Hannover 96

Hannover 96 wurde im Jahr 1896 gegründet. Fußball wird hier großgeschrieben und so hat der Verein eine Fußballmannschaft im Profigeschäft. Nach dem Abstieg im Jahr 2015/2016 spielen die 96er aktuell in der 2. Bundesliga. Deutscher Meister und DFB-Pokalsieger war das Team bereits – jetzt geht es für den Klub darum, bald wieder erstklassig in der 1. Bundesliga zu spielen.

Kompakt: Wissenswertes zum Fußball bei Hannover 96

Neben dem allseits bekannten Fußballangebot offeriert der Verein „Hannoverscher Sportverein von 1896 e.V.“ zahlreiche Sportarten, wie vor allem Leichtathletik, Badminton, Gymnastik, Tennis, Tischtennis und einige mehr. Mittlerweile hat Hannover 96 rund 20.000 Mitglieder, von denen zirka 2.200 aktive Mitglieder sind. Der Rest der (passiven) Mitglieder sind vorwiegend angeworben worden aus der Fanszene rund um die Profi-Fußballmannschaft. In den Jahren 1938 und 1954 war Hannover 96 Deutscher Fußballmeister, 1992 wurde das damalige Team rund um den kultigen Torwart Ralf Siewers DFB-Pokalsieger.

2011/2012 und 2012/2013 spielte Hannover 96 auf internationaler Bühne in der Europa League und sorgte insgesamt für einige positive Überraschungen. Der Pokalsieg 1992 war eine große Sensation, da das Team 1992 zweitklassig spielte und dennoch im DFB-Pokalfinale Borussia Mönchengladbach im Elfmeterschießen bezwang. Der damalige Torwart Ralf Siewers, der in Hannover ein Unikat war und dem Verein über viele Jahre die Treue hielt – gleich ob in der 1. oder 2. Bundesliga – hielt im Finale mehrere Elfmeter der Gladbacher und avancierte zum Held des Pokalgewinns.

In der folgenden Saison 1992/1993 schied das Team im Europokal der Pokalsieger jedoch bereits in der 1. Runde aus. Seit seiner Gründung spielte der Verein zumeist in der höchsten deutschen Spielklasse. Die Lizenzspielerabteilung – also der Profifußball – wurde im Jahr 1999 in die Hannover 96 GmbH & Co. KGaA ausgegliedert. Set 2015 werden die Anteile an dieser vollständig von der Hannover 96 Sales & Service GmbH & Co. KG gehalten. Letztere befindet sich zum größten Teil im Eigentum des Vereinspräsidenten Martin Kind, der mit kurzen Unterbrechungen seit 1997 diese Position einnimmt.

Die Vereinsfarben von Hannover 96 sind Schwarz-Weiß-Grün. Dennoch werden die Fußballer aufgrund des roten Heimtrikots von den Fans „die Roten“ genannt. Das Stadion von Hannover 96 ist die HDI-Arena, die 1954 gebaut wurde und ehemals die Namen „Niedersachsenstadion“ und „AWD-Arena“ trug. Die Straße, an der sich das Stadion sowie die Geschäftsstelle des Vereins befinden, wurde 2011 nach Robert Enke benannt, das heißt nach dem kurz zuvor verstorbenen (National-)Torwart des Vereins.

Geschichte: Meistertitel, Europa und Bundesliga-Erfolge

Ausgenommen die Saisons 1996/1997 und 1997/1998 war Hannover 96 immer in der höchsten oder zweithöchsten Spielklasse vertreten. 1938 und 1954 wurde der Verein gar Deutscher Fußballmeister. Der Titel als Deutscher Amateurmeister kann der Verein ebenfalls verzeichnen – und zwar in den Jahren 1960, 1964 und 1965. In insgesamt zehn Saisons war der Verein in internationalen, europäischen Wettbewerben vertreten: sieben Mal beim so genannten Messepokal, zwei Mal in der Europa League und ein Mal bei Europapokal der Pokalsieger. 2002 gelang nach einer längeren Durststrecke der Aufstieg in die 1. Bundesliga, in der Hannover 96 sodann bis zum Jahr 2016 durchgängig vertreten war. In insgesamt 53 Spielzeiten der 1. Bundesliga, welche 1963 gegründet wurde, gehörte der Verein in insgesamt 28 Spielzeiten dieser national höchsten Spielklasse an.

In der Spielzeit 1937/1938 wurde Hannover 96 das erste Mal Deutscher Fußballmeister. In Dresden gewann das Team der Niedersachsen gegen den Hamburger SV 3:2 nach Verlängerung und erreichte so das Endspiel gegen Schalke 04, das als Favorit im Endspiel galt. Das Finale endete nach Verlängerung 3:3, sodass nach dem damaligen Spielmodus ein Wiederholungsspiel die Entscheidung bringen musste. Im zweiten Spiel hieß es ebenfalls 3:3 nach der regulären Spielzeit, Hannover gewann letztendlich 4:3 nach Verlängerung. Im Jahr 1954 wurde Hannover 96 zum zweiten Mal Deutscher Meister – und dies ebenfalls als Außenseiter gegen den 1. FC Kaiserslautern, der viele Nationalspieler stellte, die damals das „Wunder von Bern“ bestritten. 1:1 hieß es zwischen Hannover und Kaiserslautern zur Halbzeit. Völlig überraschend gewann Hannover klar mit 5:1 nach der regulären Spielzeit.

1992: Hannover ist DFB-Pokalsieger!

Hannover 96 wurde in seiner Geschichte genau ein Mal DFB-Pokalsieger – und zwar sehr überraschend im Jahr 1992. Überraschend deshalb, weil es mit Hannover das erste Mal ein Zweitligist geschafft hatte, den renommierten Pokal zu gewinnen. Über den ganzen Pokalwettbewerb hinweg machte es Hannover 96 oft sehr spannend, so wie auch im Halbfinale gegen den amtierenden Pokalsieger Werder Bremen, wo es nach der regulären Spielzeit 0:0 und nach der Verlängerung 1:1 stand. Es kam somit zum Elfmeterschießen, welches der Zweitligist auf nervenraubende Art und Weise mit 7:6 für sich entschied. Das Finale fand sodann am 23. Mai 1992 statt. Dieses Datum war in der Geschichte des Vereins schon einmal ein ganz besonderes, denn am 23. Mai 1954 gewann Hannover zum zweiten Mal die Deutsche Meisterschaft. Wieder einmal also der 23. Mai und wiederum galt Hannover 96 gegen den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach als klarer Außenseiter. Vor rund 76. 000 Zuschauern fand das Endspiel im Berliner Olympiastadion statt. Unter anderem seinem Keeper Ralf Siewers hatte es Hannover zu verdanken, dass das Spiel auch nach der Verlängerung torlos verblieb. Das Elfmeterschießen verlief sodann äußerst spannend: Mal gelang ein Elfmeter auf beiden Seiten, dann wiederum verschoss einer der Schützen. Ralf Siewers parierte zwei Elfmeter – und zwar von den Borussen Karl-Heinz Pflipsen und Holger Fach – und wurde zum Pokalhelden. Ein großer Tag fürwahr in der Geschichte von Hannover 96, das zu diesem Zeitpunkt in punkto der Ligazugehörigkeit bloß ein Zweitligist ohne wirkliche Chancen auf den Aufstieg war.

Das Jahr 2002: Aufstieg in die 1. Bundesliga

Im Jahr 2002 war es für Hannover 96 endlich wieder so weit: nach langer Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga gelang mit einer dominanten Saison der Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga. Der Trainer der Hannoveraner in der Spielzeit 2001/2002, in der Hannover mit einer überragenden Offensive in der 2. Liga begeisterte, war übrigens Ralf Rangnick. 13 Jahre spielte Hannover andauernd in der 2. Bundesliga, bevor mit Rangnick der große Erfolg des Aufstiegs gelang. Wichtige Spieler waren damals unter anderem: Siewers, Linke, Simak, Stendel und Kaufmann. Rangnick schaffte es, dem scheinbar in der 2. Liga gestrandeten Klub neues Leben einzuhauchen – und zwar mit einem spektakulären, erfrischenden und attraktiven Offensiv- und Kombinationsfußball. Bester Torschütze war mit Jan Simak ausgerechnet ein Mittelfeldspieler. Simak brillierte in dieser Saison mit viel Kreativität, Torgefahr und Spielmacher-Intelligenz. Daniel Stendel erzielte in der Zweitligasaison 2001/2002 insgesamt 16 Treffer, Jiri Kaufmann steuerte 11 Tore zum Erfolg bei. Als weiterer Erfolgsgarant für den Aufstieg nach langer Zweitklassigkeit können der äußerst gute Teamgeist sowie die Arbeit des Trainerstabs rund um Ralf Rangnick gewertet werden.

Europa League: Starkes Spiel in 2011/2012

Die 96er aus Hannover spielten nach dem überraschenden Pokalsieg 1992 bereits international, schied aber im Europapokal der Pokalsieger bereits in der 1. Runde aus. In der Saison 20011/2012 war es dann endlich wieder soweit: Als erfolgreicher Erstligist durfte Hannover auf internationaler Bühne in der Europa League spielen, hatte jedoch nicht direkt de Qualifikation zur Gruppenphase geschafft. Es mussten für diese Qualifikation zwei Spiele gegen den hochfavorisierten spanischen Vertreter FC Sevilla für sich entschieden werden. Hannover war also – wie 1938, 1954 und 1992 – wieder einmal klarer Außenseiter. Und es wurde in den Spielen gegen Sevilla richtig spannend. Das erste Aufeinandertreffen fand in Hannover statt, wo Jan Schlaudraff mit zwei Treffern einen 2:1-Sieg herstellte.

Es gab also eine gute – wenn auch nicht sichere – Ausgangsbasis für das Rückspiel in Sevilla. Und hier wurde es richtig spannend: Hannover gelang zunächst das 1:0 durch Mohammed Abdellaoue. Dem Treffer folgte jedoch ein Eigentor von Emanuel Pogatetz zum 1:1. Das Spiel konnte Hannover 96 sodann mit viel Leidenschaft und Kampfeswillen mit 1:1 über die Zeit retten, sodass zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte der Einzug in die Gruppenphase der Europa League zu Buche stand. Der Erfolg gegen das favorisierte Sevilla schien die Mannschaft zu beflügeln, denn sie schaffte es sodann, die Gruppenphase zu überstehen (u.a. 2:1-Sieg in Kopenhagen) und auch noch einige Runden weiter erfolgreich zu gestalten. So schalteten die Hannoveraner im Sechszehntelfinale Club Brügge aus und auch im Achtelfinale konnte Hannover 96 gegen Standard Lüttich das Weiterkommen für sich verbuchen. Es stand somit beim ersten Auftritt in der Europa League das Viertelfinale an. Hier musste sich Hannover 96 jedoch zwei Mal mit 1:2 der spanischen Spitzenmannschaft sowie dem späteren Sieger des Wettbewerbs Atletico Madrid geschlagen geben. In dieser emotional mitreißenden Spielzeit konnte Hannover viele Fans für sich gewinnen.

Auch in der darauffolgenden Saison nahm Hannover 96 wieder an der Europa League teil – und zwar aufgrund der sehr erfolgreich gestalteten Bundesliga-Vorsaison direkt an der Gruppenhase. Gegner waren hier: Helsingsborgs F (Schweden), Twente Enschede (Niederlande), DU Levante (Spanien). Hannover gewann die Gruppe mit drei Siegen und drei Unentschieden und einem Punkt Vorsprung vor Levante. Trainer der 96er war – wie in der Vorsaison auch – Mirko Slomka. Dieses Mal musste sich Hannover jedoch geschlagen geben. Gegner war das finanzstarke Anschi Machatschkala mit dem damaligen Superstar Samuel Eto’o. Das Unentschieden im Rückspiel reichte leider nicht aus, um die 1:3-Hinspielniederlage wettzumachen.

Stadion: Die erstklassige HDI-Arena

Mit rund 49.200 Plätzen gehört das Stadion von Hannover 96 – die heute so benannte „HDI-Arena“ – zweifellos zu den Stadien Deutschlands, das natürlich auch erstklassigen und internationalen Anforderungen (Europa League etc.) genügen könnte. Alle Zuschauerplätze sind überdacht und das Stadion, das ehemals als Niedersachsenstadion und AWD-Arena benannt war, bietet heute alle Features und Facetten eines modernen Fußballstadions. Das Stadion wurde einst 1954 als Niedersachsenstadion für rund 86.000 Zuschauer gebaut und wurde seitdem primär für die Veranstaltung von Fußball-Großereignissen mehrfach modernisiert und umgebaut. Fünf Jahre lang – und zwar von 2002 bis 2007 – hieß das Stadion „AWD-Arena“, da Hannover 96 die Namensrechte an den Finanzdienstleister AWD vergab. 2007 wurde der Kontrakt um weitere fünf Jahre bis 2012 verlängert, 2012 dann wiederum um ein Jahr bis 2013. Im April 2013 schloss der Verein dann einen 7-Jahres-Vertrag mit der HDI-Gruppe ab, sodass das Stadion heute den Namen „HDI-Arena“ trägt.

Hannover 96

Hannover 96 heute: Hoffnung auf die 1. Bundesliga

Die Spielzeit 2015/2016 verlief für Hannover 96 äußerst unglücklich. Nach langer Zugehörigkeit zur 1. Bundesliga stieg der niedersächsische Traditionsverein aus der 1. Bundesliga in die zweite Liga ab. In der Hinrunde der Bundesligasaison konnten bereits in 17 Spielen nur 14 Zähler gesammelt werden, was die schlechteste Bilanz seit dem Wiederaufstieg im Jahr 2002 darstellte. Kurz nach der Hinrunde trat der Coach Michael Frontzeck zurück, da der Start in die Rückrunde weiterhin sehr erfolglos verblieb. Auf Frontzeck folgte auf dem Trainerstuhl der sehr erfahrene Coach Thomas Schaaf, der lange Jahre beim SV Werder Bremen erfolgreich arbeitete. Zwischenzeitlich konnte 96 wieder Spiele gewinnen und belegte in der Rückrunde so auch Nichtabstiegsplätze, wenngleich der Start in die Rückrunde unter ihm als katastrophal zu bezeichnen war (zehn Niederlagen in den ersten 11 Spielen). Hannover 96 rappelte sich dennoch auf, aber es war zu spät für den Verbleib in der 1. Bundesliga. Zu wenige Punkte konnten unter Frontzeck und letztendlich auch unter Schaaf eingefahren werden. Im April 2016 fand erneut die Trennung von einem Trainer statt und Schaaf musste gehen. Interimscoach Stendel übernahm, konnte aber auch nur wenige Punkte einfahren, sodass bereits nach dem 31. Spieltag der Abstieg feststand.

Hannover 96 fand sich in der Saison 2016/217 somit in der 2. Bundesliga wieder, nachdem es zuvor rund 15 Jahre erstklassig war. Heute spielt der Klub der 96er somit in der 2. Bundesliga. Ehemalige Leistungsträger, wie Lars Stindl, gehören nicht mehr dem Team an und es wird mit einem relativ jungen Team versucht, die Erstklassigkeit wieder herzustellen. Für den Traditionsverein und dessen (Fan)Umfeld spricht, dass trotz des Abstiegs rund 20.000 Dauerkarten verkauft wurden. Der ersten Heimspiele der 96er sahen im Durchschnitt fast 40.000 Zuschauer, was für die 2. Liga einen sehr starken Zuspruch darstellt. Und die neu aufgestellte Mannschaft macht Hoffnung. Sie scheint um den Aufstieg mitspielen zu können und hat zudem die 2. Runde im DFB-Pokal bereits erfolgreich gemeistert. Hannover 96 scheint nach einer desaströsen Erstliga-Saison 2015/2016 weder gut aufgestellt zu sein!

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