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Bernd Leno der große Verlierer aus deutscher Sicht beim Zittersieg gegen Australien?

Der Auftakt für die deutsche Mannschaft hätte sicherlich besser laufen können. Klar, ein 3:2 Sieg ist auch ein Sieg – aber ein glanzvoller Sieg war es nicht. Dafür sorgten einmal mehr die Schwächen in der Defensive – allen voran die Patzer von Torwart Bernd Leno, dem Joachim Löw diesmal vor Marc-André ter Stegen den Vorzug gab. Beim ersten Gegentreffer sah er nicht sonderlich glücklich aus, der zweite war dann ganz klar seine Schuld. Gegen einen völlig überforderten Asienmeister hätte das Resultat am Ende natürlich wesentlich deutlicher aussehen müssen – doch die jungen Stürmer verpassten vor allem in der ersten Halbzeit eine gute Chance nach der anderen. Doch alles der Reihe nach:

Die Startelf in Sotschi

Die deutsche Mannschaft startete wie folgt:

  • Tor: Bernd Leno
  • Abwehr: Antonio Rüdiger, Shkodran Mustafi, Joshua Kimmich
  • Mittelfeld: Jonas Hector, Sebastian Rudy, Leon Goretzka, Julian Brandt
  • Sturm: Lars Stindl, Julian Draxler, Sandro Wagner

Die Tore für die B-Elf von Bundestrainer Joachim Löw erzielten Lars Stindl (5. Minute), Julian Draxler (44. per Elfmeter) und Leon Goretzka (48.). Für den zwischenzeitlichen Ausgleich sorgte Tom Rogic in der 41. Minute und Tomi Juric traf dann in der 58. Minute zum 3:2 Endstand. Damit geht dieses Spiel zumindest aus einem Grund in die Turniergeschichte ein: Es war das bisher torreichste Spiel in diesem Wettbewerb. Das Angriffsspiel der Deutschen war von Beginn an sehr geschmeidig, der letzte Kick fehlte jedoch und in der Defensive kam es immer wieder zu Abstimmungsschwierigkeiten. Der Gegner wurde damit von den eigentlich überlegenen Deutschen lange Zeit im Spiel gehalten. „In der ersten Halbzeit hätten wir mehr Tore machen müssen, in der zweiten Halbzeit waren wir nicht mehr so überlegen. Wir haben da sehr den Faden verloren”, sagte Kapitän Draxler im ZDF. Löw zeigt, zumindest vor der Kamera, Nachsicht mit seinen Spielern: „Es war eine sehr, sehr gute erste Halbzeit. Viele Spieler haben ihr erstes Spiel bei einem solchen Turnier gemacht – dafür bin ich sehr zufrieden.“

Foto: CosminIftode / Shutterstock.com

Lenos erster Patzer

Sechs neue Spieler brachte Löw in Sotschi vor 23.000 Zuschauern zum Einsatz. Die neu aufgestellte Mannschaft legte von Anfang an ein gutes Tempo vor. Und schon in der fünften Minute klingelte es dann auch im Kasten der Australier: Der Gladbacher Lars Stindl erzielte seinen ersten Länderspieltreffer. Julian Brandt konnte den Ball von der rechten Seite in den Rücken der Abwehr zurück in die Mitte spielen, wo Stindl das Spielgerät dann flach ins rechte Eck drückte. Danach ging die Partie in die Kontrolle des amtierenden Weltmeisters über. Jedoch ließ die Chancenauswertung sehr zu wünschen übrig. In die Pause gingen die Jungs mit einer Bilanz von 12:4 Torschüssen. Die deutsche Abwehr leistete sich in der 37. Minute ihre erste richtig schlechte Phase, so dass Trent Sainsbury plötzlich frei vor Leno auftauchen konnte, nachdem Aaron Mooy einen Freistoß in seine Richtung trat. Doch er köpfte daneben. Nur vier Minuten später gelang den Australiern dann aber doch der Ausgleich, Rom Rogic knallte das Leder aus 16 Metern unter Leno durch ins Tor. Hier gab es auch den ersten Kritikpunkt am deutschen Keeper, denn der Schuss war alles andere als unhaltbar.

Und der zweite Patzer

Zum Glück für die deutsche Mannschaft konnte Julian Draxler die Verhältnisse relativ zügig wieder geraderücken: Mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 44. Minute, der die Mannschaft wieder mit 2:1 in Führung brachte. Nach dem Seitenwechsel ging es dann wieder sehr schnell, diesmal noch schneller als in Halbzeit eins: Nur drei Minuten nach dem Wiederanpfiff konnte Goretzka nach einer großartigen Vorlage von Joshua Kimmich den Ball im australischen Tor unterbringen. Es war die Zusammenarbeit der beiden besten deutschen Spieler an diesem Abend. Für Goretzka war es gleichzeitig sein erstes Tor in der A-Nationalmannschaft. Doch dann passierte es eben doch noch einmal. Der zweite Patzer von Bernd Leno brachte den Gegner vermeintlich wieder ins Spiel zurück. Leno ließ einen Schuss von Rogic nach vorne abprallen, danach war es für Juric ein leichtes, den Treffer zum 3:2 zu erzielen.

Rückblick: Löw hält sich mit Kritik zurück

Timo Werner, der in der 57. Minute für Sandro Wagner eingewechselt wurde, konnte noch einmal einen Pfostenschuss erzielen, doch bis auf diese eine Aktion blieb der Rest des Spiels ereignislos. Die mutigen Australier kamen nicht mehr vor das Tor von Leno. Joachim Löw nahm die Patzer des Leverkuseners nicht so mit: „Das passiert mal, jeder Torhüter macht mal einen Fehler. Deswegen sollte man ihm jetzt nicht den Kopf abreißen. Trotz allem ist er ein sehr guter Torwart. Er hat gut mitgespielt. Im Training macht er auch einen sehr guten Eindruck. Er hat vielleicht mal einen Fehler gemacht, aber das ist für mich kein Problem.“ Für Leno könnte dieser Abend dennoch fatale Folgen haben, schließlich ist die Konkurrenz um den Platz hinter Manuel Neuer sehr stark. Kevin Trapp und Marc-André ter Stegen warten quasi nur auf die Fehler der anderen. Ob Leno jetzt noch einmal eine Chance bekommen wird, sich in Russland zu beweisen, ist nach der Partie gegen Australien sicherlich mehr als fraglich. „Es gab nur die Absprache, dass ich das erste Spiel mache. Wer dann das zweite oder dritte Spiel macht oder auch im hoffentlich vierten und fünften Spiel im Tor steht, wurde noch nicht gesagt“, so Leno. „Es ist mal so, dass man ein schlechteres Spiel macht. Das war vielleicht so, aber ich habe in den restlichen Spielen meine Leistung gebracht. Ich werde mich weiter anbieten“, versprach er.

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