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Ist Chile nun der große Favorit auf den Titel beim Confed Cup 2017?

Die Mannschaft von Chile qualifizierte sich als Sieger der Copa America für den Confed Cup 2017 in Russland. Sicher einer der zwei sportlich am schwierigsten zu erreichenden Titel als Meister seines Kontinentalverbandes, als der man sich für dieses Turnier qualifiziert, neben der Europameisterschaft. Welche bekanntlich Portugal 2016 in Frankreich gewann. Weltmeister und damit eigentlich über allem anderen schwebend ist aber seit 2014 Deutschland. Das wiederum dank der Schonung vieler Stars wie Mesut Özil, Toni Kroos oder Thomas Müller die Reise nach Russland bei Weitem nicht in Bestbesetzung angetreten ist. Dazu ist Chile nicht einmal ein wenig zufällig Sieger der Copa America geworden, sondern hat diesen Pokal zuletzt gleich zweimal in Folge – jeweils gegen Argentinien mit Lionel Messi – gewonnen. Da stellt sich angesichts des doch sehr unterschiedlich stark besetzten Feldes bei diesem Confed Cup 2017 die Frage, ob Chile nach seinem Auftaktsieg über Kamerun nun der große Favorit auf den Turniersieg in Russland ist. Da kann man natürlich geteilter Meinugn sein. Klar ist aber, dass der erste Spieltag des Confed-Cups nun komplett absolviert ist. Jede der acht Mannschaften ist mit ihrem aktuellen Kader einmal angetreten, hat

Die ersten vier Partien sind absolviert

Schaut man sich die einzelnen Partien an, die bislang absolviert wurde, so gibt es eigentlich nur dreieinhalb Teams, die überzeugt haben. Da wären zum einen sowohl Mexiko als auch Portugal in ihrer zudem recht ansehnlichen Partie am Sonntag. Sie trennten sich 2:2 in einer Partie, die von allen vieren noch am ehesten echten Turnier-Charakter erreichte. Keines von beiden Teams war so stark, das andere zu bezwingen. Vielleicht sieht man diese beiden sogar im Finale wieder. Dann war da noch Chile, das zwar erst spät seine beiden Toren zum 2:0 über Kamerun erzielte, aber dabei den reifesten Fußball aller Turnierteilnehmer zeigte. Was wiederum daran liegt, die Chilenen dieses Turnier sehr ernst nehmen und es ebenso ernsthaft gewinnen möchten. Zudem war ihnen zuvor ein Tor per Videobeweis aberkannt worden. Kamerun konnte sich bei dem hohen Druck, den die Chilenen über die meiste Zeit hinweg entfalteten, nur gelegentlich mit Kontern befreien, blieb daher aber auch weitestgehend harmlos.

Deutschland mit Anfälligkeiten in der Defensive

Die Deutschen hingegen zeigten eine Partie, wie man sie einerseits so ähnlich zwar erwarten konnte, in dieser Form waren die meisten Experten dann aber doch überrascht. Gegen einen Gegner wie Australien, der nicht mehr die internationale Klasse der 2000er Jahre besitzt, erspielte man sich ein klares Übergewicht und etliche Torchancen. Am Ende hatte man dennoch nur knapp mit 3:2 gewonnen, weil die Hintermannschaft ihre Uneingespieltheit – und vielleicht auch mangelnde Klasse – immer dann zeigte, wenn es drauf ankam. Wenn dann noch der Torhüter, in diesem Fall Bernd Leno, nicht so sicher auftritt, wie man es von ihm in der Bundesliga kennt, lädt man eben auch einen Gegner wie Australien zu zwei Toren ein. In dieser Form wäre man jedenfalls bei einem Aufeinandertreffen mit Chile oder Portugal nicht der Favorit.

Russen zwar souverän, aber auch kaum gefordert

Bliebe noch die Eröffnungspartie der Gastgeber zu beleuchten, die schließlich das gesamte Turnier ausrichten. Auch hier gewann der Favorit auf dem Papier zwar souverän mit 2:0, sprich die russische Mannschaft. Was Team Neuseeland als Vertreter von Ozeanien aber in diesem Eröffnungsspiel anzubieten hatte, war noch weniger als die unterlegenen Australien und Kamerun zeigten. Das war kaum Fußball auf Weltniveau, dem jeglicher Druck fehlte, auch wenn die Kiwis natürlich tapfer kämpften. Als Einschätzung dazu, wie gut oder schlecht die Russen unter ihrem relativ neuen Trainer sind, taugt diese Partie eigentlich nicht. Die Russen haben locker gewonnen, ohne 100 Prozent geben zu müssen. Anderenfalls wäre es auch auf russischer Seite eher bieder zu nennen, was die Mannschaft am Samstag angeboten hat.

Power-Ranking schafft Überblick über aktuelle Stärke

Insofern darf man wohl aktuell folgendes Power-Ranking erstellen, das die gezeigten Leistungen in eine Rangfolge bringt, ohne dass man natürlich alle Teams direkt miteinander vergleichen kann:
1. Portugal
2. Mexiko
3. Chile
4. Russland
5. Deutschland
6. Kamerun
7. Australien
8. Neuseeland
Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Die deutsche Mannschaft zeigte vor allem mit Brandt und Goretzka sehr viele gelungene und gewitzte Offensiv-Aktionen. Doch einerseits haperte es immer wieder im Abschluss. Andererseits mangelte es an der gegen bessere Gegner nötigen Balance zwischen Offensive und Defensive. Zwar sagt man gemeinhin im Fußball, dass es wesentlich schwieriger ist, gelungen offensiv zu spielen als erfolgreich zu verteidigen. Für die deutsche Mannschaft scheint bei diesem Turnier aber das Gegenteil zu gelten.

Unter den drei Topteams ist nicht Deutschland

Und so kann man nicht anders als, die drei sprachlich sehr verwandten Länder Portugal, Mexiko und Chile – mehr oder weniger wie zu erwarten gewesen war – zu den Gewinnern dieses ersten Spieltags des Confed-Cups 2017 zu erklären. Auf chilenischer Seite war es nicht zuletzt die enorme Eingespieltheit und auch Bissigkeit bis zuletzt, die diese starke Einschätzung rechtfertigt. Portugal und Mexiko hatten in diesem Kontext das “Glück”, dass sie auf hohem Niveau gegeneinander antreten und deshalb beide recht gut aussahen. Vielleicht täuscht dieser Eindruck ja auch und beide haben nur auf mäßigem Niveau gekickt. Das wird man dann spätestens im Halbfinale sehen, nämlich unter anderem daran, ob sie überhaupt beide daran teilnehmen werden. Dieses möchte schließlich auch Russland gerade bei seinem Heimturnier unbedingt erreichen. Denkt man an die Auftritte der Portugiesen bei der Europameisterschaft, wo sie schließlich auch mit dem besten Kader spielten, ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass sie doch nicht so stark sind, wie sie selbst gerne wären. Bei den Chilenen hingegen war schon vor dem Turnier klar, dass sie mit das Beste sind, was Südamerika zu bieten hat. Und das haben sie im Spiel gegen Kamerun auch nicht vermissen lassen. Allerdings können alle beiden, Portugal und Mexiko, nun mal frühestens im Halbfinale auf Chile treffen. Eventuell, wird man dann sagen müssen: zu ihrem Glück!

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