Skip to main content

Dynamo Dresden

Einer der bekanntesten Fußballvereine aus den neuen Bundesländern ist Dynamo Dresden. Anders als RB Leipzig, ebenfalls aus Sachsen, der erst nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten gegründet wurde, besteht Dynamo Dresden bereits seit den Zeiten der früheren Deutschen Demokratischen Republik, der Verein wurde 1953 gegründet und gehörte in der früheren DDR zu den Erfolgsvereinen. Noch zu Zeiten der DDR nahm Dynamo Dresden an vielen internationalen Wettbewerben teil. Charakteristisch für den Verein sind das Wappen mit dem „D“ und die Farben Schwarz und Gelb für die Kleidung der Sportler. Spielstätte von Dynamo Dresden ist das Rudolf-Harbig-Stadion, das inzwischen den Namen DDV-Stadion trägt.

Die Anfänge von Dynamo Dresden

Dynamo Dresden wurde am 12. April 1953 gegründet, der volle Name lautet Sportgemeinschaft Dynamo Dresden. Der Verein wurde in die Sportvereinigung Dynamo eingegliedert; nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten wurde der Verein in 1. FC Dynamo Dresden umbenannt; im September 2006 erfolgte eine Rückumbenennung in SG Dynamo Dresden. Im DDR-Fußball war Dynamo Dresden einer der populärsten und erfolgreichsten Vereine, er nahm insgesamt 98 Mal am UEFA Europa-Pokal teil und wurde daher auch über die Ländergrenzen hinaus bekannt. Insgesamt achtmal wurde der Verein Meister in der DDR-Oberliga, das war in der DDR die höchste Spielklasse. Der Verein wurde insgesamt siebenmal DDR-Pokalsieger. Dynamo Dresden ging aus der SG Volkspolizei Dresden hervor, bei der es sich um eine Betriebssportgemeinschaft handelte. Aufgrund verschiedener Umstände war der Startplatz in der Oberliga gefährdet, ein Grund dafür war eine Schiedsrichterentscheidung bei einem Spiel gegen die ZSG Horch Zwickau. Die SG Volkspolizei Dresden wollte ihren Startplatz in der Oberliga retten und verstärkte die Mannschaft mit Spielern aus der gesamten DDR. Leistungsträger aus anderen Mannschaften wurden integriert, darunter

  • Johannes Matzen
  • Günter Schröter
  • Herbert Schoen

aus der SG Volkspolizei Potsdam. Der Verein bekam seine Stammbesetzung und konnte im Jahr 1951 den vierten Tabellenplatz erreichen, im Jahr 1952 schaffte er es sogar auf den zweiten Tabellenplatz und avancierte zu einer Spitzenmannschaft. Die offizielle Gründung ist auf den 12. April 1953 datiert, Dynamo Dresden war in erster Linie eine Sportorganisation der inneren Sicherheitsorgane der DDR, zu der das Ministerium für Staatssicherheit, die Volkspolizei und der Zoll gehörten. Bereits im Jahr 1953 konnte sich Dynamo Dresden die erste DDR-Fußballmeisterschaft sichern. Ab 1954 stieg die Mannschaft ab, sie spielte in der zweithöchsten Spielklasse, dann in der II. DDR-Liga, die damals neu gegründet wurde, und schließlich nur noch in der viertklassigen Bezirksliga – das war der sportliche Tiefpunkt der Mannschaft. Schon ein Jahr später folgte der direkte Wiederaufstieg, schließlich konnte der Verein in die DDR-Liga aufsteigen. Die Mannschaft stürzte im Jahr 1968 erneut in die Zweitklassigkeit ab, doch konnte sie 1969 wieder in die Oberliga aufsteigen und sich dort etablieren. Dynamo Dresden blieb bis zu deren Auflösung im Jahr 1991 in der Oberliga.

Dynamo Dresden und die politische Wende

Dynamo Dresden konnte in der Saison 1989/90 unter ihrem neuen Trainer Reinhard Häfner und Assistent Hartmut Schade den Meistertitel und auch den FDGB-Pokal erreichen, das war ein Double, für Dynamo Dresden war es das dritte Double in seiner Geschichte. Beim erstmals ausgetragenen DFV-Supercup unterlag Dynamo Dresden mit einem 1:4 gegen BFC Dynamo. Dynamo Dresden hatte seinen achten Meistertitel und seinen siebten Pokalsieg erzielt, das waren die letzten DDR-Titel für den Verein. Die besten Spieler, darunter Ulf Kirsten und Matthias Sammer, verließen den Verein anschließend. Am 30. Juni 1990 wurde Wolf-Rüdiger Ziegenbalg zum ersten Präsidenten des Vereins gewählt. Dynamo Dresden beendete die letzte DDR-Oberliga-Saison mit dem zweiten Rang und konnte sich direkt für die Bundesliga qualifizieren. Da das Viertelfinale um den Europacup gegen Roter Stern Belgrad nach schweren Krawallen abgebrochen werden musste, wurde Dynamo Dresden für zwei Europacup-Qualifikationen gesperrt. Die ersten beiden Jahre in der Bundesliga lag Dynamo Dresden meistens im Tabellenkeller, doch konnte der direkte Abstieg verhindert werden. Neuer Präsident wurde Rolf-Jürgen Otto, der den Spielevermittler Willi Konrad als Technischen Direktor in den Verein brachte, der bereits 1970 bei den Kickers Offenbach für einen Bundesliga-Skandal verantwortlich war. Dynamo Dresden wurde wegen Erschleichens einer Lizenz bestraft und erhielt einen Abzug von vier Punkten. Der Verein konnte allerdings unter Trainer Sigfried Held einem Abstieg in die zweite Bundesliga entgehen. Sigfried Held wurde im November 1994 durch Horst Hrubesh ersetzt, doch schon vier Monate später wurde Ralf Minge neuer Cheftrainer. Aufgrund der schlechten Platzierung und von 10 Millionen DM Schulden wurde dem Verein die Lizenz für die Bundesliga und die zweite Bundesliga verweigert. Schließlich musste Dynamo Dresden in die dritte Klasse, die Regionalliga Nordost, absteigen. Nach einer sportlichen Neuausrichtung der Regionalliga im Jahr 2000 stieg Dynamo Dresden in die viertklassige Oberliga Nordost ab. Dynamo Dresden spielte sogar schon in der zweiten Bundesliga, doch dann stieg der Verein zum Ende der Saison 2013/14 wieder in die 3. Liga ab. Das sind die Stationen nach dem Ende der DDR:

  • Bundesliga
  • 2. Bundesliga
  • Regionalliga Nordost
  • 2. Bundesliga
  • 3. Liga
  • 2. Bundesliga

Dynamo Dresden zählt mehr als 19.000 Mitglieder und ist der mitgliederstärkste Verein aus den neuen Bundesländern. Er gehört zu den 20 größten Sportclubs der Bundesrepublik.

Besondere Erfolge und besondere Spieler von Dynamo Dresden

Zu den besonderen Erfolgen von Dynamo Dresden gehören die acht Meistertitel, sieben Pokalsiege und drei Doubles zu Zeiten der DDR. In der Saison 2015/16 wurde Dynamo Dresden Meister in der Dritten Liga. Beim UEFA Europa Pokal erreichte Dynamo Dresden in der Saison 1988/89 das Halbfinale, doch unterlag der Verein dann gegen den VfB Stuttgart. Zu den bekanntesten Spielern von Dynamo Dresden gehörten

  • Matthias Sammer
  • Ulf Kirsten
  • Günter Schröter

Bekanntester und erfolgreichster Trainer des Vereins war Walter Fritzsch.

Die Spielstätte von Dynamo Dresden

Spielstätte von Dynamo Dresden ist das DDV-Stadion, mit dessen Bau bereits 1922 begonnen wurde und das im Laufe der Zeit bereits verschiedene Namen hatte. Das Stadion wurde mehrmals renoviert, im November 2007 wurde es abgerissen. Ein kompletter Neubau erfolgte, das Stadion wurde im September 2009 neu eröffnet. Es ist nicht nur Heimspielstätte von Dynamo Dresden, sondern es dient auch für Konzerte, beispielsweise von Wolfgang Petry und Helene Fischer. Das Stadion bietet Platz für 32.066 Zuschauern; bei internationalen Spielen liegt die Kapazität bei 27.190 Plätzen. Als Oberfläche ist Naturrasen vorhanden.

Bewerte diesen Beitrag
# Anbieter Besonderheiten Bonus Bewertung
1
  • Bis zu 120 Euro Neukundenbonus
  • Deutscher Kundensupport
  • Tolle Promotionen
  • Rund 6.000 Livewetten im Monat
  • Aufgeräumte Webseite

100%bis 120€

78 von 100

Bonus sichern

Testbericht lesen

Sharing is caring!

Ähnliche Beiträge

Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*

schließen X