Gibt es in der Primera Division eine Verschwörung gegen den FC Barcelona? Dieser Ansicht ist zumindest Verteidiger Gerard Pique, der am Sonntag nach klaren Fehlentscheidungen gegen sein Team eine Verbal-Attacke gegen Javier Tebas, seines Zeichens Ligapräsident und bekennender Real-Fan, abgefeuert hat.

Der Jahresstart verlief für den FC Barcelona alles andere als erfolgreich: Erst die 1:2-Pleite bei Athletic Bilbao im Achtelfinal-Hinspiel im Pokal, am Sonntag kam die Blaugrana beim FC Villarreal nicht über 1:1 hinaus! Dabei profitierten die Gegner und nicht zuletzt auch Dauerrivale Real Madrid von klaren Fehlentscheidungen der Schiedsrichter, da Barca in beiden Partien klare Elfmeter verweigert wurden.

Im Duell bei Villarreal blockte dessen Kapitän, Bruno Soriano, einen Schuss von Lionel Messi im Strafraum eindeutig mit den Händen, doch die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm. Kurz darauf wurde dem FC Barcelona erneut ein durchaus berechtigter Strafstoß verwehrt.

Gerard Piquet schießt gegen Liga-Boss

Zu viel für Gerard Piquet, der nach Spielende wutenbrannt vom Spielfeldrand Richtung Logen-Plätze mit dem Finger zeigte und rief: „Du! Ja, genau du! Hast du das gesehen?! Jetzt bist du sicher froh!“ Adressat der Worte war kein Geringerer als Javier Tebas. Der Boss der spanischen Liga hat im November gegenüber der ‚AS‘ bestätigt, dass er Fan von Real Madrid sei.

Für Barca-Abwehrboss Pique Grund genug zur Annahme, dass es in La Liga eine Verschwörung gibt: „Es gab zwei Handspiele im Strafraum des Gegners, zwei, und der Schiedsrichter sah nichts“, echauffierte sich der 29-Jährige.

Schon nach der Pokal-Pleite bei Athletic Bilbao polterte Pique über die Schiedsrichter: „Wir wissen schon, wie das läuft. Wir haben doch alles gesehen, was beim Spiel zwischen Real und Sevilla passiert ist.“ Die Königlichen haben beim 3:0-Erfolg einen Elfmeter „geschenkt“ bekommen.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich der FC Barcelona gegenüber seinem Erzrivalen benachteiligt fühlt. Schließlich wurde die Transfersperre der Königlich erst kürzlich reduziert, während die Katalanen ihre Sperre auf dem Transfermarkt komplett absitzen mussten.

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