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Lars Stindl, Sandro Wagner, Timo Werner: Welcher deutsche Stürmer hat beim Confed Cup bislang am meisten überzeugt?

Joachim Löw hat für den Confed Cup drei Stürmer in die sogenannte „Perspektivmannschaft“ geholt: Lars Stindl von Borussia Mönchengladbach, Sandro Wagner von der TSG 1899 Hoffenheim und Timo Werner von RB Leipzig. Alle drei hatten bereits ihre Einsätze bei dem Turnier – Zeit für einen Rückblick. Welcher der drei Spieler konnte bisher am ehesten überzeugen?

Lars Stindl, der Oldie in einer jungen Mannschaft

Lars Stindl ist bereits 28 Jahre alt – normalerweise kein Fakt, der extra erwähnt werden müsste. Doch Joachim Löw hat eine sehr junge Truppe zusammengestellt, da fällt das Alter von Stindl eben doch auf. Auch die Tatsache, dass der Gladbacher trotz seines Alters erst am 6. Juni im Testspiel gegen Dänemark sein Länderspieldebut feiern konnte, ist ungewöhnlich. Es ist aber auch der Tatsache geschuldet, dass es in Deutschland eben doch jede Menge guter Stürmer gibt und Stindl eben nur die B-Auswahl ist. Stindl spielt seit 2015 bei Mönchengladbach, war zuvor bei

  • Hannover 96
  • Karlsruher SC

In Gladbach gehört er zum Stammpersonal und spielte in der vergangenen Saison 30 Ligaspiele für die Fohlen, erzielte dabei elf Tore. Er gehört damit zu den besten deutschen Stürmern in der Bundesliga. In seinem ersten Pflichtspiel für Deutschland machte er gleich nach fünf Minuten auf sich aufmerksam: Im ersten Gruppenspiel gegen Australien passte Julian Brandt von der rechten Seite in den Rücken der Abwehr zurück in die Mitte, dort vollendete der komplett freie Mönchengladbacher flach ins rechte Eck. Und gestern gegen Chile dann sein zweiter Treffer, der wesentlich wichtiger gewesen ist. Emre Can spielte einen schönen Steilpass auf Jonas Hector, dessen präzise Hereingabe Lars Stindl nach energischem Sprint zu seinem zweiten Tor des Turniers über die Linie drückte. „Wir haben unser Tor wunderschön herausgespielt, das war ein Paradebeispiel für einen Konter aus einer bedrängten Situation heraus. Das war klasse“ lobte der Bundestrainer am Ende des Spiels, das mit einem 1:1 endete. Ein andere Stürmer bekam übrigens keine Chance mehr, sich zu beweisen. Löw verzichtete komplett auf Wechsel. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass jemand stark abgebaut hat. Die Organisation hat soweit gestimmt, in der zweiten Halbzeit hatte Chile keine Chance. Ich hatte sogar das Gefühl, dass wir noch etwas mehr zuzusetzen hatten.“

Foto: Mitch Gunn / Shutterstock.com

Sandro Wagner: Der mit der unangenehmen Art

Sandro Wagner ist nicht sonderlich beliebt bei Fans und Anhängern, dennoch hat er es mit seinen 29 Jahren endlich in die Nationalmannschaft geschafft. Sein Hoffenheimer Trainer Julian Nagelsmann weiß, was er an ihm hat: „Er bringt die nötige Emotion rein, hat nicht nur brave Elemente im Spiel. Er beschäftigt die Innenverteidiger, beschäftigt die Zuschauer. Und das ist auch etwas, das dazugehört im Profifußball. Wenn er dann noch Tore macht, dann macht er vieles richtig.“ Wagner selbst tritt stets sehr selbstbewusst auf und ist vollkommen von sich und seinen Fähigkeiten überzeugt. Und er betont, dass es bei ihm nicht nur darum geht, als Mittelstürmer immer dort zu lauern, wo es Tore abzustauben gibt: „Mein Spiel definiert sich nicht nur über Tore. Ich versuche auch defensiv sehr, sehr viel zu arbeiten. Da geht auch immer sehr viel Kraft drauf. Ich ruhe mich nicht nur vorne aus, will immer auch noch Mannschaftsspieler sein. Das ist mein oberstes Credo.“ Beim Confed Cup kam er bisher nur einmal zum Einsatz: Beim ersten Gruppenspiel gegen Australien. Er machte ein gutes Spiel und hatte in der 16. Minute die Chance, die deutsche Mannschaft per Kopf zum zweiten Tor zu bringen, traf aber nur den Pfosten. Das Gebälk war wenig später noch einmal im Weg, diesmal nach einem Schuss mit dem Fuß. In der zweiten Halbzeit wechselte Löw dann durch und brachte Timo Werner für Wagner. Gegen San Marino eine Woche zuvor konnte er den Ball dreimal im Tor des Gegners unterbringen. Wagner spielte vor Hoffenheim bei einigen anderen Bundesligaklubs:

  • SV Darmstadt 98
  • Hertha BSC
  • SV Werder Bremen
  • 1. FC Kaiserslautern
  • MSV Duisburg
  • FC Bayern München

Timo Werner: Ein Nachwuchstalent auf Erfahrungssuche

Timo Werner war schon in seiner Jugend ein Ausnahmespieler, jetzt, mit zarten 21 Jahren, will er groß rauskommen. Der Mann ist ehrgeizig und er schert sich nicht sonderlich um das, was um ihn herum passiert. Sicherlich ärgert er sich über die Pfiffe, die er auch jetzt noch zu hören bekommt. Nach seiner Darstellung nur deshalb, weil er bei RB Leipzig spielt. Doch die Fans meinen sicherlich auch seine unfaire Schwalbe im Bundesligaspiel gegen den FC Schalke 04 in der vergangenen Saison, für die er einen Strafstoß geschenkt bekam. „Ich würde es wirklich gern rückgängig machen. Weil es nicht richtig war“, so Werner im Interview mit dem „Spiegel“. Es stört ihn aber auch nicht sonderlich, wie er feststellt: „Im Spiel blende ich das eh alles aus und es stört mich nicht.“ Er ist der beste deutsche Stürmer in der Bundesliga, erzielte in der vergangenen Saison für RB Leipzig 21 Tore. Er hält insgesamt drei Rekorde, die alle mit seinem Alter zu tun haben:

  • Jüngster Bundesliga-Doppeltorschütze aller Zeiten
  • Jüngster eingesetzter Spieler in einem Pflichtspiel und jüngster Bundesliga-Torschütze des VfB Stuttgart
  • Jüngster Spieler mit 50 absolvierten Bundesliga-Einsätzen (im Alter von 18 Jahren und 351 Tagen)

Beim Confed Cup in Russland bekam er allerdings noch nicht die großen Gelegenheiten, sich auszuzeichnen. Nach seiner Einwechslung im Spiel gegen Australien, die dem Umstand geschuldet war, dass der Bundestrainer das System umstellte, hatte er zwar seine zwei guten Szenen, doch ein Tor kam dabei nicht heraus. Im zweiten Spiel gegen Chile setzte Joachim Löw lieber auf den erfahrenen Lars Stindl.

Fazit: Stindl der Mann des Turniers – bis jetzt

Insgesamt betrachtet hat Lars Stindl von den drei genannten Stürmern den besten Eindruck hinterlassen. Seine zwei Treffer kamen jeweils zum richtigen Zeitpunkt und er stellte seine Erfahrung und seinen Spielwitz unter Beweis. Weder Sandro Wagner noch Timo Werner konnten bisher auf diese Art und Weise überzeugen. Allerdings ist das Turnier auch noch nicht beendet.

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