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Abstiege, Milliardenloch im Etat: Was wird aus dem TSV 1860 München?

Der ehemals stolze TSV 1860 München steht vor einem Scherbenhaufen. Dem Traditionsklub droht nach dem Abstieg aus der 2. Liga der totale Kollaps. Doch wie sieht die Zukunft der Löwen aus? Wir beleuchten die aktuelle Lage, die desaströser kaum sein könnte, und verraten, ob es in dieser düsteren Zeit einen Lichtblick gibt.

Sechziger Offenbarungseid in der Relegation

Nun ist es passiert: Nach 25 Jahren geht es für 1860 München wieder runter in die 3. Liga und 13 Jahre nach dem Bundesliga-Abstieg folgte nun der nächste Absturz, der fast schon einen epischen Ausmaß hat. Allein schon der Auftritt der Mannschaft in den Relegationspielen gegen den SSV Jahn Regensburg war ein Offenbarungseid. Nach dem mehr als glücklichen 1:1 im Hinspiel, verlor der TSV das Rückspiel vor heimischer Kulisse gegen den Drittligisten ohne nennenswerte Gegenwehr mit 0:2 und die ‘Fans’ gingen auf die Barrikaden.

1860 München fehlt Millionenbetrag für Drittligalizenz

Aktuell ist aber noch vollkommen offen, in welcher Liga 1860 München in der kommenden Saison spielen wird. Denn die Blauen müssen für den Erhalt der Drittligalizenz bis Freitag einen hohen einstelligen Millionenbetrag aufbringen. Doch damit nicht genug, denn auf den TSV 1860 kommen noch weitere finanzielle Verpflichtungen zu. Angefangen von der Stadionmiete über den Spielertat bis hin zum Catering. In den Medien ist von rund 20 Millionen Euro die Rede. Woher das Geld kommen soll ist klar: Denn die Münchner Traditionsverein ist längst havariert und hängt am Tropf von Investor Hasan Ismaik. Ob der 39-jährige Geschäftsmann aber erneut als Geldgeber einspringt, ist derzeit ungewiss.

Auch DFB-Vize-Präsident Rainer Koch betonte gegenüber „Sky Sport News HD“, dass für die Löwen die Lizenz für die 3. Liga „nicht zu erlangen ist, ohne dass es zu weiteren Zahlungen von Herrn Ismaik kommt.“ Dreht der Jordanier den Geldhahn zu, droht den Sechzigern die Insolvenz und damit der Absturz in die Regionalliga Bayern oder tiefer!

Ismaik poltert gegen Vereinsvertreter

Der sportliche Abstieg läutete zudem eine Rücktrittswelle auf der Führungsebene aus. Nach der Pleite gegen Jahn Regensburg am Dienstag legte erst Präsident Peter Cassalette sein Amt nieder, Stunden zuvor schmiss bereits Geschäftsführer Ian Ayre das Handtuch und blieb dem Alles-oder-Nichts-Spiel in der Allianz-Arena fern. Die Zeit des 54-jährigen Engländers, der als „Hoffnungsträger“ vom FC Liverpool nach München geholt wurde und in die Fußstapfen von Thomas Eichin trat, währte nicht einmal zwei Monate.

Via Facebook hatte Ismaik gegen verschiedene Vereinsvertreter gewettert und diese in seinem Post zerlegt: „Dieser Verein ist momentan geprägt von skrupellosen Machtkämpfen und internen Querelen, die es nun zu beseitigen gilt. Nur dann hat der TSV 1860 wieder eine Zukunft.“

Auch Trainer Vitor Pereira, der mit dem FC Porto (2012, 2013) und Olympiakos Piräus (2015) Meister wurde, wird wohl wie der gesamte Trainerstab seinen Platz räumen. Auch das Wirken des 48-Jährigen, der bei seiner Vorstellung den Aufstieg versprach, war eine große Enttäuschung, schaffte es Pereira doch nicht, in den 20 Spielen als Löwen-Trainer aus der Ansammlung überbezahlter Individualisten und teurer Neuzugänge eine Einheit zu formen, geschweige denn die Spieler zu verbessern.

Was wird aus der Mannschaft?

Was wird überhaupt aus der Mannschaft? Die Giesinger unterhielten einen exorbitant kostspieligen Kader, der sich größtenteils in alle Richtungen verstreuen wird. Abgesehen von den sechs Spielern Mauersberger, Pongracic, Weber, Jakob Engl und Karger hat keiner mehr einen Vertrag und so kann der Rest ablösefrei abwandern. Wie die Kaderzusammenstellung der Profis zur neuen Saison aussieht, ist vollkommen unklar.

Auch Nachwuchsbereich betroffen: 1860 München vor Fünffach-Abstieg

Ohnehin steht die Zukunft von 1860 München in den Sternen. Zumal dem Klub ein fünffacher Abstieg ins Haus stehen könnte. Denn mit dem Abstieg der Profis, ist zugleich der Zwangsabstieg der U21 der Sechziger aus der Regionalliga Bayern besiegelt. Die Jung-Löwen wurden zwar Vizemeister, kicken aber künftig in der Bayernliga Süd. So wollen es die DFL-Statuten, wonach zwischen der ersten und zweiten Mannschaft eines Vereins mindestens eine Liga als „Puffer“ sein muss. Bedeutet natürlich auch, das alle vielversprechenden Talente der von Daniel Bierofka betreuten U21 das Weite suchen werden. Das ist umso bitterer, weil gerade der Nachwuchsbereich in den vergangenen zehn Jahren immer eine Art Lichtblick für den Klub war. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die U21 komplett abgemeldet wird bzw. werden muss.

Aber damit nicht genug. Denn auch die U19 und U17 des TSV 1860 ist aus der Junioren-Bundesligen abgestiegen und da die U17 und U16 vor dem gleichen Problem stehen wie die Profis und U21, muss auch die U16 künftig eine Klasse tiefer antreten. Macht in der Summe gleich fünf Abstiege eines Klubs innerhalb vier Wochen – der absolute Super-GAU:

Stadionfrage: Bleibt 1860 München weiter in der Allianz-Arena?

Nach aktuellem Stand sieht es danach aus, dass die Löwen in der Allianz-Arena bleiben, zumal der geschlossene Mietvertrag mit der Arena noch eine Laufzeit bis 2025 hat. Zwar träumt jeder Löwen-Fan von der Rückkehr ins Stadion an der Grünwalder Straße, was eine Kapazität von 12.500 Zuschauern hat und drittliga-tauglich ist, aber dennoch ist ein Stadionumzug äußerst unwahrscheinlich. Denn was passiert bei einem möglichen Wiederaufstieg in die 2. Liga? In diesem Fall stünde 1860 München ohne geeignete Spielstätte da, wenn man den Vertrag mit Arena nicht hätte.

Aber fest steht auch: Sollten die Sechziger keine Lizenz für die 3. Liga erhalten und es kommt zum Absturz in die Regionalliga oder noch tiefer, dann werden die Löwen die Allianz-Arena auf jeden verlassen.

Gibt es einen Hoffnungsschimmer für die Löwen?

Nachdem schwärzeste Kapitel der Vereinsgeschichte fällt es momentan schwer, einen Hoffnungsschimmer für die Löwen-Zukunft auszumachen. Nicht wenige die es mit den Blauen halten, würden sich einen kompletten Neustart des Klubs in der Landes- oder Bayernliga wünschen. Sollte Ismaik, der in den bisherigen sechs Jahren weder ein Konzept noch eine Idee beisteuerte, sondern einzig für viel Stress und Streit sorgte, die Lust am TSV 1860 verlieren, kann es dazu kommen. So ließe sich grundlegend ausmisten und der Neustart an der Grünwalder Straße, mit einem Team aus Spielern der Region und der eigenen Jugend könnte beginnen.

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