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FC Bayern München: Die größte Krise seit Jahren

Das 0:2 des FC Bayern München bei der TSG 1899 Hoffenheim scheint der bisherige Höhepunkt in einer großen Krise des Rekordmeisters zu sein. Doch nicht nur diese Niederlage wirft einen großen Schatten auf die Ambitionen des FC Bayern, denn auch die Problematik um Thomas Müller und die negativen Aussagen von Top Torjäger Robert Lewandowski sorgen für viele Probleme, und das ausgerechnet vor dem Auftakt in die Gruppenphase der UEFA Champions League am Dienstag gegen den RSC Anderlecht. Eine Übersicht über die Baustellen, vor denen der amtierende deutsche Meister steht.

Foto: Imago/ActionPictures

Personalie Thomas Müller: Geht er, bleibt er, bekommt er seinen Stammplatz zurück?

Thomas Müller ist unzufrieden mit seiner Situation beim FC Bayern München, vor allem aber bezüglich seiner Rolle als Reservist. Der Weltmeister ist es nicht gewohnt bei den Münchnern nur auf der Bank zu sitzen, wie auch beim Spiel gegen den SV Werder Bremen, bei dem ihn Carlo Ancelotti wieder nicht in der Startelf berücksichtigte. Dabei offenbart sich auch, dass Müller nicht so recht weiß, was der Trainer insgesamt von der Mannschaft erwartet: „Ich weiß nicht genau, welche Qualitäten der Trainer gerade sehen will. Aber meine sind es offensichtlich nicht“, so Müller nach der Partie gegen die Hanseaten. Selbst von prominenter Seite erhielt der Nationalspieler Unterstützung. So auch von Oliver Bierhoff: „Ich hoffe, dass Bayern bewusst ist, dass er eine Identifikationsfigur des Vereins ist. Ich wünsche mir, dass man sagt, er muss spielen.“ Mannschaftskapitän Manuel Neuer sagte gegenüber dem „kicker“: „Ich finde es okay, wenn Müller Ansprüche formuliert. Und auch TV-Experte Lothar Matthäus gab schon seinen Senf dazu. Doch Carlo Ancelotti lässt das alles kalt: „Ich danke allen Leuten, die mir Ratschläge geben“, sagte Ancelotti auf der Pressekonferenz am Freitag und schob hinterher, „aber ich benötige keine Ratschläge.

Ich weiß, was ich tue. Aber ich möchte mich bei Bierhoff und den anderen bedanken.

Aber ich möchte sagen: ‘Don’t worry’“. Dass ihn Spieler öffentlich kritisieren, hält der Coach für okay: „Natürlich ist er nicht glücklich, wenn er nicht spielt. Damit habe ich viel Erfahrung, auch weil ich selbst ein Spieler war. Ich war auch nicht glücklich, wenn ich nicht gespielt habe“, zeigt er Verständnis. „Es ist mit lieber einen Spieler zu haben, der unglücklich ist, als einen Spieler der glücklich darüber ist, auf der Bank zu sitzen. Das ist normal.“ Müller sei professionell, er spreche täglich mit ihm und versicherte: „Wir haben kein Problem.“ Immerhin: Beim Spiel gegen Hoffenheim brachte er Müller als Rechtsaußen bereits zum Beginn des Spiels, erst in der 78. Minute musste er für James weichen. Ob das die Situation insgesamt verbessert, bleibt abzuwarten.

Personalie Robert Lewandowski: Der Pole kritisiert öffentlich den Verein – Rummenigge sauer

Auch Robert Lewandowski macht es seinen Bossen nicht sonderlich leicht. In einem Interview mit dem „Spiegel“ übte er öffentlich Kritik an dem Verein, der sich zwar in diesem Sommer mit einigen guten Einkäufen verbessern konnte, die Spieler, die richtig Geld kosten aber links liegen ließ. „Bayern muss sich etwas einfallen lassen und kreativ sein, wenn der Verein weiter Weltklassespieler nach München lotsen will“, so der 29-jährige. „Und wenn man ganz vorn mitspielen will, braucht man die Qualität dieser Spieler. Auch, weil solche Stars ihre Mitspieler besser machen.

Bis heute hat Bayern München nie mehr als rund 40 Millionen an Ablösesummen für einen Spieler bezahlt“,

sagte Lewandowski. „Im internationalen Fußball ist das schon längst eine Summe, die eher Durchschnitt als Spitzenwert ist.“ Dennoch: Lewandowski ist nach wie vor davon überzeugt, dass der FC Bayern München international konkurrenzfähig ist. „Paris hat sich nun einen Weltklassekader zusammengekauft. Ob es aber auch eine Weltklassemannschaft ist, muss man abwarten. Bayern München ist als Team eingespielter, wir haben schon vieles zusammen erlebt“. Das Interview stößt beim Verein nicht auf viel Gegenliebe, wie man sich vorstellen kann. Vor allem Karl-Heinz Rummenigge sieht darin einen Affront. „Offenbar hat sich Robert von den Paris-Transfers irritieren lassen. Er ist bei uns als Fußballer angestellt – und verdient dafür sehr viel Geld“, so Rummenigge in der „Bild“. „Ich bedauere seine Aussagen. Schon in der Rückrunde hatte er nach dem Freiburg-Spiel unzutreffende Vorwürfe gegen seine Mitspieler erhoben, dass er nicht genügend unterstützt worden wäre.“ Rummenigge hat als Verantwortlichen bereits jemanden ausgemacht: Maik Barthel, der Berater des Polen. „Das Interview ist bewusst am FC Bayern vorbei organisiert worden. Er schadet damit Robert.“ Künftig will Rummenigge öffentliche Kritik von Spielern stärker bestrafen: „Wer öffentlich den Trainer, den Verein oder die Mitspieler kritisiert, kriegt ab sofort Stress mit mir persönlich“, kündigte er an: „Ich weiß schon, wie man Spieler zur Räson bringen kann.“ Lewandowski übrigens sieht das alles ein wenige pragmatischer: Denn das Wort „Loyalität“ scheint ihm nicht allzu viel zu bedeuten, wie er auch gegenüber dem „Spiegel“ aussagt: „Das ist zwar ein schönes Wort, eine wunderbar romantische Vorstellung und im Privatleben auch ein wichtiger Wert. Im Spitzensport zählen aber andere Parameter: Erfolg und Geld. Und diese beiden Komponenten entscheiden über einen Transfer, nichts anderes.“ Wenn er mit Bayern also in der laufenden Saison schlecht abschneiden sollte in der Champions League, wird er vielleicht nicht mehr lange Spieler des deutschen Rekordmeisters bleiben.

Foto: Imago/MIS Publication

Fazit: Droht ein Aufstand der Spieler und wie geht es mit Carlo Ancelotti weiter?

Sollte die Niederlage in Hoffenheim der Beginn einer handfesten sportlichen Krise sein, die dem FC Bayern ja von einigen Medien bereits auf den Leib geschrieben wird, dann wird es wohl nicht mehr so lange dauern, bis Trainer Carlo Ancelotti aufgeben muss oder zum Aufgeben gezwungen wird. Denn mit Thomas Müller und Robert Lewandowski haben sich bereits zwei prominente Spieler weit aus dem Fenster gelehnt – sowohl bei der Kritik am Trainer, als auch bei der Kritik am Verein selbst. Es bleibt spannend – bekommen Rummenigge und Hoeneß den Laden wieder unter Kontrolle, oder wird dies mal wieder eine Saison, in der die Bayern keine Titel holen werden?

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