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Darmstadt 98

Der Sportverein Darmstadt 98 ist auch unter dem Spitznamen “Die Lilien” bekannt. Neben dem Fußball beheimatet der Verein weitere beliebte Sportarten wie Leichtathletik, Basketball, Judo oder Tischtennis. Der Fußballverein wurde im Jahre 1898 gegründet und blickt somit auf eine lange und erlebnisreiche Tradition zurück. Die Heimspiele des Fußballvereins werden im Jonathan-Heimes-Stadion am Böllenfalltor ausgetragen.

Gründung des Fußballvereins Darmstadt 98

Darmstadt 98 ist einer der ältesten der ältesten deutschen Fußballvereine. Bereits zum Ende des 19. Jahrhunderts war die Sportart bei Jungen und jungen Männern außerordentlich beliebt. Im Gründungsjahr spielten die fünf Söhne eines Professor Ensgraber aus Darmstadt mit viel Leidenschaft Fußball auf dem Schlossgartenplatz. An den Spielen nahmen Mitschüler und Kommilitonen der Söhne teil. Aus diesen sportlichen Aktivitäten heraus wurde ein Fußballclub mit dem Namen Olympia Darmstadt gegründet. Drei Jahre nach der Gründung erfolgte ein Verbot, was mit der englischen Herkunft des Fußballs zusammenhing. Nachdem das Verbot im Jahre 1903 wieder aufgehoben wurde, sodass der Verein bald erste Erfolge in der Kreisliga feiern durfte.

Das erste Spiel gegen eine internationale Mannschaft fand im Jahre 1910 statt. Die Darmstädter gewannen gegen den amtierenden Pariser Meister und feierten diesen Sieg als großen Erfolg. Während der Jahre des Ersten Weltkrieges liegt der Spielbetrieb unter schwierigen Bedingungen und Einschränkungen weiter. Viele Spieler mussten Kriegsdienste leisten, sodass nur ein eingeschränktes Kader für die Spiele zur Verfügung stand. Der Vereinsvorstand reagierte darauf wie viele andere Vereine mit Zusammenschlüssen von Spielern verschiedener Mannschaften. Auf diese Weise gelang es, den Turnierbetrieb während des Krieges wenigstens in Teilen aufrecht zu erhalten. Eine besonders intensive Zusammenarbeit entwickelte sich während der Kriegszeit zwischen dem SV Darmstadt 98 und dem SC Darmstadt 1905. In der Folge beschlossen die Vorstände der eine Fusion beider Vereine, die im Jahre 1919 vollzogen wurden. Der neue Verein trug den Namen SV Darmstadt 1898 und hatte 1.000 Mitglieder. Damit hatte sich der neu gegründete Verein schnell zum größten Sportverein in Darmstadt entwickelt. Da der Spielbetrieb im Verein organsisiert werden musst, entschied sich der Vorstand des Vereins zur Nutzung des Jonathan-Heimes-Stadions am Böllenfalltor als Heimstätte von Darmstadt 98. Dieser Plan wurde im Jahre 1921 realisiert. Es entstand ein neues Stadion, das bis heute die Heimat des Vereins ist.

Jonathan-Heimes-Stadion am Böllenfalltor – das Zuhause von Darmstadt 98

Das Stadion am Böllenfalltor wurde im Jahre 1921 erbaut, um dem neu gegründeten Verein Darmstadt 98 eine Heimstätte zu geben. Nach verschiedenen Renovierungen in den Jahren 1950, 1974, 2014 und 2014 können knapp 18.000 Zuschauer die Spiele ihrer Mannschaft verfolgen. Das Stadion ist mit Naturrasen ausgelegt und nur teilweise überdacht. Das ursprünglich 30.000 Zuschauer fassende Stadion bedarf dringend einer umfassenden Sanierung. Aus diesem Grund wurde die Anzahl der Plätze um etwa ein Drittel reduziert. Nach dem Zweiten Weltkrieg fand in dem Stadion erst wieder ab 1950 ein regulärer Spielbetrieb statt. In der Zwischenzeit nutzen die amerikanischen Alliierten das Stadion, um Baseball zu spielen.

Foto: Merck-Stadion am Böllenfalltor/Imago/Jan Hübner

 

Mannschaftsfußball vor und während des Krieges

Der Zusammenschluss der beiden Darmstädter Fußballvereine und der Bau des neuen Stadions waren nicht gleichbedeutend mit einem schnellen Erfolg. Eher war das Gegenteil der Fall, denn Darmstadt 98 konnte sich bis in die 1930er Jahre bis auf wenige Ausnahmen in der Bezirksliga nicht dauerhaft etablieren. Es gab Aufstiege in die Bezirksliga Rhein-Hessen, denen jedoch schnell wieder ein Abstieg folgte. Im Jahre 1933 übernahmen die Nationalsozialisten die Macht in Deutschland und veränderten auch die Fußballlandschaft. Die Veränderungen betrafen nicht den Sport selbst, sondern die Strukturen der Vereine. Diese sollten nach einem von der NSDAP entwickelten Führerprinzip deutschlandweit eine absolute Gleichstellung erhalten.

Nicht alle Funktionäre wollten diese Veränderungen mittragen, und so gab es Rücktritte und Distanzierungen. Dennoch behielt der Verein während des Krieges seine Eigenständigkeit, was jedoch mit einigen Misserfolgen bezahlt werden musste. Grund dafür war die ausbleibende Förderungen, da der Vorstand von Darmstadt 98 sich weigerte, dem von der NSDAP vorgeschriebenen Großverein beizutreten. Ein weiteres Problem stellten die fehlenden Spieler, die in der Wehrmacht dienen mussten und somit im regulären Spielbetrieb fehlten. Dies führte dazu, dass die Mannschaft keine Stammspieler aufstellen und mitunter von Spiel zu Spiel ein neuer Kader einberufen werden musste. So war ein ausgeglichenes Training und eine Abstimmung der Mannschaft auf bestimmte Spielstrategien nicht gut möglich. Im Jahre 1944 fiel die Stadt Darmstadt einem Luftangriff durch die britischen Alliierten zum Opfer und wurde zum größten Teil zerstört. Nach dem Luftangriff musste der Spielbetrieb von Darmstadt 98 eingestellt werden. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges fanden keine Fußballspiele in Darmstadt mehr statt.

Neugestaltung des Vereins und Beginn einer Erfolgsgeschichte seit 1945

Bereits im Jahre 1945 erfolgte die Neugründung des Vereins Darmstadt 98. Ehemalige Spieler, die den Krieg unversehrt überstanden hatten oder aus der Kriegsgefangenschaft entlassen worden waren, kehrten nach Hause zurück und wurden wieder Mitglieder des neuen Vereins. So konnte sich Darmstadt 98 recht schnell wieder in den Spielbetrieb integrieren und erste Erfolge feiern. Auch die Zuschauer kehrten zurück und feuerten ihren Verein vor allem bei den Lokalderbys mit weiteren Vereinen aus Darmstadt und Umgebung an. Der Volkssport kehrte nach den entbehrungsreichen Jahren zu den Spielern und zu den Fans zurück. Es kamen bis zu 12.000 Zuschauer, die sich die spannenden Partien ansehen wollten.

Bereits in der Saison 1949/50 konnte Darmstadt 98 in die Oberliga aufsteigen. Leider war es jedoch nicht möglich, den Platz in der Liga zu halten. Bis in die frühen 1970er Jahre hinein war der Verein in der 2. Liga Süd aktiv und konnte seine Berechtigung zum Spiel in dieser Spielklasse immer wieder verteidigen. Im Jahre 1972 wurde Darmstadt 98 im heimischen Jonathan-Heimes-Stadion am Böllenfalltor das erste Mal Süddeutscher Fußballmeister. Dies gelang in einem sehr spannenden und denkwürdigen Spiel gegen den 1. FC Nürnberg, das Darmstadt 98 mit einem beeindruckenden 7:0 gewinnen konnte. Das Spiel wurde vor mehr als 20.000 Fans ausgetragen und wird bis heute als besonders stimmungsvoll beschrieben. Den Aufstieg in die höhere Liga verpasste Darmstadt 98 dennoch. Die Mannschaft musste sich beim Aufstiegskampf dem Verein Rot-Weiß Essen geschlagen geben. Der ersehnte Aufstieg gelang erst in der Saison 1977/78. Die Mannschaft besiegte die Stuttgarter Kickers beim Aufstiegskampf und konnte erstmals in der Ersten Bundesliga spielen. Das Spiel konnte von mehr als 26.000 Fans im heimischen Jonathan-Heimes-Stadion am Böllenfalltor miterlebt werden. Die Fans feierten danach frenetisch in der Innenstadt und bejubelten ihre Mannschaft bei der Feier mit dem Bürgermeister am Luisentor.

Der schwere Weg in die Erstklassigkeit

Nach dem Jahre 1978 zeigte sich, dass trotz des fulminanten Aufstiegs die Erstklassigkeit der Mannschaft sehr stark umkämpft war. Der Verein musste verschiedene Aufgaben bewältigen. Zu diesen gehörte unter anderem ein Ausbau der Heimstätte, des Jonathan-Heimes-Stadion am Böllenfalltor. Eine Vorschrift besagt, dass das Stadion eines Erstligisten Platz für mindestens 30.000 Fans bieten sollte. Diese Aufgabe wurde vom Verein Darmstadt 98 nach dem Aufstieg schnell umgesetzt. In der ersten Saison als Bundesliga-Erstligist konnte sich Darmstadt 98 zunächst recht gut behaupten. Im Laufe der Saison zeigte sich jedoch durch verschiedene Niederlagen, dass der Verein sich nicht halten kann. Ein Jahr nach dem gefeierten Aufstieg musste Darmstadt 98 wieder in der zweiten Liga spielen. Der erneute Aufstieg gelang zwar, doch weitere Auflagen wirkten sich negativ auf das Budget der Mannschaft aus. Das Stadion musste mit einer Flutlichtanlage ausgestattet werden, und dafür war es notwendig, dass sich der Verein verschuldete. Das Geld für neue Spieler fehlte, und so wurde der Klassenerhalt auch in der zweiten Saison als Erstligist zur Herausforderung. Aus diesem schweren Weg zu einer erstklassigen Fußballmannschaft wurde die Erkenntnis gezogen, dass nur Profis den harten Spielbetrieb gut meistern können. Es folgten zahlreiche Umstrukturierungen, die mit hohen finanziellen Aufwendungen verbunden waren. Trotz aller Maßnahmen, die vom Vorstand herbeigeführt wurden, gelang der Klassenerhalt nicht. Darmstadt 98 stieg zum zweiten Mal in Folge ab.

 

Die Krisenzeit zwischen 1982 und 2007

Der zweite Abstieg stürzte den Verein in eine tiefe Krise. Die Erweiterungen des Stadions, der Kauf von Spielern und die Umstrukturierungen des Vereins gingen mit hohen Kosten einher. Darmstadt 98 verschuldete sich hoch, was auch negative Auswirkungen auf den Spielbetrieb hatte. Zunächst gelang der Klassenerhalt wenigstens in der Zweiten Bundesliga. Darmstadt 98 konnte sich sicher im Mittelfeld der Zweiten Liga halten und dort auch mehrere Jahre behaupten. Dennoch zeigte es sich, dass ein dauerhafter Erfolg auch nach mehr als zwei Jahrzehnten verloren gehen kann. Darmstadt 98 stieg im Jahre 1993 in die Oberliga Hessen ab. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Verein 22 Jahre ohne Unterbrechung in der Ersten und zweiten Bundesliga Profifußball gespielt. Der absolute Tiefpunkt wurde jedoch im Jahre 1998 erreicht, als Darmstadt 98 in die vierte Liga abrutschte. Darmstadt 98 kämpfte danach mehrere Jahre für den Aufstieg, und es gelang in der Saison 2003/04, als der Verein endlich wieder in einer höheren Liga spielen durfte. Darmstadt 98 hatte eine sehr gute Saison gespielt und wird mit dem Aufstieg belohnt. Als die Mannschaft in der Saison 2006/2007 von der zweiten Mannschaft des FC Bayern München wiederholt in die Viertklassigkeit geschickt wurde, plante der Verein für die kommende Saison einen Neuanfang.

Erfolge der jüngeren Vereinsgeschichte

Der Abstieg in die Hessenliga nach vielen Auf’s und Ab’s verlangte nach einem Neuanfang, der im Jahre 2007 umgesetzt wurde. Ziel war es, sich als Mannschaft wieder in die Erste Bundesliga zu spielen. Diesen Weg verfolgten die Funktionäre gemeinsam mit ihrer Mannschaft über mehrere Jahre sehr hartnäckig. Ein neuer Trainer und der nahezu komplette Austausch des Kaders sollten den von Fans und Mannschaft ersehnten Neuanfang herbeiführen. Jeder wusste, dass das Vorhaben Erste Bundesliga mit viel Fleiß und Arbeit verbunden sein würde. Die vielen Maßnahmen zeigten eine positive Wirkung, denn Darmstadt 98 konnte 14 Mal in Folge siegen und in der darauf folgenden Saison in die Dritte Klasse aufsteigen. Das Ziel und gleichzeitig der Traum der Spieler und Funktionäre konnte sozusagen in einem Durchmarsch realisiert werden. In der Saison 2013/14 spielte sich der Drittligist in die Zweite Bundesliga und konnte auch dort überzeugen. In der Saison 2014/15 wurde das Ziel erreicht. Darmstadt 98 spielte die zweite Saison in der Ersten Bundesliga und konnte den Platz in der Saison 2015/16 behaupten.

Die aktuelle Saison 2016/17

Aktuell spielt der Verein Darmstadt 98 in der Ersten Bundesliga. Ramon Berndroth betreut die Mannschaft als Interims-Cheftrainer. Im Kader sind internationale Spieler aufgestellt, die jedoch nicht von Joachim Löw in die Nationalmannschaft Deutschlands berufen wurden.

 

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