Skip to main content

Kann Jahn Regensburg die Löwen doch noch in die verdiente Drittklassigkeit schicken?

Am Dienstag, den 30.05.2017, steigt ab 18.00 Uhr in der Allianz Arena das spannende Rückspiel in der Relegation zur 2. Bundesliga zwischen dem TSV 1860 München und dem SSV Jahn Regensburg. Im Hinspiel war der Drittligist die klar bessere Mannschaft, musste sich am Ende aber mit einem 1:1 zufrieden geben. Es scheint fast so, als ob die Löwen mal wieder den Kopf aus der Schlinge ziehen können, zumal sie im Rückspiel Heimrecht haben. Oder kann der Underdog aus Regensburg die Sechziger in die verdiente Drittklassigkeit schicken? Wir blicken in die Glaskugel und wagen auch unter Bezugnahme der besten Wettquoten zu brisanten Bayern-Derby eine Prognose.

Buchmacher favorisieren kriselnde Löwen

Die Ausgangslage für das Relegations-Rückspiel zwischen 1860 München und Jahn Regensburg ist klar. Die Löwen würden die Klasse mit jedem Sieg oder einem 0:0 halten, während der Jahn hingegen ebenfalls mit einem Sieg oder aber mit jedem Remis ab 2:2 den Sprung in Liga zwei und somit den Durchmarsch schaffen würde. Sollte es nach 90 Minute 1:1 stehen, fällt die Entscheidung in der Verlängerung, gegebenenfalls im Elfmeterschießen.

Aufgrund des Heimvorteils und des nominell stärker einzuschätzenden Kaders schieben die Buchmacher dem TSV 1860 München wenig verwunderlich die Favoritenrolle zu. Zumal Regensburg erst im vergangenen Sommer von der Regionalliga Bayern in die 3. Liga aufgestiegen ist. Doch der Quotenvergleich zeigt, dass von einer klaren Favoritenstatus für die Löwen nicht die Rede sein kann. Das verdeutlichen folgende Quoten für den 1X2-Wettmarkt:

  • Sieg 1860 München: 2.20 bei Ladbrokes
  • Unentschieden: 3.30 bei Interwetten
  • Sieg Jahn Regensburg: 3,75 bei Betway

Mageres Remis: Regensburg im Hinspiel turmhoch überlegen

Aber allein der Auftritt der Sechziger am vergangenen Donnerstag in der Continental Arena hat gezeigt, dass der Münchner Traditionsklub intensiv um die Zweitklassigkeit zittern muss. Das einzig Positive war das Ergebnis. 1:1 hieß es nach 90 Minuten, sodass die Löwen dem Klassenerhalt einen kleinen, aber feinen Schritt näher gekommen sind. In Anbetracht des Spielverlaufs war das Remis fast schone eine Farce. Jahn Regensburg legte los wie die Feuerwehr und ging prompt nach zwei Minuten in Führung. Auch in der Folge war der SSV dem Favoriten in allen Belangen überlegen und erspielte sich reihenweise und mitunter hochkarätige Chancen. 1860 konnte sich einzig bei Torwart Stefan Ortega bedanken, der sein Team mit etlichen starken Paraden vor weiteren Gegentreffern bewahrte. In der turbulenten Schlussphase hielt er sogar noch einen Elfmeter.

Und die Löwen? Die waren unsäglich harm- und zahnlos. Körpersprache? Fehlanzeige! Kampfgeist? Fehlanzeige! Torchancen? Mangelware! Besonders die ersten 45 Minuten waren unterirdisch, wie auch Trainer Vitor Pereira nicht beschönigen wollte: „Wir hatten eine sehr schwache erste Halbzeit, das war eine Katastrophe für uns. In der ersten Halbzeit war der Gegner in allen Bereichen besser, da brauche ich nichts schönreden.“ Aber trotz des gebotenen Armutszeugnis konnte der TSV zwölf Minute vor dem Ende den äußerst schmeichelhaften und mehr als glücklichen Ausgleich bejubeln.

Doch es ist durchaus zu bezweifeln, dass 1860 München auch am Dienstagabend Grund zum Jubeln hat. Denn zu allem Übel muss Trainer Pereira mit Romuald Lacazette, der eine Gelbsperre absitzen muss, und Marin Pongracic, der im Hinspiel Gelb-Rot sah, auf zwei Leistungsträger verzichten. Man darf gespannt sein, wie die Blau-Weißen diesen Qualitätsverlust auffangen wollen.

Jahn Regensburg kann auf Auswärtsstärke hoffen

Was die Hoffnungen von Jahn Regensburg nährt, ist die eigene Auswärtsstärke. Der SSV hat in diesem Kalenderjahr nicht einmal in der Fremde verloren und stellt das zweibeste Auswärtsteam der abgelaufenen Drittligasaison. Die Bilanz nach 19 Gastspielen liest sich mit acht Siegen, sechs Unentschieden und fünf Niederlagen mehr als ordentlich. Da lohnt ein Blick auf die jüngsten fünf Auswärtspartien der Oberpfälzer:

Jahn Regensburg: Die letzten fünf Auswärtsspiele auf einen Blick

  • Preußen Münster – Jahn Regensburg 0:1
  • Rot Weiss Essen – Jahn Regensburg 1:4
  • Wehen Wiesbaden – Jahn Regensburg 1:1
  • 1. FC Magdeburg – Jahn Regensburg 1:2
  • MSV Duisburg – Jahn Regensburg 1:2

Ein weiterer statistischer Mutmacher für den SSV: Zwar würde ein torloses Unentschieden für den Aufstieg nicht reichen, aber die Regensburger haben gleich in zwölf der letzten 13 Auswärtsspielen ins Schwarze getroffen. Und selbst die bevorstehende Kulisse von mehr als 60.000 Löwen-Fans in der Allianz Arena treibt dem Jahn keinen Angstschweiß auf die Stirn. Denn: „Wir haben schon in Magdeburg, Chemnitz und in Osnabrück gewonnen, da war auch eine große Kulisse, jetzt sind es halt ein paar mehr“, gibt sich SSV-Trainer Heiko Herrlich völlig cool und unbeeindruckt.

1860 München daheim zuletzt anfällig

Zugleich ist der TSV 1860 alles andere als in Bestform, wie nicht erst das Hinspiel gegen Regensburg zeigte. So konnten die Münchner nur eins der letzten acht Zweitligaspiele siegreich gestalten und kassierten dabei nicht weniger als sechs Niederlagen. Dem stehen ein Sieg und ein Remis gegenüber. Eine sehr ernüchternde Bilanz, die nicht gerade das Selbstbewusstsein fördert. Und als Heimmacht sind die Sechziger auch nicht gerade verschrien. Zwar wird man in der Heimtabelle auf einem ordentlichen 11. Rang geführt und kann dabei auf sieben Siege, vier Unentschieden und sechs Pleiten verweisen, doch in keinem der jüngsten vier Auftritte im eigenen Wohnzimmer gab es einen Dreier.

1860 München: Die letzten fünf Heimspiele auf einen Blick

  • 1860 München – VfL Bochum 1:2
  • 1860 München – Eintracht Braunschweig 0:1
  • 1860 München – SV Sandhausen 1:1
  • 1860 München – VfB Stuttgart 1:1
  • 1860 München – Würzburger Kickers 2:1

Zudem gibt es noch einen weiteren interessanten Fakt: 1860 konnte nur in einem der jüngsten zehn Heimspiele zu Null spielen! Immerhin konnten die Blau-Weißen die bisherigen drei Begegnungen gegen Jahn Regensburg vor heimischer Kulisse stets zu ihren Gunsten entscheiden, was zumindest als gutes Omen herangezogen werden kann.

Fazit: Geht es für 1860 München in die 3. Liga? Ja!

Verdient wäre der Abstieg der Löwen allemal. Es wäre die logische Konsequenz aus der Misswirtschaft der vergangenen Jahre. Das Projekt von Investor Hassan Ismaik, der die Sechziger wieder in die Bundesliga bis hin zur Champions League führen wollte, droht krachend zu scheitern, was eine komplette Umstrukturierung des Vereins zur Folge hätte. Diese sollte man im blauen Lager in München als Chance für einen strukturellen Neustart begreifen. Wir sind davon überzeugt, dass der TSV 1860 dem Druck gegen euphorisierende und frechen Regensburger am Dienstag nicht Standhalten wird und die Löwen diesmal nicht den Kopf aus der Schlinge ziehen werden.

# Anbieter Besonderheiten Bonus Bewertung
1
  • Bis zu 250 Euro Bonus
  • Breites Wettangebot
  • Sehr gutes VIP Programm
  • Lizenz aus Malta vorhanden
  • PayPal als Zahlungsmethode verfürbar

100%bis 250€

98 von 100

Bonus sichern

AGB gelten, 18+

Testbericht lesen

Sharing is caring!

Ähnliche Beiträge

Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*

schließen X