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Chemnitzer FC: Paradebeispiel eines Ostclubs

Wie ganz viele Clubs im Fußball im Osten wurde auch der Chemnitzer FC auf Geheiß von oben im Jahr 1966 aus der Taufe gehoben, damals allerdings als FC Karl-Marx-Stadt, wie Chemnitz bis zum Ende der damaligen DDR hieß. Berühmtester Spieler im hellblauen Trikot des Clubs war wohl Michael Ballack, der später zum Deutschen Meister, englischen Meister und Vizeweltmeister aufstieg. Doch auch die Liste der übrigen bekannten Spieler ist lang, eine Auswahl bringt gleich eine ganze Reihe an bekannten Spielern des deutschen Fußballs hervor:

    • Rico Steinmann
    • Michael Glowatzky
    • Dieter Erler
    • Frank Uhlig

Allerdings fehlen neben Michael Ballack dann doch die ganz großen Namen, denn ganz oben im Fußball dabei war der Chemnitzer FC eigentlich nie, auch zu DDR-Zeiten nicht, mit der einen Ausnahem des Meistertitels im Jahr 1967. 1990 war man dann noch einmal Vizemeister geworden, das ware es aber auch an Erfolgen in der Liga. Den Pokal der DDR konnte man nie gewinnen, obwohl man drei Mal im Finale stand. Alle drei Finals 1969, 1983 und 1989 wurden aber verloren.

Ballack selbst, der von 1988 bis 1995 in der Jugend des FC Karl-Marx-Stadt gespielt hatte, blieb dann im Seniorenbereich auch nur zwei Saisons bis 1997, da er so gut war, dass er zum Erstligisten 1. FC Kaiserslautern wechselte, wo er 1998 auch erstmals Deutscher Meister wurde. In seinen 49 Ligaspielen für den FC Karl-Marx-Stadt erzielte er 10 Tore.

Namhafter wird es erst wieder, wenn man auf die Liste der bisherigen Trainer des Chemnitzer FC blickt. Hier taucht ein Name auf, der im Ostfußball nie fehlen darf. Der vermeintliche Rosenzüchter Hans Meyer war von 1988 bis 1995 Cheftrainer in Karl-Marx-Stadt, hat so aber Michael Ballack knapp verpasst. Ansonsten noch bekannt: Gerd Schädlich, der von 2008 bis 2013 ebenfalls lange Jahre Trainer bei den Hellblauen war.

Foto: Shutterstock.com/Stockfoto-ID: 508588828

Drei Mal am Europapokal teilgenommen

Aktuell hat der Club 1.962 Mitglieder, wobei Chemnitz selbst mit 250.000 Einwohnern eine der größten Städte der ehemaligen DDR ist. Insofern ist die Mitgliederzahl doch eher klein zu nennen. Momentan spielt man in der 3. Liga, ist also im Profifußball tätig. Als zur Zeit 6. der Tabelle will man gerne noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitreden. Zuletzt war man 2011 aus der Regionalliga in die 3. Liga aufgestiegen.

In seinen Hochzeiten um die Wende herum spielte der Club sogar häufiger im Euroapokal, 1968 als Meister im Europapokal der Landesmeister scheiterte man in der 1. Runde mit insgesamt 2:5 am belgischen Meister RSC Anderlecht. 1990 und 1991 spielte man im UEFA-Pokal mit. Beim ersten Mal erreichte man über Boavista Porto und den FC Sion das Achtelfinale, in dem man gegen Juventus aus Turin ausschied. Beim zweiten Versuch 1991 war schon in der ersten Runde Schluss. Mit insgesamt 0:4 Toren unterlag man gegen den Vertreter aus dem Westen, Borussia Dortmund.

Wieder erstklassig zu spielen wäre natürlich ein reizvolles Ziel, die Infrastruktur gäbe das auch her. Das einstige Stadion an der Gellertstraße fasst als community4you-ARENA zwar nur 15.000 Zuschauer, läge somit an der untersten Grenze des Erlaubten in der 1. Bundesliga. Allerdings ist das Stadion in einem guten Zustand, könnte auch noch erweitert werden. Es befindet sich an jenem Ort, an dem 1933 das Stadion an der Planitzstraße errichtet wurde, von 1950 bis 1990 hieß es dann Dr.-Kurt-Fischer-Stadion. Ab 2011 wurde das Stadion dann zu seiner heutigen Form umgebaut. Bei seiner Eröffnung im Rahmen eines Tags der offenen Tür kamen über 50.000 Schaulustige, um das neue Stadion unter die Lupe zu nehmen.

Selbst Hans Meyer war mal Trainer bei den Himmelblauen

Aktueller Trainer des Clubs ist Sven Köhler, der Präsident heißt Mathias Hänel. Zu DDR-Zeiten hatten Werner Thomßen, Karl-Heinz Müller oder Hans Groschwald dieses Amt bekleidet. Seit der Wende gab es dann recht viele unterschiedliche Präsidenten, zum Beispiel zwei Mal Lutz Waszik, erneut Werner Thomßen oder Claus-Peter Nofri, ehe nun schon ununterbrochen seit 2006 Mathias Hänel der Präsident des Chemnitzer FC ist.

Trikotsponsoren gab es logischerweise erst seit 1990, häufig waren das sogar durchaus namhaftere Unternehmen, die ihren Schriftzug auf der Brust der Spieler sehen wollten. Zum Beispiel eniva, taxofit oder Agip. Aktueller Trikotsponsor sind die Ahorn Hotels, die sich mit ihrem Namen auf dem Trikot der “Himmelblauen” befinden.

Vizemeisterschaft 1990 und Zweitligazeiten des Chemnitzer FC

Viel Pech hatte man übrigens im Jahr 1990, als man Vizemeister der DDR wurde, aber nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses Dynamo Dresden den Vortritt als Meister lassen musste. Die Endtabelle sah damals so aus:

Platz Club Torverh. Tore Punkte
1. Dynamo Dresden +21 47:26 36:16
2. FC Karl-Marx-Stadt +15 35:20 36:16

Im Anschluss qualifizierte man sich als 5. der Tabelle der letzten Oberligasaison der DDR für die 2. Bundesliga. Dort stieg man nach anfänglich guten Erfolgen 1996 in die Drittklassigkeit ab. 2006 stieg man dann sogar in die Oberliga ab, aus der man sich aber rasch wieder befreien konnte. 2011 dann der Aufstieg in die 3. Liga, die immerhin auch Profifußball darstellt. Dort war man zuletzt aber in Abstiegsgefahr geraten, stand nur auf Rang 17. Der Club handelte und entließ Trainer Karsten Heine, der immerhin schon seit 2013 Trainer beim Chemnitzer FC gewesen war. Sein Nachfolger wurde Sven Köhler, der den Club noch hoch bis auf den 6. Rang hieven konnte.

Fink ist bester Torschütze des CFC, Tom Scheffel Urgestein im Kader

Dort, auf dem 6. Rang, befindet man sich auch jetzt. Und würde den bislang 7 Jahren Zweitligazugehörigkeit gerne weitere hinzufügen. Der aktuelle Kader besteht außer den beiden Fußballdeutschen Emmaneul Mbende und Stefano Cincotta ausschließlich aus Deutschen. Urgestein im Kader ist Tom Scheffel, der schon seit 2005 für den Chemnitzer FC spielt. Bester Torschütze in Diensten der Chemnitzer ist in dieser Saison Anton Fink, der mit 11 Toren auch die komplette Torjägerliste der 3. Liga anführt. Knapp jeder dritte Treffer für die Chemnitzer geht somit auf die Kappe von Fink, der seit 2011 im Club ist.

Zudem verfügt der Club über eine Frauenmannschaft, die schon 1988 den Pokal der DDR gewann, zuletzt spielte sie in der Regionalliga Nordost. 2011 gewann sie dazu die deutsche Meisterschaft im Beachsoccer. Somit haben die Frauen des Chemnitzer FC mehr Titel geholt als die Männer, wenn auch diese immerhin einmal Landesmeister der DDR waren.

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