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Die spektakulärsten Dopingfälle im Fußball

Es ist mal wieder soweit: Russland bringt sich mit Negativschlagzeilen in Sachen Sport und Doping ins Gespräch. Laut den Recherchen der britischen „Mail on Sunday“ könnte auch der Fußball in das staatlich organisierte Doping involviert sein – und das ein Jahr vor der Weltmeisterschaft. Demnach sollen 23 Spieler der Nationalmannschaft von 2014 sowie mindestens elf weitere Fußballer auf der Liste der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) stehen. Auf dieser Liste sind die Namen von insgesamt mehr als 1.000 Sportlern aufgeführt, für die sich die Agentur interessiert. Auch der Fußball Weltverband Fifa bestätigte inzwischen, dass russische Fußballspieler unter Dopingverdacht stehen. Um welche Spieler es sich genau handelt, ließ die Fifa jedoch offen. Die Liste ist erstellt worden, um die Untersuchung der russischen Dopingaffäre zu untersuchen. Laut der „Mail on Sunday“ soll es bei den Urinproben der Spieler zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein. Der Hintergrund dieser Unregelmäßigkeiten ist jedoch nicht bekannt. Die Fifa hält sich mit Kommentaren zurück und laut der Zeitung werden die Anschuldigungen derzeit überprüft. Fünf dieser Spieler sollen auch bei der momentanen russischen Mannschaft im Kader stehen, die im Confed-Cup bereits ausgeschieden ist. Fußball-Verbandschef Witali Mutko hat stets bestritten, in seiner früheren Funktion als Sportminister in den Skandal involviert gewesen zu sein. Und auch die jüngsten Vorwürfe wies er zurück: „Im Fußball gab es nie Doping und wird es nie Doping geben“, sagte Mutko der Nachrichtenagentur Tass in Moskau. Die britischen Medien schrieben „irgendwelchen Blödsinn“.

Deutschland, Fußball Weltmeister 1954: Gedopt?

Wenn über das Doping von russischen Sportlern berichtet wird, dann wird schnell der Eindruck erweckt, dass die Russen die einzigen seien, die regelmäßig mit Doping auffallen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Gerade beim Fußball muss zwar äußerst aufwändig recherchiert werden, um an entsprechende Informationen zu kommen. Das liegt vor allem daran, dass die Fifa kein Interesse daran hat, dass entsprechende Fälle an die Öffentlichkeit kommen, die Mär vom sauberen Sport soll um jeden Preis aufrechterhalten werden. Daran liegt es vermutlich auch, dass die Vorwürfe gen Russland nicht kommentiert werden. Doch auch in Deutschland ist der Weg vom Sport zum Doping nicht weit. Das wurde bereits bei der Weltmeisterschaft 1954 akut. Angeblich soll der damalige Mannschaftsmasseur mehreren Spielern während des Turniers das Methamphetamin „Pervitin“ intravenös verabreicht haben und nicht, wie behauptet, Vitamin C. Laut der Forschungsarbeit „Geschichtliche Aspekte der Präanabolen Phase“ von Erik Egger an der Humboldt-Universität zu Berlin, die im Rahmen der Studie „Doping in Deutschland“ 2010 an der Universität Leipzig vorgestellt wurde, gäbe es dafür Indizien. Es muss wohl nicht extra erwähnt werden, dass auf den offiziellen Kanälen der Fifa von diesem Vorwurf keine Rede ist.

Foto: shutterstock/Stockfoto-ID: 664982200

Frank de Boer 2001

Frank de Boer ist ein bekannter ehemaliger Profifußballer aus den Niederlanden und heute als Trainer erfolgreich unterwegs. Er spielte für

  • Ajax Amsterdam
  • FC Barcelona
  • Galatasaray Istanbul
  • Glasgow Rangers

Am Ende seiner Karriere wechselte er 2004 zum Al Rayyan Sport-Club. Er gewann mit Ajax 1995 die Champions League, wurde mehrmals niederländischer Meister und Pokalsieger. Mit dem FC Barcelona wurde er dann auch spanischer Meister 1999, doch danach konnte er nicht mehr an seine früheren Leistungen anknüpfen. Vielleicht war das der Grund, warum er zu Nandrolon griff – vielleicht war aber auch der langfristige Einsatz dieses Mittels der Grund für den Leistungsabfall. Er wurde im April 2001 positiv auf das Doping-Mittel getestet und anschließend von der UEFA für ein Jahr für internationale Spiele gesperrt. Die Fifa erließ außerdem eine Sperre für die Nationalmannschaft. Allerdings wurden beide Strafen später auf zweieinhalb Monate reduziert.

Diego Maradona

Diego Armando Maradona gehört sicherlich zu den schillerndsten Figuren im Fußball. Er zählt noch heute zu den besten Spielern, die es jemals gegeben hat. Bezeichnet, machte er doch wegen seiner Doping- und Drogenprobleme während und nach seiner Karriere als Fußballspieler immer wieder negative Schlagzeilen. Er spielte unter anderem für

  • Boca Juniors
  • FC Barcelona
  • SSC Neapel
  • FC Sevilla

Außerdem trainierte er die argentinische Nationalmannschaft zwischen 2008 und 2010. Als er 1990 nach der WM-Sommerpause zum SSC Neapel zurückkehrte, war er übergewichtig und formschwach. Am 17. März 1991 wurde ihm bei einer Dopingprobe Kokain nachgewiesen, daraufhin löste der SSC Neapel den Vertrag mit dem Argentinier auf. Als Konsequenz wurde der 30-Jährige zu 14 Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung in Argentinien verurteilt, vom argentinischen Verband für 15 Monate gesperrt und zu einer Entziehungskur verurteilt.

Peter Neururer: Doping im Fußball war „gang und gäbe“

Der frühere Bundesligatrainer Peter Neururer hat bereits vor zehn Jahren zum ersten Mal darüber berichtet, dass zu seiner Zeit als Spieler in den 1980er Jahren Doping zum Alltag gehärte. „Es ist mir bekannt, dass früher Captagon genommen worden ist. Viele Spieler waren verrückt danach“, sagte Neururer der Sport Bild: „Das war überall bekannt und wurde praktiziert. Bis zu 50 Prozent haben das konsumiert. Nicht nur in der zweiten Liga.“ Er spielte damals beim Zweitligisten Schalke 04. „Auf Schalke habe ich das 1989/90 auch mitbekommen. Die damaligen Spieler von Schalke 04 kamen ja fast alle aus der Bundesliga in die zweite Liga.“ Neururer will die Wirkung des Aufputschmittels Captagon schnell erkannt haben: „Man sieht den Spielern den Konsum von Captagon an. Die Augen stehen anders. Der Spieler wird nicht mehr müde und neigt auf dem Platz zu Überreaktionen. Das war ein kompletter Wahnsinn, der da gemacht wurde. Es gab auch andere Mittel: alle Ephedrine, die auch von den Radfahrern geschluckt werden. Das sind Asthmamittel. Plötzlich hatte jeder Asthma, um das nehmen zu dürfen. Auch im Nasenspray sind zu 90 Prozent Ephedrine.“

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