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Confed Cup 2017: Die großen Verlierer

Als Verlierer des Confed Cups können eigentlich alle Mannschaften angesehen werden, die den Titel nicht gewinnen konnten – also alle außer Deutschland. Doch ganz so einfach ist das natürlich nicht – schließlich heißt ein Ausscheiden nicht zwingend, dass dadurch die gesamte Mannschaft verloren hat. Nehmen wir als Beispiel die Nationalmannschaft des Weltmeisters Deutschland. Klar, es wäre ärgerlich gewesen, im Finale zu verlieren – doch durch die Tatsache, dass Joachim Löw eine junge und unerfahrene Mannschaft an den Start gebracht hat, hätte sich der Verlust sicherlich in Grenzen gehalten. Doch was ist mit Portugal? Der Europameister hat vor allem im Halbfinale gegen Chile enttäuscht. Eine Niederlage? Und was ist mit den Russen? Als Gastgeber wollten sie zumindest die Vorrunde überstehen und im eigenen Land für die Weltmeisterschaft 2018 werben. Doch der Schuss ging nach hinten los, die Zuschauerzahlen waren enttäuschend und die Mannschaft schied sang- und klanglos aus dem Turnier aus. Auch Chile hat die vielleicht letzte Chance verpasst, mit der goldenen Generation einen Titel zu holen. Kann die Mannschaft im kommenden Jahr noch einmal an die Leistungen beim Confed-Cup anknüpfen?

Der große Verlierer: Portugal – oder doch nicht?

Die portugiesische Mannschaft trat mit dem Titel Europameister beim Confed-Cup an – sicherlich ein bedeutender Titel, der vor allem sportlich viel Qualität bedeuten müsste. Und natürlich waren die Stars mit dabei:

und andere standen bei den Iberern im Kader. Gereicht hat das allerdings nicht. Bereits in der Gruppenphase gelang der Auftakt nicht: Gegen Mexiko reichte es nur zu einem 2:2. Gegen schwache Russen gab es dann einen 1:0 Erfolg und Neuseeland wurde pflichtgemäß und 4:0 bezwungen. Doch dann kam das Spiel gegen die hoch motivierten Chilenen: Die Portugiesen wirkten müde, schlapp und unkreativ. Die Südamerikaner wussten die Schwächen des Europameisters jedoch nicht zu nutzen und so blieb die Partie auch nach 120 Minuten torlos. Die Europäer versauten sich dann alles und die drei Elfmeterschützen Ricardo Quaresma, Joao Moutinho und Nani schossen allesamt schwach – womit sie dem chilenischen Torwart Claudio Bravo auch zum Goldenen Handschuh verhalfen. Im Spiel um Platz drei und ohne Superstar Cristiano Ronaldo, der seine neu geborenen Kinder begutachten wollte, erkämpfte sich das Team dann ein 2:1 – ein emotionales und verbissenes Spiel. Fragt man die Spieler, so war das Turnier jedoch alles andere als eine Niederlage. Denn die Mannschaft entwickelt sich prima, wie Moutinho, der in Russland sein 100. Länderspiel bestritt, gegenüber Fifa.com bestätigt: „Ich und die anderen älteren Spieler versuchen, den jungen Spielern bei der Eingewöhnung und der Integration ins Team bestmöglich zu helfen. So läuft es, solange ich denken kann. Als ich selbst als junger Akteur in die Mannschaft kam, haben die älteren Spieler das Gleiche für mich getan.“ Und eben das hat hervorragend funktioniert, wie Cedric meint: „Die jungen Spieler haben hier sehr viel gelernt und sich gut integriert“, meinte der 25-jährige, „Die jüngsten Spieler haben die Aufgabe, von den älteren Spielern zu lernen. Weil dies gut gelungen ist, haben wir uns als Team weiterentwickelt. Mit jedem Spiel wurde der Zusammenhalt enger.“ Auf die Frage nach der Zukunft meinte Moutinho: „Die Zukunft des portugiesischen Fussballs haben wir bereits gesehen. Ein konkurrenzfähiges Team, dessen Spieler auf dem Feld alles geben, um das gemeinsame Ziel zu erreichen.“

Russland, der große Verlierer: Auf jeden Fall

Eine unterirdische sportliche Leistung, viel zu wenig Zuschauer und im Hintergrund schwelt ein großer Doping Skandal: Die Generalprobe für die Weltmeisterschaft im eigenen Land ist sicherlich für die Fifa und für den DFB gut gelaufen – Russland aber ist der große Verlierer des Confed Cups. Nach dem so enttäuschenden Abschneiden bei der Europameisterschaft wollte die Mannschaft sich zuhause präsentieren – neu formiert und in Top-Form. Doch das hat nicht so richtig funktioniert. Gegen Neuseeland gab es noch einen 2:0 Erfolg im Auftaktspiel der Gruppenphase, doch gegen Portugal setzte es eine 0:1 Niederlage und gegen Mexiko konnte die Mannschaft die Führung nicht bis zum Ende verteidigen, verlor sogar noch einen Spieler durch einen Platzverweis. Am Ende verlor Russland gegen den Gold-Cup Gewinner mit 1:2 und musste sich vom Turnier verabschieden. Eine andere Pleite für Russland sind die Zuschauerzahlen. Klar, der Confed Cup kann nicht so viele Leute ziehen, wie eine WM – vor allem keine ausländischen Fans. Doch auch die Fußballbegeisterung im Land hält sich sehr in Grenzen. Das hat Gründe: Der Sport ist Russland lange nicht so populär, wie zum Beispiel Eishockey. Und so blieben die Fan-Festivals nur spärlich besucht. Noch nicht einmal zum Eröffnungsspiel zwischen Russland und Neuseeland war das Stadion ausverkauft, und auch den Weltmeister wollten nicht viele in seinem ersten Spiel sehen. Und jetzt kommt auch noch Doping dazu: Es sieht ganz danach aus, als habe es auch im Fußball organisiertes Doping in Russland gegeben. Sollten sich die Verdachtsmomente erhärten, wäre das natürlich äußerst schlecht für die WM und den russischen Sport.

Chile: Älteste Mannschaft des Turniers – wo bleiben die Nachwuchskräfte

Chile hat ein riesiges Problem und der Confed Cup zeigte dies offenkundig: Der chilenische Fußball ist einfach zu alt. Die Spieler, die am Sonntag im Finale gegen das „Perspektivteam“ des DFB in der Startelf standen, waren fast alle über 30 Jahre alt. Und es ist einfach nichts in Sicht: Das U20 Team der Chilenen hat bei der Ü20-Südamerikameisterschaft in der Gruppenphase nicht ein Spiel gewinnen und schied nach zwei Niederlagen und zwei Unentschieden aus dem Turnier aus. Somit gehört auch Chile zu dem großen Verlieren dieses Confed Cups. Die meisten chilenischen Nationalspieler werden in Russland 2018 die letzte Chance auf einen WM-Titel bekommen – und damit für Chile die letzte große Gelegenheit für die kommenden Jahre. So sieht die Altersstruktur derzeit aus:

  • Alexis Sanchez (28 Jahre)
  • Arturo Vidal (30 Jahre)
  • Gary Medel (29 Jahre)
  • Charles Aránguiz (28 Jahre)
  • Claudio Bravo (34 Jahre)
  • Pablo Hernández (30 Jahre)

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