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Fortuna Düsseldorf

Nachdem Fortuna Düsseldorf als langjähriger Erstligist eine Achterbahnfahrt durch die Ligen erlebte, von der 1. bis in die 4. herunter und nach vielen Bemühungen zuletzt wieder eine Saison in der 1.
Bundesliga, scheint man sich nun in der 2. Bundesliga etabliert zu haben.

Zwar gewann Fortuna Düsseldorf 1933 die deutsche Meisterschaft und gleich zweimal (1979 und 1980) den DFB-Pokal. Die Zeiten, als man zur nationalen Spitze zählte, sind aber schon lange vorbei. Heute ist Friedhelm Funkel Trainer bei Fortuna Düsseldorf, der zwar der erfahrenste Trainer im deutschen Profifußball ist. Die Spielweisen seiner Teams gelten aber allgemein als etwas angestaubt und auch sehr auf Vorsicht bedacht. Zu sehr angestaubt manchmal, um das Heimpublikum zu begeistern.

In der letzten Saison schaffte man auch erst kurz vor Toresschluss den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. Das soll im neuen Jahr definitiv anders werden. Dafür lohnt auch ein Blick auf die Historie des Clubs, wie er sich zu welchen Zeiten schlug und was es sonst noch Wissenswertes gibt.

Heimat im Stadtteil Flingern, Esprit-Arena in Stockum

Gegründet wurde der Club wie man unschwer aus seinem vollen Namen – Düsseldorfer Turn- und Sportverein Fortuna 1895 e. V. – ablesen kann, noch im vorletzten Jahrhundert. Nach einigen Fusionen mit anderen Clubs aus der Umgebung gibt es die Fortuna in der aktuellen Form nun seit dem Jahr 1919, Heimatstadtteil des Vereins in Düsseldorf ist Flingern, wo auch das Paul-Janes-Stadion zu finden ist, eigentliche Heimat des Clubs, der hier in der 4. Liga zeitweise seine Heimspiele austrug. Benannt ist es nach dem langjährigen Fortuna-Spieler Paul Janes, der mit 71 Einsätzen von 1941 bis 1970 deutscher Rekordnationalspieler war, ehe er von Uwe Seeler abgelöst wurde.

Aktuelle Spielstätte für die Profis ist aber die Esprit-Arena, direkt am Rhein im Stadtteil Stockum neben dem Messegelände gelegen. Dort finden 54.600 Zuschauer Platz, bei internationalen Spielen 51.500. Das Stadion erfreut sich wegen seiner hervorragenden Verkehrsanbindung und allerlei Komfort wie eine Innenraumheizung für die Zuschauer, die die Luft auch im Winter auf bis zu 15° C erwärmt, großer Beliebtheit beim Publikum. Eine Heimmacht ist die Fortuna trotz hoher Zuschauerzahlen aber zuletzt dennoch nicht gewesen.

 

Sagenhaftes Europapokalfinale gegen Barcelona

Seit dem Annehmen der aktuellen Vereinsform im Jahr 1919 spielte die Fortuna zunächst einmal stets in der höchsten westdeutschen Spielklasse, nahm so bis 1940 insgesamt sechs Mal an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft teil. Diese konnte sie einmal, 1933, mit einem 3:0 über den FC Schalke 04 gewinnen. Dass dieser Erfolg ausgerechnet in Köln gelang, störte damals noch niemanden, als eine heute überbordende Rivalität mit den Kölnern – zumindest im Fußball – noch nicht gegeben war.

Ähnlich große Erfolge gelangen nur noch Ende der 1970er, als man als eines der wenigen deutschen Teams den DFB-Pokalgewinn von 1979 im folgenden Jahr 1980 noch einmal verteidigen konnte. 1979 zog man auch ins Finale des Europapokals der Pokalsieger ein, welches im St.-Jakob-Stadion in Basel erst nach Verlängerung mit 3:4 gegen den großen FC Barcelona verloren wurde.

Viele Legenden aus den erfolgreicheren 1970er Jahren

Gerade die Spieler aus jener Zeit sind heute noch beliebte Legenden und anders als die Spieler von vor dem Krieg weilen sie auch auch noch unter den Lebenden. Zu diesen Legenden zählen Namen wie die folgenden:

  • Klaus Allofs
  • Gerd Zewe
  • Rudi Bommer
  • Wolfgang Seeler
  • Thomas Allofs

Anders als heute üblich zeichnete sich der damalige Kader nicht zuletzt dadurch aus, dass viele Spieler wie z. B. die Brüder Thomas und Klaus Allofs direkt aus Düsseldorf oder der näheren Umgebung stammten. In den 1970ern trat man insgesamt 5x im Europapokal an, nachdem man 1971 erstmals in die 1. Bundesliga aufgestiegen war. Dort hielt man sich ununterbrochen bis zum ersten Abstieg im Jahr 1987.

Fortuna Düsseldorf, die Fahrstuhlmannschaft

Danach entwickelt Fortuna sich zur Fahrstuhlmannschaft, die in den folgenden 26 Jahren nicht weniger als 12 Auf- oder Abstiege meist zwischen 2. Bundesliga, Regionalliga und Oberliga erlebte. Erst 2012/13 kehrte man – allerdings auch nur für eine Saison – in die 1. Bundesliga zurück.

Kuriosum am Rande: Mit dem Fortuna-Original Andreas Lambertz gelang es erstmals einem Spieler mit seinem Club von der 4. Liga in die 1. Bundesliga aufzusteigen – und in jeder dieser Spielklassen auch mindestens ein Tor zu erzielen. Andreas Lambertz ist auch der einzige Spieler jüngerer Zeit, der in die Elf der “Legenden” von Fortuna gewählt wurde, neben vielen Spielern aus den 1970ern, aber auch dem 1954-er Weltmeister Toni Turek oder eben Ex-Rekordnationalspieler Paul Janes.

Nun wieder biederer, aber dauerhafter Zweitligist

Seit der Rückkehr in die 2. Bundesliga bewegt man sich mit Ausnahme der ersten Saison, als man immerhin noch 6. wurde, im unteren Mittelfeld, zuletzt mit den Platzierungen 10., 14. und 14. der Tabelle. Dennoch bewegen sich die Zuschauerzahlen mit zuletzt 26.000 im Schnitt im oberen Bereich der 2. Bundesliga. Die Fortuna wird in Düsseldorf als der Düsseldorfer Fußballclub angesehen, und auch wenn Eishockey mit der DEG ebenfalls sehr große Anerkennung erfährt, ist die Fortuna weiterhin die Nr. 1 bei den sportinteressierten Zuschauern in Düsseldorf.

In der kommenden Saison ist allerdings erneute nicht damit zu rechnen, dass die Fortuna um den Aufstieg wird mitspielen können. Vielmehr wird man wiederum den Blick nach unten richten müssen. Dafür wird Friedhelm Funkel, der zudem aus Neuss und somit der direkten Nachbarstadt von Düsseldorf stammt, sicher der richtige Mann sein. Für begeisternden Angriffsfußball wie in jenen Zeiten, als man einst den FC Bayern München mit 7:1 aus dem Stadion fegte, wird es aber wohl mal wieder nicht reichen.

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