Der FC Paris St. Germain

Der FC Paris St. Germain

Zu den Top-Vereinen der höchsten Spielklasse im französischen Fußball, der Ligue 1, gehört der FC Paris St. Germain. Der Verein hat noch gar keine allzu lange Geschichte, er wurde erst im August 1970 gegründet. Der FC Paris St. Germain ging allerdings aus einem Vorstadtclub hervor, der bereits kurz nach der Jahrhundertwende ins Leben gerufen wurde. Nicht immer hatte es der Verein einfach, er musste finanzielle Durststrecken durchleben. Inzwischen ist der Verein im Besitz einer katarischen Unternehmensgruppe. Der FC Paris St. Germain besteht nicht nur aus einer Männermannschaft, sondern er verfügt auch über eine Frauensparte. Seine Heimspiele trägt der FC Paris St. Germain im Parc des Princes aus.

Die Gründung des FC Paris St. Germain

Die offizielle Gründung des FC Paris St. Germain erfolgte am 12. August 1970 aufgrund einer Initiative von einflussreichen Bürgern aus Paris, der Club ging aus dem Vorstadtclub Saint-Germain-en-Laye hervor, der bereits im Jahr 1904 das Licht der Welt erblickte. Schon in der Saison 1969/70 konnte der Verein sich für den Aufstieg in die zweite Division qualifizieren. Der neu gegründete FC Paris St. Germain konnte in der Saison 1970/71 sofort in die höchste Spielklasse aufsteigen, die damals noch den Namen Division I trug und jetzt als Ligue 1 geführt wird. Allerdings folgte kurz nach dem Aufstieg im Jahr 1972 der Abstieg, denn der FC Paris St. Germain erfüllte nicht die Auflage des Fußballverbands FFF, nach der auch Jugend- und Amateurmannschaften zu einem Verein gehören mussten. Der FC Paris St. Germain stieg daraufhin in die dritte Spielklasse ab. Der Aufstieg in die zweite Spielklasse erfolgte in der Saison 1973. Der bekannte französische Modeschöpfer Daniel Hechter wurde Mäzen bei Paris St. Germain und war von 1974 bis 1978 Präsident des Vereins. Der Verein konnte unter Just Fontaine als Trainer in der Spielzeit 1973/74 wieder in die höchste Spielklasse aufsteigen, doch erfolgte kurz darauf der sportliche Abstieg.

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Die ersten Erfolge des FC Paris St. Germain

Die ersten Erfolge konnte der FC Paris St. Germain zu Beginn der 1980er Jahre verzeichnen:

  • bislang sechs Meistertitel, zuerst 1986, dann 1994 und dann viermal in Folge 2013, 2014, 2015 und 2016
  • siebenmaliger Gewinn des französischen Ligapokals, zuerst 1994, viermal in Folge, 2014, 2015, 2016 und 2017
  • zehnmal französischer Pokalsieger, zuerst 1982, dann 2015 und 2016 in Folge
  • sechsmal französischer Supercup-Sieger, zuerst 1995, viermal in Folge 2013, 2014, 2015 und 2016

Der FC Paris St. Germain nahm bereits mehrmals an der Champions League teil, konnte aber noch nie den Titel gewinnen. Einer der erfolgreichsten Spieler des FC Paris St. Germain ist George Weah, der aus Liberia stammt. Er wurde in der Saison 1994/95 Torschützenkönig der Champions League und wurde 1995 Weltfußballer und Europas Fußballer des Jahres, doch verließ er nach seinen großen Erfolgen Paris St. Germain und wechselte zum AC Mailand. Mit dem Einzug ins Finale des Europapokals der Pokalsieger in der Spielzeit 1995/96 und dem Pokalgewinn konnte der FC Paris St. Germain seinen bislang größten Erfolg verzeichnen, der Verein konnte mit einem Tor von Bruno N’Gotty mit einem 1:0 über den österreichischen Verein SK Rapid Wien gewinnen. Auch im Folgejahr konnte der FC Paris St. Germain noch einmal ins Finale einziehen, doch unterlag er gegen den FC Barcelona. In der Saison 2007/08 musste der Verein seinen größten Misserfolg verzeichnen, er konnte nur knapp den Abstieg verhindern.

Als erster französischer Club konnte der FC Paris St. Germain in der Saison 2014/15 den Quadruple gewinnen,

  • Meistertitel
  • Pokalgewinn
  • Französischer Ligapokalgewinn
  • Französischer Supercupsieger

Eine Saison später gelang es dem FC Paris St. Germain, alle vier Titel zu verteidigen.

Finanzielle Probleme des FC Paris St. Germain

Der FC Paris St. Germain gehörte seit 1991 dem französischen Fernsehsender Canal+; im Jahr 2006 kaufte das US-amerikanische Unternehmen Colony Capital dem Fernsehsender den Verein ab. Der Verein hatte zu dieser Zeit Schulden in Höhe von 240 Millionen Euro. Colony Capital verkaufte im Mai 2011 70 Prozent seiner Anteile an die Investorengruppe Qatar Sports Investments aus Katar, inzwischen ist die Qatar Sports Investments alleiniger Eigentümer des FC Paris St. Germain. Mit der Übernahme durch die Qatar Sports Investments verbesserte sich die finanzielle Situation des Vereins, einige Spieler wurden verkauft, neue Spieler wurden eingekauft.

Die Spielstätte des FC Paris St. Germain

Der FC Paris St. Germain trägt seine Heimspiele im Parc de Princes aus, die deutsche Bezeichnung dieses Stadions ist Prinzenpark. Das Stadion hat bereits eine sehr lange Geschichte, es wurde schon im Juli 1897 eröffnet. Im Laufe der Zeit wurde das Stadion mehrmals renoviert, zuletzt erfolgten Renovierungen von 2012 bis 2016. Das Stadion ist nicht nur ein Fußballstadion, sondern es wird auch als Rugby-Stadion genutzt. Es hatte ursprünglich auch eine Radrennbahn, die jedoch 1967 abgerissen wurde. Das Stadion bietet Platz für 49.000 Zuschauer, doch bei internationalen Veranstaltungen sind nur 44.283 Plätze verfügbar. Von der UEFA wurde das Stadion in die Kategorie 4 eingestuft, die höchste Klassifizierung, die auch für internationale Wettbewerbe genutzt werden kann. Das Stadion war auch während der Europameisterschaft 2016 Austragungsort verschiedener Spiele. Das Stadion hat eine Oberfläche aus Naturrasen mit eingeflochtenen Fasern aus Kunstrasen. Es wird auch für Konzerte genutzt.

Fazit zum FC Paris St. Germain

Der FC Paris St. Germain spielt in der höchsten französischen Spielklasse, der Ligue 1, und holte mehrmals den Titel als französischer Meister. Auch international konnte der FC Paris St. Germain schon mehrere Erfolge verzeichnen, er schaffte schon häufiger den Einzug in die Champions League. Der FC Paris St. Germain trägt seine Heimspiele im Parc de Princes aus, einem der ältesten Stadien in Frankreich.