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Deutschland – Chile: So sollte das Spiel taktisch verlaufen

In der Gruppe B des in Russland stattfindenden Confed Cup sind Deutschland und Chile wie erwartet mit jeweils einem Sieg gestartet. Der Weltmeister konnte sich knapp aber souverän mit 3:2 gegen Asienmeister Australien durchsetzen, während der Südamerikameister einen 2:0 Erfolg gegen Kamerun feiern konnte. Demnach spielen am Donnerstag beide Mannschaften um den vorzeitigen Einzug ins Halbfinale – wer gewinnt, kommt in die Runde der letzten vier Teams. Wer verliert, muss am letzten Spieltag noch einmal alles abrufen, um das Halbfinale nicht zu verpassen. Wir haben uns den möglichen taktischen Verlauf der Partie genauer angeschaut.

Die Ausgangslage: So sieht es für Deutschland aus

Innerhalb des Teams war man sich nach dem 3:2 Sieg gegen Australien einige: Der Auftakt war gelungen. Doch waren auch einige Lücken zu sehen. Sollten diese bis Donnerstag nicht ausgemerzt werden, würden die Chilenen diese sicherlich bestrafen. Wir gehen somit davon aus, dass der Bundestrainer wieder auf die alt bewährte Viererkette umschwenken wird, statt weiterhin mit der Dreierkette unnötige Risiken einzugehen. Klar ist aber auch, dass die junge deutsche Mannschaft gegen Chile einen echten Härtetest bestehen muss.

Die Ausgangslage: So sieht es für Chile aus

Wenn es gegen Deutschland geht, dann werden die Chilenen wohl wesentlich offener agieren als noch gegen Kamerun. Beide Teams wollen auf Ballbesitz spielen und werden mit Pressing agieren, um den Gegner möglichst früh und in der eigenen Hälfte unter Druck zu setzen. Daraus werden aber auch einige Räume entstehen, die genutzt werden wollen – was am Ende der Schlüssel zum Erfolg sein kann. Die Chilenen müssen also Druck machen, fehlerfrei bleiben und das Mittelfeld überbrücken, dann könnte es mit dem vorzeitigen Einzug ins Halbfinale klappen.

Foto: shutterstock/Stockillustrationsnummer: 647248777

Chile – mental stark und mit viel Erfahrung gegen den Weltmeister

Chile ist eine Mannschaft, die stets darauf bedacht ist, das gegnerische Tor nicht aus den Augen zu verlieren. Typisch für solche Teams sind folgende Merkmale, die wir auch alle bei der chilenischen Auswahl wiederfinden:

  • Die Außenverteidiger sind mit in der Offensive gebunden
  • Die Mittelfeldspieler sind auch überraschend in der Mitte zu finden
  • Die Stürmer dringen in den gegnerischen Strafraum ein

So sieht es taktisch für Chile aus

La Roja kann auch die Disziplin, die wichtig ist, wenn der Gegner sich den Ball erobert: Das schnelle Umschalten vom Angriff in die Defensive. Marcelo Diaz sagte auf Fifa.com: „Dieser taktische Teil ist uns in Fleisch und Blut übergegangen, er funktioniert wie von selbst und das ist sehr wichtig.“ Und er muss es wissen, schließlich ist er der wichtigste Faktor bei dieser Taktik. „Diejenigen von uns mit einer eher taktischen Aufgabe müssen sehr gut aufpassen, um alle schwierigen Situationen zu lösen, die im Spiel passieren. Damit geben wir unseren Teamkameraden die Möglichkeit, in Richtung Tor zu gehen“, so Diaz weiter. Doch auch eine starke Mannschaftsmoral spielt eine große Rolle. Dies wird umso wichtiger, da mit Deutschland viele junge und technisch sehr starke Spieler mit schnellen und präzisen Gegenstößen starten. „In dieser Hinsicht wird es wichtig sein, aufmerksam und konzentriert zu bleiben. Und wir werden es noch besser als gegen Kamerun machen müssen, weil der Gegner das erfordert“, bestätigt Díaz. Genügend Selbstvertrauen ist daher mindestens ebenso wichtig: „Wenn du dem Weltmeister gegenüberstehst, musst du psychologisch stark und die Moral intakt sein. Ich glaube, diese Mannschaft hat dies.“ Wir können uns also auf eine chilenische Mannschaft einstellen, die mit viel Erfahrung und einem gesunden Mannschaftsgefüge dafür sorgen will, dass der Weltmeister in seine Schranken gewiesen wird.

So sieht es taktisch für Deutschland aus

Für die deutsche Nationalmannschaft ist der Confed Cup keine einfache Aufgabe. Denn, wie immer wieder und überall betont wird, ist Bundestrainer Joachim Löw nur mit einem B-Kader nach Russland gereist. So konnten wir zwar eine junge und engagierte Gesamtleistung gegen Australien sehen, doch vor allem in der Defensive waren zu viele Lücken zu sehen, von dem rabenschwarzen Tag eines Bernd Leno einmal ganz abgesehen. Schlimm: Bereits im Testspiel gegen Dänemark waren diese Abstimmungsprobleme offenkundig. Da die Mannschaft jedoch in der Konstellation noch nicht zusammengespielt hat, mochte man diese Fehler damals noch verzeihen. Und spätestens zum wichtigen Gruppenspiel gegen Chile müssen diese komplett ausgemerzt werden. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass Löw dann auf eine Viererkette umstellen wird, um den physisch sehr präsenten Chilenen etwas Dauerhaftes entgegensetzen zu können. Auch werden Mittelfeld und Offensive sehr gebündelt versuchen, die Gegner früh in Zweikämpfe zu drängen, unter Druck zu setzen und somit versuchen, sich Räume in der gegnerischen Hälfte zu erarbeiten. Die Stürmer, die Joachim Löw zur Verfügung hat, sind zwar nicht Weltklasse, aber technisch sehr gut drauf und durchaus in der Lage, sich gegen die erfahrenen Abwehrrecken der Südamerikaner zur Wehr zu setzen.

Fazit: Offener Schlagabtausch

Wir können zu Recht mit einem sehr offen geführten und lebendigen Spiel rechnen. Vor allem in der ersten Halbzeit werden wir viele Torszenen zu sehen bekommen, denn beide Mannschaften werden versuchen, möglichst früh den Führungstreffer zu erzielen. Sollte es tatsächlich zu einem solchen frühen 1:0 für wen auch immer kommen, können wir uns darauf verlassen, dass niemand nachgeben wird – weder Deutschland noch Chile werden in den Verwaltungsmodus übergehen. Dies wäre erst zu erwarten, wenn wir es mit einem Ergebnis jenseits eines 3:0 zu tun bekämen. Und das auch nur, wenn das dritte Tor noch während der ersten Halbzeit fällt. Mit einem solchen Ergebnis ist jedoch kaum zu rechnen. Einige Tore auf beiden Seiten scheinen bereits jetzt sicher zu sein, denn schließlich spielen beide Teams sehr offensiv. Die defensive Schwäche des Weltmeisters könnte ihm jedoch noch zum Verhängnis werden.

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