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Kaum noch Kritik am Trainingslager des FC Bayern München in Katar

Foto: Karl-Heinz Rummenigge/Imago/Ulmer


Die Debatte schlug anfangs hohe Wellen: Schon seit einigen Jahren reist der deutsche Rekordmeister im Winter in ein Trainingslager nach Katar, um sich auf die Rückrunde vorzubereiten. Die meisten anderen Bundesligisten lassen in Spanien trainieren – oder in anderen, politisch nicht so kontroversen Staaten. In Katar wird im Jahr 2022 die Weltmeisterschaft stattfinden und seitdem das bekannt ist und die neuen Fußballstadien im Land wie Pilze aus dem Boden schießen, wird die Kritik an den Arbeitsbedingungen in dem Land immer lauter. Dass sich der FC Bayern trotzdem immer wieder hierher begibt, um zu trainieren, wirft ein schlechtes Licht auf den Verein, auch wenn die Kritik daran immer leiser wird.

Gespräche auch mit dem deutschen Außenminister

Beim FC Bayern München geht man inzwischen etwas anders mit der Situation um. Vor einigen Jahren hieß es von der Säbener Straße nur, dass in Katar eben die besten Trainingsbedingungen herrschen. Vor zwei Jahren, als die Kritik dann auch bei den Verantwortlichen nicht mehr zu überhören war, meinte Karl-Heinz Rummenigge immerhin, dass ein Trainingslager „keine politische Äußerung“ sei. Inzwischen hat es sogar einen Austausch mit dem Bundesaußenminister Sigmar Gabriel zu diesem Thema gegeben: „Außenminister Sigmar Gabriel hat mir neulich bestätigt, dass sich die Situation der Arbeiter in Katar durch den Fußball verbessert habe, auch wenn sie natürlich immer noch besser werden könne.“ Dabei betonte Rummenigge, dass der Verein „seinen Teil“ zu den Veränderungen beitrage und dass „unsere Partner in Doha unsere Überzeugungen“ kennen, worüber „vertraulich“ gesprochen werden. Einer der Partner ist übrigens der dortige Flughafen, der ein besonders gut zahlender Platin-Partner des Vereins ist,

Wo bleiben die Werte Respekt, Freiheit und Toleranz?

Doch geht der Verein nicht zu leichtfertig mit dem ganzen Thema an? Immerhin dürfen wir bei der ganzen Debatte nicht vergessen, dass der FC Bayern München der bekannteste Fußballverein Deutschlands ist, einem Land, dessen Werte wie Respekt, Freiheit und Toleranz in die ganze Welt hinaus getragen werden sollen. Wenn der FC Bayern München sich als deutscher Rekordmeister ausgerechnet ein Land für sein Trainingslager aussucht, in dem eben diese Werte regelmäßig und noch immer mit Füßen getreten werden, dann sollte uns das doch mehr zu denken geben. Schlimm genug, dass die Fifa sich mit diesem Austragungsort für die Weltmeisterschaft 2022 begnügt und sich von keiner Kritik von diesem Weg abbringen lässt. Der FC Bayern München müsste sich schon längst seiner gesellschaftlichen und auch politischen Verantwortung bewusst sein.

Kritik auch von der Basis

Kritische Stimmen kommen aus allen Reihen, auch von den eigenen Fans. Oliver Schmidt, Klubmitglied seit 1991 mit der Mitgliedsnummer 8813, betreibt einen eigenen Blog und äußerste sich gegenüber der Süddeutschen: „Für mich war mein Verein immer ein Vorbild“, sagt er, „ich finde, dass er ein Zeichen hätte setzen können, indem er nicht nach Katar reist. Für mich hätte das die Marke des Vereins langfristig gestärkt. So aber unterstützt er durch seine Präsenz ein Land, das für ganz andere Werte steht.“

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