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Eintracht Frankfurt vs. AfD: Darf ein Fußballverein politisch agieren?

Der Präsident von Eintracht Frankfurt, Peter Fischer, nimmt kein Blatt vor dem Mund, wenn es um seine persönliche Meinung geht. In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) sagte Fischer, dass es sich mit der Vereinssatzung der Eintracht nicht vertrage, eine Partie wie die AfD zu wählen. Schließlich sei die Eintracht eine Mannschaft mit Spielen aus 18 Nationen und die AfD eine Partei, die für Aus- und Abgrenzung steht – das passe nicht. „Es kann niemand bei uns Mitglied sein, der diese Partei wählt, in der es rassistische und menschenverachtende Tendenzen gibt“, so Fischer wörtlich. Doch darf ein Funktionär eines Bundesligavereins derart politisch werden?

Fischer wettert gegen die AfD

Fischer wurde von der AfD für seine Worte natürlich kritisiert – und der Präsident legte prompt nach und wurde noch deutlicher: „Es gibt für die braune Brut keinen Platz“, so Fischer, der außerdem ankündigte, bei der Mitgliederversammlung Ende Januar ein weiteres Statement zu bringen. „Ich schäme mich für 13 Prozent der Bevölkerung, die die AfD gewählt haben. Ich will ihnen keinen Millimeter Fläche geben.“ Das sind durchaus klare Worte. Nun hat sich Fischer bis zur Mitgliederversammlung allerdings einen Maulkorb verpasst – er hatte wohl nicht mit dem medialen Echo gerechnet, die seine Aussagen hervorrufen würden. Inzwischen hat ihm Aufsichtsratschef Wolfgang Streubing gegenüber dem Hessischen Rundfunk den Rücken gestärkt. „Eintracht Frankfurt steht für Fairness, ein sympathisches Miteinander, Toleranz und gegen Antisemitismus sowie Rassismus“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende am Donnerstag in Alicante. „Peter Fischer hat sein Herz am rechten Fleck. Wenn einem das nicht in den Kram passt, kann ich das nicht nachvollziehen.“

Ein Verein hat die Pflicht, seine Interessen in alle Richtungen zu vertreten

Die Frage danach, ob sich ein Verein politisch engagieren oder überhaupt äußern darf, ist natürlich eine berechtigte Frage. Denn geht es um Fragen der Wirtschaftspolitik oder der Rentenreform, der Altenpflege oder des Verkehrsrechts, so wird sich schon deswegen kein Verein zu diesen Themen äußern, weil es überhaupt nicht passt. Geht es jedoch um Fremdenfeindlichkeit, Faschismus, die Flüchtlingskrise oder die Europäische Union, so hat ein Fußballverein selbstverständlich jedes Recht, sich hierzu zu äußern. Denn tatsächlich bestehen die Mannschaften der großen Profiklubs zu einem großen Teil aus ausländischen Spielern. Hinzu kommen Spieler mit einer anderen Hautfarbe, einer anderen Religion, einer anderen Ethnie. Gibt es dann aber hierzulande Strömungen und Parteien, die gegen diese Vielfalt etwas einzuwenden haben, dann ist es die Pflicht eines jeden Funktionärs, den Mund aufzumachen und die Interessen des Vereins zu vertreten. Fifa und UEFA, die beiden großen Verbände, haben bereits Kampagnen gegen Fremdenfeindlichkeit laufen, genauso der DFB und auch einige Fußballvereine, wie der FC St. Pauli oder der SC Freiburg bekennen sich klar und ohne Kompromisse gegen rechtsradikale Strömungen.

Kritik am Trainingslager des FC Bayern in Katar – warum dann nicht an der AfD

Dass der FC Bayern München ein Trainingslager seit vielen Jahren in Katar aufschlägt, wo die Regierung nicht gerade zimperlich mit den Menschenrechten umgeht, hat ebenfalls für einen medialen Aufschrei gesorgt. Hier wird über die mangelnde Kritik des Rekordmeisters gesprochen – da kann die Reaktion von Peter Fischer sicherlich nicht falsch gewesen sein.

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