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1. FC Saarbrücken

Als Gründungsmitglied der Bundesliga im Jahr 1963, als das Saarland gerade mal 8 Jahre lang wieder zur Bundesrepublik Deutschland gehörte, machte sich der größte Club aus diesem Bundesland überregional einen Namen. Zuvor hatte er schon als erster Club aus dem späteren Deutschland im Europapokal gespielt. 1955 gewann man sogar mit 4:3 beim AC Mailand, schied dennoch durch eine folgende Heimniederlage aus. Da man als Tabellenletzter nach der ersten Bundesligasaison überhaupt aber direkt abstieg und seitdem in den 1970ern und 1980ern nur noch 4 weitere Jahre Erstligist war, zählt man aber nicht zu den eigentlichen Stammmitgliedern der 1. Bundesliga. Dennoch ist der aktuelle Status als Viertligist für den Selbstanspruch zu wenig. Immerhin war man die meiste Zeit nach dem Krieg Zweit- oder Drittligist.

Gegenwart und Vergangenheit des 1. FC Saarbrücken

Dass es zuletzt aber sogar noch weiter runterging als aktuell, nämlich nur noch in die fünftklassige Oberliga Südwest, war die letzte Phase von 2010 bis 2014 in der 3. Liga eigentlich das, wo man sich stabilisieren wollte. Das gelang nicht, zurzeit spielt man wieder in der viertklassigen Regionalliga Südwest. Mit durchaus gutem Erfolg, immer gelangen einstellige Tabellenplätze, 2015 wurde man sogar Vizemeister. Und dennoch scheint der Club sich mit internen Querelen immer wieder selbst im Wege zu stehen. Doch dazu weiter unten mehr.Zunächst mal der Blick auf berühmte Figuren des Clubs in der etwas glorreicheren Vergangenheit. Insgesamt drei Spieler absolvierten Länderspiele für Deutschland für den 1. FC Saarbrücken:

  • Edmund Conen (14)
  • Wilhelm Sold (6)
  • Heinz Vollmar (5)

Nationalspieler und Bundestrainer beim Club im Südwesten

Auch eine ganze Reihe an später an anderen Orten noch wesentlich erfolgreicherer, durchaus namhafter Spieler schnürte mal ihre Fußballschuhe für den 1. FC Saarbrücken. Hier nur eine Auswahl der bekanntesten:

  • Andreas Brehme
  • Werner Lorant
  • Felix Magath
  • Michael Preetz
  • Wolfram Wuttke
  • Anthony Yeboah

Auch bei den Trainern war einiges an Prominenz beim 1. FC Saarbrücken in der Verantwortung. Die Liste der namhaften Trainer ist tatsächlich ziemlich lang. Allerdings gelangen nur wenigen von ihnen echte Erfolge mit dem Club aus dem Saarland. Hier eine Auswahl:

  • Jupp Derwall
  • Otto Rehhagel
  • Klaus Schlappner
  • Peter Neururer
  • Klaus Toppmöller
  • Horst Ehrmanntraut

Größter Erfolg des Clubs – neben seinem 4:3-Sieg beim AC Mailand in einem Pflichtspiel – war übrigens je nach Sichtweise ein 14. Platz in der Bundesliga-Saison 1976/77 oder viermal Meister in der 2. Bundesliga oder der damals zweitklassigen Regionalliga geworden zu sein.

Starke Rolle in der Regionalliga Südwest

Doch solche einst erfolgreichen Zeiten als Erstligist sind für viele Clubs immer auch ein Fluch. Verblenden sie doch die Sichtweise der Anhänger auf die möglicherweise gar nicht so erfolglose Gegenwart. Vielleicht ist die 4. Liga für den Club tatsächlich eine Nummer zu klein. Mehr als die 3. Liga wird beim 1. FC Saarbrücken aber dauerhaft kaum möglich sein, was nicht zuletzt daran liegt, dass finanzstarke Clubs wie Wolfsburg, Leipzig oder Hoffenheim einige der Plätze in der 1. Bundesliga dauerhaft belegen, die früher in dieser Form noch nicht existierten. Doch wie sieht die Gegenwart beim 1. FC Saarbrücken überhaupt aus? Trainer des bis auf zwei Franzosen ausschließlich aus Deutschen bestehenden Kaders ist der Ex-Kölner Profi Dirk Lottner. Er erreichte zuletzt einen sehr guten 3. Platz in der starken Regionalliga Südwest, verpasste damit aber die Aufstiegsspiele zur 3. Liga.

Einige Neueinkäufe stehen bereits fest

Für die kommende Saison hat man einiges an Neuzugängen zu vermelden. Wie das so ist in den unteren Ligen, kommen alle neun Neuzugänge ablösefrei. Namhafteste Verstärkungen für die Saison 2017/18 sind Martin Dausch vom MSV Duisburg, Tobias Jänicke von Hansa Rostock, beide aus der 3. Liga kommend, und Pierre Fassnacht vom Zweitliga-Absteiger Karlsruher SC.Ob es zum großen Wurf, nämlich der Meisterschaft in der Regionalliga Südwest reichen wird, ist damit aber noch nicht entschieden. Die Konkurrenz in der Regionalliga Südwest ist groß. Und das eigentliche Stadion des 1. FC Saarbrücken, das Ludwigsparkstadion, wird gerade umgebaut.

Ludwigsparkstadion wird umgebaut

Deshalb muss der Club seine Heimspiele noch für eine Weile im Hermann-Neuberger-Stadion austragen. Dieses befindet sich in Völklingen. Zwar sind es gerde mal 10 Kilometer von Saarbrücken bis nach Völklingen. Doch ist es eben nicht die eigentliche Heimat des Clubs, was den Heimvorteil ein wenig zunichtemachen dürfte. Mindestens bis 2018 wird der Umbau des Ludwigsparkstadion zu einem zeitgemäßen, komplett überdachten Stadion noch dauern. Dass dieser Umbau teurer wird als geplant, ist ja bei nahezu allen größeren Projekten so. Doch Konflikte gab es zuletzt auch immer wieder in der Vereinsführung, bzw. in deren Verhältnis zu den durchaus nicht wenigen Fans. Zuletzt machte die Oppositionsgruppe “Unser FC” mobil gegen bestimmte Pläne der Vereinsführung. Zum Beispiel wollte man in Aron Zimmer einen Mann im Vorstand installieren, der für Adidas arbeitet. Dabei ist der gegenwärtige Ausrüster des 1. FC Saarbrücken Nike.

Gegenwart ist nur die 4. Liga

Zimmer wollte Strukturen im Club verändern, nicht zuletzt die Jugendarbeit verbessern. Er beklagte, dass vor einigen Monaten nicht weniger als 22 Spieler aus Saarbrücken beim 1. FC Kaiserslautern in der Jugend spielten. Und ein wenig ist es tatsächlich so, dass man im Schatten der Lauterer nicht die Strahlkraft besitzt, die man sich als ehemaliger Bundesligist wünscht. Doch wie eingangs erwähnt, sind solche einstigen Erfolge immer auch ein klein wenig ein Fluch für einen solchen Verein. Denn tatsächlich ist der 1. FC Saarbrücken zurzeit nichts anderes als ein Regionalligist und das heißt momentan im deutschen Fußball: viertklassig.

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