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Ein erster Blick auf den Kader des MSV Duisburg 2017/18

Nach seinem bitteren Abstieg aus der 2. Bundesliga in der Relegation gegen die Würzburger Kickers, die nun ihrerseits abgestiegen sind, ist der MSV Duisburg als Meister der 3. Liga wieder zurück in der 2. Bundesliga. Lange Zeit war der Club Tabellenführer gewesen, hatte aber immer wieder so sehr geschwächelt, teils 4 Spiele in Folge nicht gewonnen, dass der Aufstieg erst am vorletzten Spieltag bei Fortuna Köln dingfest gemacht werden konnte.

Die Mannschaft überzeugte oft nicht, gewann ihre Spiele fast ausnahmslos nur mit einem Tor Unterschied. Ein gutes Pferd springt zwar nur so hoch, wie es muss. Doch die Spielstärke könnte in der 2. Bundesliga zu gering sein. Das ahnt auch Manager Ivica Grlic, weshalb er fleißig daran arbeitet, den Kader punktuell zu verbessern. Ein Kracher-Transfer war bis jetzt noch nicht dabei, doch scheinen alle bisherigen Verstärkungen sinnvoll zu sein.

Torhüter beim MSV Duisburg

Mark Flekken, der Niederländer, wird wohl erster Torhüter bleiben. Eine der ganz wenigen Positionen, auf denen der MSV Duisburg auch jetzt schon zweitligatauglich aufgestellt ist. Anders als sein Vorgänger Michael Ratajczak ist Flekken auch am Ball stark, spielt selten mal einen Fehlpass. Da aber Lenz zu Rot-Weiß Essen gewechselt ist, war dennoch Ersatz gefordert. Den hat Grlic nun in Person von Daniel Davari besorgt. Der Deutsch-Iraner, der schon für den Iran in der Nationalmannschaft das Tor hütete, spielte eine Erstliga-Saison mit Eintracht Braunschweig. Dennoch ist er wohl erstmal nur als zweiter Mann eingeplant. Eine sinnvolle Verstärkung für die Aufgaben in der 2.
Bundesliga.

Verteidiger beim MSV Duisburg in der 2. Bundesliga

Noch wichtiger sind aber Verstärkungen in der Verteidigung, vor allem, weil Branimir Bajic mit seinen 37 Jahren nur noch als Stand-By-Profi in Frage kommt. Die spielerische Qualität hat er unbedingt, doch physisch wird es langsam eng bei ihm. Deshalb ist Gerrit Nauber von den Sportfreunden Lotte eine sinnvolle Verstärkung. Nauber hat dort über Jahre hinweg viel Qualität gezeigt, das erhofft man sich von ihm nun auch an der Wedau.

Ansonsten sind Bomheuer, Wolze und Hajri eine recht gut eingespielte Hintermannschaft, Bomheuer ist zudem torgefährlich bei Standards.

Mittelfeld beim MSV Duisburg

Herausragend ist hier vor allem Fabian Schnellhardt, der sogar beim DFB zum Spieler der abgelaufenen Saison in der 3. Liga gewählt wurde. Sehr umsichtig, sehr ballgewandt, kann er ein Spiel bestimmen. Allerdings war er gegen Ende der letzten Saison ein wenig abgetaucht. Und ob seine Fähigkeiten auch in der 2. Bundesliga ausreichen, um ein Spiel zu dirigieren, muss er erst noch unter Beweis stellen.

Für den defensiven Part im Mittelfeld wurde zudem Lukas Fröde verpflichtet, der ausgerechnet vom Zweitliga-Absteiger Würzburger Kickers kommt. Zudem hat man einen weiteren Lukas verpflichtet: Lukas Daschner kommt aus der eigenen Jugend und erhält einen Profi-Vertrag. Daschner spielt allerdings im offensiven Bereich im Mittelfeld.

Allzu überragend war es selten, was der MSV Duisburg im Mittelfeld in der letzten Saison angeboten hat, allerdings zeichnete man sich dadurch aus, nur sehr wenig Aktionen des Gegners im eigenen Strafraum zuzulassen. Auch das war ein Verdienst eines sehr kompakten Mittelfelds, auch hier bleibt aber die Frage offen, ob diese Qualität auch für die 2. Bundesliga ausreicht.

Angriff beim MSV Duisburg 2017/18

Mit allen drei Angreifern aus der letzten Saison, Onuegbu, Iljutcenko und Brandstetter, geht man auch in die neue Saison in der 2. Bundesliga.
Allzu torgefährlich waren sie zwar nicht, doch vertraut man darauf, dass sie recht gut eingespielt sind. Onuegbu ist zudem der Mann, der Bälle behaupten kann, auch wenn er unter größerem Druck steht. Legt er geschickt ab, kann er oft Iljutcenko in Szene setzen, ebenso Brandstetter. Was dem bulligen Onuegbu fehlt, eine gewisse Leichtigkeit in den Bewegungen, bringt auf jeden Fall Iljutcenko ins Spiel des MSV Duisburg ein. Iljutcenko ist immer mal wieder auch für Tore per Fallrückzieher gut, während Onuegbu seine Tore meist aus dem Gewühl heraus erzielt, wo er dennoch die Übersicht behält, wo das Tor zu finden ist. Allerdings sind alle drei Spieler keine ausgemachten Dribbler, wie es der zuletzt geschiedene Chanturia war.

Gleichwohl hat man sich auch für die Offensive bereits verstärkt. Von Fortuna Köln kommt der Brasilianer Cauly Oliveira Souza, der dort oft überzeugte, gerade in einem Team, das gegen den Abstieg kämpfte. Angesichts der wenigen Tore, die der MSV Duisburg in der letzten Saison erzielte, ist es nur verständlich, dass Ivica Grlic angekündigt hat, noch einen weiteren Offensivmann verpflichten zu wollen. Da dem MSV finanziell die Hände gebunden sind, kann es wohl erneut nur eine Verpflichtung – wie bei Souza, wie bei Nauber, wie bei Fröde – sein, die ablösefrei über die Bühne geht. Ein Star ist also nicht zu erwarten, aber vielleicht ein Mann, der die Offensive um Onuegbu und Iljutcenko sinnvoll ergänzen kann.

Manager Grlich muss weiter einkaufen

Ohnehin liegt hier vorrangig die von Grlic nun gefragte Kunst: Ablösefrei Spieler zu finden, die dennoch eine Verstärkung auch in der 2. Bundesliga darstellen. Keine einfache Aufgabe, die er ja auch in der vorvorigen Saison nicht schaffte, als der MSV Duisburg fast die gesamte Saison über Tabellenletzter der 2. Bundesliga war und dann in der Relegation abstieg.

Was für den MSV spricht, ist, dass die beiden Absteiger FC Ingolstadt und SV Darmstadt 98 nicht wie im Vorjahr der VfB Stuttgart und Hannover 96 automatisch als Aufsteiger feststehen und die Punkte im Vorbeigehen einsammeln. Zudem dürften die Mitaufsteiger Holsten Kiel und erst recht Jahn Regensburg nicht besser sein als der MSV Duisburg. Regensburg fehlt zudem ein Trainer, nachdem Heiko Herrlich zu Bayer Leverkusen wechselte.

Keine Veränderungen gibt es auf den Trainerposten bei den Meiderichern.
Ilia Gruev hat in der 3. Liga überzeugt, ob er die nötigen Fähigkeiten für die 2. Bundesliga besitzt, muss er ebenso wie sein Team erst noch zeigen. Die große Identifikation mit dem MSV Duisburg mag ihm bei Manager Grlic ein paar Extrapunkte bringen, sodass er auch bei einer Niederlagenserie nicht sofort gefeuert wird. Dennoch ist auch für Gruev klar, dass es nur ein Ziel zu erreichen gibt: den Klassenerhalt in der Saison 2017/18.

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