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Die größten Europapokalduelle zwischen englischen und deutschen Teams

Am kommenden Dienstag wird die TSG 1899 Hoffenheim zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ein Europapokalspiel bestreiten, und zwar kommt kein Geringerer als der FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp nach Sinsheim. Ein Duell, das bereits im Vorfeld sowohl in Deutschland als auch in England für Furore sorgt. Beide Teams stehen für Offensivfußball, der schön anzusehen ist, so dass Beobachter und Experten mit einem unterhaltsamen Spiel rechnen. Liverpool steht dabei jedoch besonders unter Erfolgsdruck, für die TSG ist dieses Spiel ein weiterer Schritt in der Entwicklung, für die Reds geht es bereits um Alles oder Nichts. Noch eine Saison ohne Champions League wäre für den 18-fachen englischen Meister wohl nur sehr schwer zu verkraften.

Foto: nui7711 / Shutterstock.com

Die Duelle in Europa

Wie immer vor solchen denkwürdigen Spielen werden von allen Seiten her Parallelen gezogen – vor allem im historischen Kontext. Die Vereinsduelle zwischen Deutschland und England haben dabei eine sehr interessante Geschichte, bereits sehr häufig kam es zu solchen Aufeinandertreffen und nicht selten endeten diese – ähnlich wie die Duelle der Nationalmannschaften – spektakulär. Wir haben uns einige der denkwürdigsten Duelle mal etwas genauer angeschaut.

Manchester United gegen FC Bayern München 1999 und 2010

Es gehört sicherlich zu den besten und denkwürdigsten Spielen in den Vereinsgeschichten der beiden Rekordmeister: Der 26. Mai 1999, Finale der UEFA Champions League im Camp Nou in Barcelona. Sir Alex Ferguson auf der einen Seite und Ottmar Hitzfeld auf der anderen Seite. Peter Schmeichel im Tor der Red Devils und Oliver Kahn im Tor der Bayern. Das ist der Stoff, aus dem Fußballträume gemacht werden, es ist das vielleicht spannendste Spiel der gesamten Europapokalgeschichte. Mit einem verwandelten direkten Freistoß bringt Mario Basler seine Bayern bereits in der sechsten Minute mit 1:0 in Führung. Und die Münchener halten diese Führung bis zur 90. Minute, doch dann beginnt die Nachspielzeit und die schlimmsten drei Minute der Vereinsgeschichte des deutschen Meisters. In der 91. Minute ist es Teddy Sheringham, der mit seinem Treffer den Ausgleich erzielt und nur zwei Minuten später erzielt Ole Gunnar Solskjaer den umjubelten Siegtreffer zum 2:1 Endstand. Für die Bayern ein Alptraum – für die Red Devils das genaue Gegenteil.
Elf Jahre später sollte es wieder ein denkwürdiges Duell zwischen den beiden Kontrahenten geben. Wieder war es Sir Alex Ferguson, der an der Seitenlinie der Engländer stand, bei den Bayern war es Louis van Gaal. Es war das Viertelfinale, das Hinspiel hatten die Bayern knapp mit 2:1 gewonnen – mit einem Tor von Ivica Olic in der Nachspielzeit. Das Rückspiel im Old Trafford sollte anders werden: Die Gastgeber legten schnell in der ersten Halbzeit drei Tore vor:

  • Darron Gibson (3.)
  • Nani (7., 41.)

Doch noch vor dem Ende der ersten Halbzeit gelang Ovic der Ausgleich in der 43. Minute. Schließlich setzte Arjen Robben in der 74. Minute den Schlusspunkt zum 2:3 – damit hatten die Bayern zwar das Rückspiel verloren, wegen der Auswärtstore jedoch insgesamt den Sieg in diesem Viertelfinale erreicht. Eine späte Rache für die Schmach von Barcelona.

Borussia Dortmund gegen FC Liverpool am 5. Mai 1966

Schon alleine, weil es der erste Europapokalsieg einer deutschen Mannschaft gewesen ist, darf dieses Spiel in unserer Aufzählung nicht fehlen. Es war der 5. Mai 1966, im Hampden Park in Glasgow gab es das Finale im Europapokal der Pokalsieger zu sehen. Der BVB ging damals als klarer Außenseiter in diese Partie, konnte aber in der 61. Minute durch einen Treffer von Sigfried Held in Führung gehen. Sieben Minuten später konnte Roger Hunt zum 1:1 ausgleichen. In der Verlängerung konnte Stan Libuda mit seinem Treffer zum 2:1 Endstand den Deckel draufmachen und für den ersten Europapokalsieg einer deutschen Mannschaft überhaupt sorgen. Neben den beiden Torschützen standen noch weitere Dortmunder Legenden auf dem Platz:

  • Rudi Assauer
  • Dieter Kurrat
  • Aki Schmidt
  • Lothar Emmerich

Nottingham Forest gegen Hamburger SV am 28. Mai 1980

Es war das Finale des Europapokals der Landesmeister, dem Vorläufer der Champions League und die Fans des Hamburger SV denken nicht gerne an diesen 28. Mai 1980 zurück. Es war das Finale in der spanischen Hauptstadt, im altehrwürdigen Santiago Bernabéu und 50.000 Zuschauer wollten sich das Spektakel zwischen Nottingham Forest und dem Hamburger SV nicht entgehen lassen. Auch die Hanseaten gingen frohen Mutes in dieses Duell. Kein Wunder, denn auf dem Weg ins Finale wurde Real Madrid, Hajduk Split, Dinamo Tiflis und Valur Reykjavik aus dem Weg geräumt. Doch das Endspiel lief für die Hanseaten nicht so gut. In der 20. Minute gingen die Engländer durch einen Treffer von John Robertson in Führung. Dabei blieb es dann auch – selbst der inzwischen für die Rothosen stürmende Kevin Keegan konnte daran nichts mehr ändern. Erst drei Jahre später war den Hamburgern dann der Titel vergönnt – nach einem 1:0 Erfolg gegen Juventus Turin, womit die englische Vormachtstellung der 1970er und 1980er Jahre beendet war.

Foto: bodrumsurf / Shutterstock.com

FC Bayern München gegen FC Chelsea am 19. Mai 2012

Und wieder einmal der FC Bayern München. Der deutsche Rekordmeister spielte sich in der Champions League bis ins Finale, das ausgerechnet zuhause standfinden sollte – gegen den FC Chelsea. Das „Finale dahoam“ sollte zum Triumphzug werden. Und tatsächlich: In der 83. Minute erzielte Thomas Müller das erlösende 1:0, das Stadion feierte bereits den Titel. Aber kurz vor dem Ende gelang Didier Drogba der Ausgleich – schmeichelhaft, aber wirkungsvoll. Es geht in die Verlängerung, danach ins Elfmeterschießen. Nach acht Schützen, die allesamt trafen, kann Bastian Schweinsteiger nur den Pfosten erwischen. Drogba hingegen trifft und macht sich bei den Blues unsterblich. Die Revanche folgte ein Jahr später: Um UEFA Supercup konnte sich der FC Bayern, ebenfalls im Elfmeterschießen, erfolgreich gegen den FC Chelsea durchsetzen.

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