal. Auf seine Zuverlässigkeit und Torgefährlichkeit vertraut auch Bundestrainer Joachim Löw. Im Nationaltrikot erzielte Hitzlsperger bereits fünf Tore.
Doch seinen Status in der Nationalmannschaft musste sich Hitzlsperger hart erarbeiten. Der Linksfuß feierte unter Löws Vorgänger Jürgen Klinsmann am 9. Oktober 2004 beim 2:0-Sieg gegen Iran in Teheran sein Debüt in der A-Nationalmannschaft. Obwohl Hitzlsperger 2005 den Confederations Cup spielte und in dem Jahr elf Einsätze bekam, zählte er nicht zum gesetzten Kader für die WM. Dort hatte er seinen einzigen Auftritt im Spiel um Platz drei.
Im Gegensatz zu vielen anderen Spielern hat Hitzlsperger seinen «Ausflug» ins Ausland bereits hinter sich. Im Jahr 2000 wechselte der gebürtige Münchner, der beim FC Bayern groß geworden war, im Alter von nur 18 Jahren in die Premier League nach England und lernte sich dort bei Aston Villa durchzusetzen. 2005 kam Hitzlsperger ablösefrei zum VfB Stuttgart zurück nach Deutschland.
Doch nicht nur auf dem Platz ist der gebürtige Münchener selbstbewusst geworden, auch mit seinem Engagement gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus setzt er Zeichen. «Ich stehe ganz deutlich dafür, mich gegen Nazis auszusprechen», sagte er. «Als Fußballer begegnet mir das Thema Ausländerfeindlichkeit immer wieder», schrieb er in einem Online-Auftritt, der viele - überwiegend positive - Reaktionen auslöste. Er habe erlebt, auch in seinen fünf Jahren in England, «wie Mitspieler aufgrund ihrer Hautfarbe beschimpft wurden, und die Aggressivität hat sich unterschieden von den üblichen Beschimpfungen, denen man im Fußballstadion ausgesetzt ist».
(Stand: Mai 2008)
dpa
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