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Befürchtet die Polizei Ausschreitungen bei den Aufstiegsspielen zur 3. Liga?

Wo Traditionsvereine walten, sind oft auch die Anhänger eher altertümlichen Auftretens neben dem Platz nicht allzu weit. Aktuell stehen die drei Auftiegsduelle zur 3. Liga an. Sechs Teams wurde jeweils ein Gegner zugelost, gegen den es sich in Hin- und Rückspiel durchzusetzen gilt. Das verspricht einerseits viel Spannung, dramatische Spiele und am Ende Riesenjubel auf der einen und Tränen auf der anderen Seite. Die konkreten Duelle von Sonntag bis Donnerstag lauten:

  • Waldhof Mannheim – SV Meppen
  • Viktoria Köln – Carl Zeiss Jena
  • SpVgg Unterhaching – SV Elversberg

Während man bei den beiden Clubs aus Unterhaching und Elversberg kaum von Fans ausgehen kann, die über normale emotionale Beteiligung an den Partien auffällig werden würden, sieht das zumindest beim SV Waldhof Mannheim und auch bei Carl Zeiss Jena doch anders aus, wie nicht nur die Kenner wissen. Denn hier kommt das andererseits: Gerade weil es um so viel geht in diesen nur zwei Spielen, droht einigen Hitzköpfen die Sicherung durchzubrennen. Zwar kann das rund um den Fußball immer mal passieren, doch die Frage ist, wie sich das bei den jeweiligen Zuschauern dann äußert. Und hier haben nicht nur besonders vorsichtige Menschen bedenken, wenn die Mannheimer in der Woche nach Meppen reisen und wenn die Jenenser in Köln erwartet werden.

Dramatik und große Enttäuschungen in KO-Spielen nicht zu vermeiden

Hinzu kommt noch, dass es für die ja in den überwiegenden Fällen lange Zeit nur in ihrer lokalen Regionalliga tätig gewesenen Clubs und deren Fans die erste Möglichkeit zu einer längeren Auswärtsreise seit langer Zeit ist. Das wirkt dann auf viele aus nachvollziehbaren, aber auch weniger nachvollziehbaren Gründen besonders attraktiv. Und die sportliche Relevanz solcher Begegnungen im KO-Modus ist nun mal nicht wegzudiskutieren.

In jedem Fall ist die Polizei in den beiden relevanten Städten gewarnt. In Meppen ging die Alarmbereitschaft sogar so weit, dass man einen offenen Brief, genannt “Fanbrief”, auf der Webseite des SV Meppen veröffentlichen ließ. Grundsätzlich kein völlig ungewöhnlicher Vorgang, so etwas gab es auch zuletzt bei anderen Gelegenheiten immer mal wieder. Allerdings eben auch nur “mal”, es ist keinesfalls die Regel. Was natürlich verdeutlicht, dass die Polizei in Meppen ernsthafte Bedenken hat, dass es beim Rückspiel in Meppen durch die Zusammenstöße von Meppener und Mannheimer Fans im Umfeld des Stadions zu Problemen kommen könnte. Ebenso gilt das natürlich bei einem möglichen Platzsturm – denn eine von beiden Mannschaften wird nach den 90 Minuten (oder 120 Minuten plus Nachspielzeit) in Meppen definitiv aufgestiegen sein. Mit dem entsprechenden Frust auf Seiten des Gegners.

Fanbrief der Polizei in Meppen zeigt Achtsamkeit der Polizei

In dem Fanbrief der Polizei in Meppen werden zwar größtenteils nur recht allgemein gehaltene Hinweise gegeben und Äußerungen getätigt. Diese beziehen sich vornehmlich auf die Anfahrtsmöglichkeiten mit PKW oder Bus und Bahn. Soweit völlig klar. Ebenso, dass man ankündigt, Sicherheitskontrollen vor dem Einlass durchzuführen. Rucksäcke oder Taschen dürfen nicht mit ins Stadion genommen werden. Weiterhin ist auch der Hinweis, dass Fans in erkennbaren Utensilien des SV Waldhof Mannheim auch dann keinen Einlass in die Heimbereiche erhalten werden, wenn sie im Besitz einer gültigen Eintrittskarte sind, ein üblicher Vorgang bei solch zu erwarten hitzigen Spielen.

Doch die Einleitung direkt nach der Anrede durch die Polizei lässt keine Missverständnisse aufkommen, dass die Polizei einerseits nicht mit sich spaßen lassen wird. Und ebenso, dass sie weiß, was da aus Mannheim in Teilen zu erwarten ist:

“Gegenüber gewaltbereiten und gewalttätigen Personen gehen wir jedoch entschlossen und konsequent vor!”

Davor heißt es bereits, dass man klar unterscheiden werde zwischen Fans, die mit Emotionen und Leidenschaft am Spiel beteiligt sind und jenen, bei denen “bei denen Hass, Gewalt oder Fremdenfeindlichkeit im Vordergrund stehen.”

Mannheimer von bestimmten Karten ausgeschlossen

Dass es gewaltbereite Fans nicht allein auf Mannheimer Seite geben muss, weiß man bei der Polizei in Meppen natürlich ebenso. Unausweichlich ist aber, dass diese Fans im Rückspiel der Aufstiegsspiele aufeinander treffen werden. Gleichwohl ist es wohl eher als positives Zeichen zu beurteilen, dass die Polizei in Meppen die Brisanz dieses Rückspiels mit der besonderen aus Mannheim anreisenden Fanszene nicht unterschätzt. Mit diesem offenen Brief, der allerdings sicher nicht alle relevanten Köpfe in Mannheim erreicht, macht sie in jedem Fall schon Tage vor Anstoß klar, dass sie präsent und handlungswillig sein wird.

Doch der SV Meppen hat mit einer konkreten Handlungsweise selbst Öl ins Feuer gegossen. PRO Waldhof heißt ein Zusammenschluss Waldhöfer Fans. Dieser beschwerte sich vor dem Spiel in Meppen ebenfalls öffentlich, dass der SV Meppen keine Sitzplatzkarten an die Waldhöfer Fans verkaufe. Dabei ließ die Antwort des SV Meppen nicht lange auf sich warten. Es sei keineswegs, wie von PRO Waldhof vorgeworfen, eine Diskriminierung der Waldhöfer Fans, dass diese keine Sitzplatzkarten erwerben könnten.

Auseinandersetzung mit Waldhöfer Fanverband

Vielmehr exisitieren im Sitzplatzbereich keine baulichen Trennungen, die einen eigenen Bereich für Gästefans ermöglichte. Deshalb dürfen keine Sitzplatzkarten an Mannheimer verkauft werden. Das aber wiederum hatte nicht der Club entschieden, sondern die Polizei Meppen – und zwar bereits am 8. Mai 2017. Ganz überraschend dürfte diese Vorgabe die Mannheimer also nicht getroffen haben.

Der Club zeigte sich außerdem ziemlich überrascht von dem harschen Tonfall, in dem diese Angelegenheit diskutiert werde. Zudem sei diese Maßnahme in enger Absprache mit dem SV Waldhof Mannheim selbst erfolgt. Der hatte offenbar versäumt, den Zwang in dieser Sache durch die Polizei ausreichend zu kommunizieren. Andererseits sind Publikationen von Fanverbänden ohnehin meist nicht gerade von Diplomatie geprägt. Doch für noch weitere, neben der sportlichen zusätzliche Brisanz ist zumindest auf Seiten der Mannheimer Fans nun also gesorgt. Sicher nicht gerade das, was die Polizei mit ihrer Anordnung bezwecken wollte.

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