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SSV Jahn Regensburg

“SSV Jahn Regensburg” heißt der Club aus Bayern offiziell, womit er ein “Sport- und Schwimmverein” ist. Doch niemand in der Region nennt den Club einen “SSV”. Vor Ort heißt der vor allem wegen seiner Fußballabteilung bekannte Verein nur “der Jahn”. Das liegt wohl vor allem daran, dass der Club seine Bezeichnung nach einem konkreten Menschen erhalten hat. Natürlich ist das im Fall von Regensburg – gegründet im Jahr 1889 – Friedrich Ludwig Jahn, allgemein auch als “Turnvater Jahn” bekannt. Aufgrund dieses Namens wir die erste Mannschaft des Clubs auch als “Jahnelf” bezeichnet. Aktuell ist sie in der 3. Liga beheimatet, war aber auch schon in der 2. Bundesliga zu finden, ebenso wie einige Ligen tiefer in der bewegten Historie der Fußballabteilung des SSV Jahn Regensburg.

Durch Fusion zum Großclub in Regensburg geworden

Nach der in den 1920er Jahren überall getätigten “reinlichen Scheidung” der Turner von den übrigen Sportlern firmierte der Club ab 1924 noch als Sportbund Jahn Regensburg, ehe er 1934 mit dem Sportverein 1889 Regensburg und dem Schwimmverein von 1920 Regensburg zum schließlichen SSV Jahn 1889 Regensburg fusionierte. Erst im Jahr 2000 änderte sich wieder etwas an der Vereinsstruktur, als die Fußballabteilung wie in so vielen Proficlubs vom Hauptverein abgespaltet wurde und in den neuen Club SSV Jahn Regensburg 2000 mündete, der sich aber in der Tradition des alten Vereins stehend sieht.

2009 wiederum wurde dessen Struktur dahingehend geändert, dass man aus dem ursprünglichen e. V. (“eingetragener Verein”) eine Kapitalgesellschaft machte, nämlich die SSV Jahn 2000 Regensburg GmbH & Co. KGaA. Eine aktuell letzte Änderung nahm dann zur Saison 2016/17 vor, als die Mitgliederversammlung beschloss, die Namenszahl aus dem Vereinsnamen zu streichen. So heißt der Club, der in der 3. Liga antritt, zur Zeit also nur noch SSV Jahn Regensburg, wobei das “GmbH & Co. KGaA” natürlich meistens nicht genannt wird, obwohl es zur offiziellen Bezeichnung dazugehört.

Lange Zeit erstklassig, später immer noch zweitklassig

Vor dem Zweiten Weltkrieg hatte der Club lange Zeit erstklassig gespielt, in der Gauliga Bayern. Allerdings gab es zu jener Zeit nicht weniger als 16 (!) erste Ligen, Gauligen nämlich, sodass also im Deutschen Reich weit über hundert Clubs sich als “erstklassig” Fußball spielend bezeichnen durften. Legendärste Spielerfigur zu jener Zeit war Torhüter Hans Jakob, der schon 1930 von Reichstrainer Otto Nerz für die Nationalmannschaft entdeckt wurde. Bei der WM 1934 war er sogar WM-Teilnehmer, durfte bei der Partie um Platz 3, die gegen Österreich mit 3:2 gewonnen wurde, im Tor stehen. Mitspieler waren damals so namhafte Fußballer wie Paul Janes, Edmund Conen oder Fritz Szepan.

Foto: shutterstock/Stockfoto-ID: 508588867

Nach dem Krieg pendelte “der” Jahn dann zwischen der Oberliga in Bayern, damals bis zur Einführung der Bundesliga ebenfalls die höchste Spielklasse, und der II. Division. Danach folgten einige Jahre in der Zweitklassigkeit, von 1967 bis 1974, von 1975 bis 1977 und in den Saisons 2003/04 und 2012/13. Ansonsten musste man jedoch mit Fußball in unteren Regionen vorlieb nehmen.

Tiefer Fall in den 1990ern wurde wieder repariert

1996 kam es sogar zum absoluten Tiefpunkt der Vereinsgeschichte. Am Ende jener Saison stieg man in die fünftklassige Landesliga ab, so tief war der Club noch nie gefallen. Sogar stadtintern hatte ein anderer Club dem Jahn den Rang abgelaufen. Die SG Post/Süd Regensburg spielte in der Bayernliga, der Jahn war nur noch die Nr. 2 in Regensburg.

Doch wie man inzwischen weiß, erholte der Club sich von diesem Niedergang, kehrte sogar in den Profifußball zurück. Man hatte eingesehen, dass man sowohl strukturell als auch sportlich einen kompletten Neuanfang durchführen muss; das geschah auch rund um den SSV Jahn Regensburg. Nach langen Wirren in der Regionalliga und einer im Jahr 2005 abgewendeten Insolvenz, hat man sich inzwischen wieder im Profifußball etabliert. Mitgeholfen hatte beim Aufstieg übrigens niemand Geringeres als Mario Basler, immerhin Ex-Nationalspieler und WM-Teilnehmer. Allerdings währte seine Zeit beim Jahn nur recht kurz.

Wie man überhaupt – von Hans Jakob abgesehen – die großen Namen im Fußball vergebens bei Jahn Regensburg sucht. Verständlich, dass eine Stadt wie Regensburg mit knapp 150.000 Einwohnern nicht den Mittelpunkt von Fußballdeutschland darstellt. Das eine oder andere Talent mehr hätte man aber doch aus den Reihen von Jahn Regensburg kommend erwartet angesichts der langen Zeit, die der Club auch nach dem Krieg weit oben mitspielte.

Bekannte Spieler des SSV Jahn Regensburg

Bekanntester, bei Jahn Regensburg wirkender Mensch, dürfte der erst kürzlich verstorbene Alfred “Aki” Schmidt sein, der hier gleich vier Mal als Trainer beschäftigt war. Als Aktiver hatte er drei Mal die deutsche Meisterschaft, ein Mal den Pokal und ein Mal den Europapokal der Pokalsieger mit Borussia Dortmund gewonnen. Außerdem gilt er als Urheber des Bonmots “Entscheidend is auf’m Platz”. Ansonsten wäre neben Hans Jakob noch Gerd Faltermeier zu nennen, der im März 1971 das erste “Tor des Monats” im deutschen Fußball erzielte. Damals schoss er für den SSV Jahn Regensburg einen Freistoß so in den Winkel des Gegners VfR Mannheim, dass der Ball im Winkel stecken blieb. Er wurde ebenso wie Dennis Grassow oder Harry Gfreiter in die Jahrhundertelf von Jahn Regensburg gewählt. Offenbar eben nicht die ganz großen Namen aus dem Fußballsport.

Erfolge und bekannte Trainer beim “Jahn”

Erfolge errang man dennoch so einige beim “Jahn”. Konkret sind dabei diese Triumphe zu nennen:

  • 5x Bayrischer Meister
  • 5x Bayrischer Pokalsieger
  • 3x Aufstieg in die 2. Bundesliga

Die bekanntesten Trainer dürften neben Mario Basler vor allem Günter Sebert, Günter Güttler und Markus Weinzierl sein sowie der aktuelle Trainer Heiko Herrlich.

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