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Nach dem Tod von Cheick Tioté: Das waren die tragischsten Fußball-Todesfälle

Der Weltfußball trauert: Am Montag ist Cheick Tiote während des Trainings beim chinesischen Zweitligisten Beijing Enterprise zusammengebrochen und verstorben. Der frühere Nationalspieler der Elfenbeinküste wurde gerade einmal 30 Jahre alt. Doch Tiote ist leider nicht der einzige aktive Fußballprofi, der plötzlich und viel zu früh aus dem Leben geschieden ist. Wir erinnern an die tragischsten Fußball-Todesfälle.

Cheick Tiote im Training „plötzlich ohnmächtig“ geworden

Das Drama um den verstorbenen Cheick Tiote hat die Fußballwelt geschockt. Der Profi, der viele Jahre für Newcastle United spielte und zwischen 2010 bis 2017 138 Spiele in der Premier League für die Magpies absolvierte, war im Training „plötzlich ohnmächtig“ geworden, teilte der Klub Beijing Enterprise mit. Der Mittelfeldspieler, der erst zu Jahresbeginn von England nach China übersiedelte, wurde daraufhin umgehend in ein Krankenhaus befördert, wo er aber gestorben sei. Besonders tragisch: Seine Frau, mit der er drei Kinder hatte, ist im 9. Monat schwanger und erwartet in Kürze ein gemeinsames Kind.

Feher & Foe: Zwei besonders tragische Todesfälle im Profi-Fußball

Der plötzliche Todesfall von Tiote, der mit der ivorische Nationalmannschaft bei den Weltmeisterschaften 2010 in Südafrika und 2014 in Brasilien teilgenommen hatte, ist aber leider nicht der erste tragische Fall dieser Art im Profi-Fußball. In diesem Zusammenhang ist vor allem der Name Miklos Feher vielen Fußballfans ein Begriff. Der ungarische Stürmer verstarb im Januar 2004 auf dem Platz und live vor vielen TV-Kameras während des Spiels für seinen portugiesischen Klub Benfica Lissabon bei Vitoria Guimaraes. Der 24-Jährige hatte nach seiner Einwechslung für Benfica in letzter Minute das 1:0 geschossen, ausgelassen gejubelt und anschließend vom Schiedsrichter für Zeitspiel die Gelbe Karte gesehen. Feher quittierte die Verwarnung mit einem Lächeln, drehte sich ab und sackte zusammen – Herztod. Alle Versuche auf dem Platz und im Krankenwagen, den Spieler ins Leben zurückzuholen, scheitern. Tragisch: Nur 18 Monate zuvor verstarb sein Bruder Balasz ebenfalls während eines Spiels.

Ebenfalls von besonderer Tragik war der Tod von Marc-Vivien Foe im Juni 2013 während des Confederation Cups in Frankreich. Foe war einer der Stars von Kameruns Nationalmannschaft, die in Lyon im Halbfinale gegen Kolumbien spielte. In der 74. Minute ereignet sich das Drama und der damals 28-jährige Foe brach im Mittelkreis zusammen, einfach so. Der 1,90 Meter und 80 Kilogramm schwere Modellathlet wurde umgehend mit einer Trage vom Platz in die Krankenstation des Stadions gebracht, doch alle Reanimationsversuche blieben erfolglos. Foe ist noch im Stadion verstorben und die Spieler und Trainer Winfried Schäfer hatten nach ihrem knappen Sieg die Schocknachricht erhalten. Die besondere Tragik: Der ehemalige Bundesliga-Coach Schäfer wollte Foe vor seinem Zusammenbruch auswechseln, da Foe immer langsamer wurde. Doch der Führungsspieler, der damals für Manchester City spielte, weigerte sich, wollte sich nicht auswechseln lassen: „No problem, coach!“ Im „Guardian“ erklärte Schäfer selbst: „Wir haben ihm gesagt, dass wir ihn ersetzen und einen frischen Mann bringen wollen, aber er weigerte sich, vom Platz zu gehen. Er sagte nur, er fühle sich okay und wolle spielen, bis wir sicher im Finale stehen.“ Foe war der erste Fußballer, der während eines offiziellen FIFA-Turniers als Spieler auf dem Platz verstorben ist.

Übersicht: Tragisch – diese Fußball-Profis sind plötzlich verstorben

  • Juni 2017: Cheik Tiote; der gerade einmal 30-jährige Ivorer bricht während des Trainings seiner Mannschaft Bejing Enterprises zusammen. Im Krankenhaus verstirbt der Mittelfeldspieler.
  • Mai 2016: Patrick Ekeng; der Mittelfeldspieler von Dinamo Bukarest ist mitten während eines Ligaspiels gegen den FC Viitorul Constana aufgrund eines Herzinfarktes zusammengebrochen und verstarb trotz einstündiger Wiederbelebungsmaßnahmen wenig später in der Klinik. Der 26-jährige Kameruner litt an mehreren Fehlbildungen am Herzen, ob diese aber den Herztod verursachten, ist nicht klar.
  • Juni 2015: Goran Gogic; der Mittelfeldspieler ist nach dem Training des chinesischen Zweitligisten Qingdao Hainiu zusammengebrochen und verstarb trotz Wiederbelebungsmaßnahme. Der Serbe, der in der Saison 2014/15 in seiner Heimat mit Roter Stern Belgrad Meister wurde, wurde nur 29 Jahre alt.
  • April 2015: Gregory Mertens; der Verteidiger und einstige Junioren-Nationalspieler Belgiens erlitt bei einem Spiel in der Reserverunde seines Klubs SC Lokeren gegen den KRC Genk in der 25. Minute einen Herzstillstand und wurde auf dem Platz für mehrere Minuten reanimiert. Im Krankenhaus wurde der 24-Jährige operiert, wobei aber weitere Komplikationen auftraten. Drei Tage später verstarb er. Bei Mertens wurden trotz den mehrfach gründlich durchgeführter Untersuchungen niemals Herzprobleme festgestellt worden.
  • Mai 2013: Ivan Turina; der Torwart des schwedischen Erstligisten AIK Stockholm wurde tot im Bett gefunden. Er sei „plötzlich im Schlaf gestorben“, teilte der Klub mit. Der 32-jährige Kroate hatte einen angeborenen Herzfehler, was auch bekannt war.
  • September 2012: Victor Brännström; der Spieler von Pitea IF sackte in einer Partie der 4. Liga Schwedens plötzlich zusammen und verstarb trotz Wiederbelebungsversuche. Als Todesursache wird plötzlicher Herzstillstand angegeben. Der 29-Jährige, der früher für den Erstligisten Helsingborg spielte, war bereits Anfang 2012 während eines Spiels ohnmächtig geworden und legte eine Pause ein. Doch nachdem medizinische Untersuchungen ohne Befund blieben, kehrte Brännström zum Sport zurück.
  • April 2012: Piermario Morosini; der Fußballprofi des italienischen Zweitligisten AS Livorno hatte während des Serie-B-Spiels bei Pescara Calcio einen Herzattacke erlitten, an der er wenig später verstarb. Bei der Ankunft im Krankenhaus war der 25-Jährige bereits tot.
  • August 2011: Naoki Matsuda; der frühere japanische Nationalspieler erlitt beim Trainings seines Klubs Matsumoto Yamaga einen Kreislaufkollaps und anschließend einen Herzinfarkt. Zwei Tage später ist der 34-Jährige verstorben.
  • November 2009: Antonio de Nigris; der mexikanische Nationalspieler ist nach einem Spiel des griechischen Erstligisten AE Larisa in seinem Wohnhaus verstorben. Der 31-Jährige litt unter einem Herzfehler.
  • August 2009: Dani Jarque; der Kapitän des spanischen Erstligisten Espanyol Barcelona verstarb während des Trainingslagers in Italien im Mannschaftsquartier an einem plötzlichen Herzversagen. Er wurde nur 26 Jahre alt.
  • Dezember 2007: Phil O’Donnell; während des Ligaspiels seines FC Motherwell ist der Mannschaftskapitän nach einem Herzanfall zusammengebrochen. Das Leben des 35-Jährigen konnte auf dem Weg ins Krankenhaus nicht mehr gerettet werden.
  • August 2007: Antonio Puerta; der damals 22-Jährige vom FC Sevilla kollabierte während eine Ligaspiels gegen den FC Getafe. Trotz eines Herzstillstandes konnte Puerta aber den Platz gehend verlassen, bevor er in der Kabine einen erneuten Herzstillstand erleidet. Drei Tage später verstarb der Spanier. Als Todesursache wurde Hirntod festgestellt, der im Zuge des Sauerstoffmangels durch die aufgetretenen Herzstillstände aufgetreten war.
  • Dezember 2005: David di Tommaso; der Verteidiger vom niederländischen Klub FC Utrecht ist nach dem Ligaspiel gegen Ajax Amsterdam an Herzversagen verstorben. Der 26-jährige Franzose erlitt im Schlaf einen Herzinfarkt, der nach Angaben der Ärzte durch Herzrhythmusstörungen verursacht wurde.
  • Dezember 2004: Cristiano de Lima Junior; während des indischen Pokalfinals zwischen seinem Klub Dempo FC gegen Mohun Bagan Kalkutta ist der Brasilianer verstorben, nachdem ihn der gegnerische Torwart Subrata Pal im Gesicht getroffen hat. Der 24-jährige Stürmer brach zusammen und erste Wiederbelebungsversuche waren ebenso erfolglos wie anschließende Maßnahmen in der Klinik. Als Mitverantwortlicher wurde Pal für drei Monate gesperrt.
  • Oktober 2004: Serginho; der Brasilianer vom Erstligisten Sao Caetano erlitt während des Ligaspiels gegen Sao Paulo einen Herz-Kreislauf-Kollaps und ist tot zusammengebrochen.
  • Januar 2004: Miklos Feher; der 24-jährige Ungarn verstarb während des Ligaspiels seines Klubs Benfica Lissabon bei Vitoria Guimaraes an einem plötzlichen Herztod.
  • Juni 2003: Marc-Vivien Foe; der Nationalspieler Kameruns ist im Halbfinale des Confederations Cup gegen Kolumbien in Lyon auf dem Feld zusammengebrochen und kurz darauf verstorben. Als Todesursache wird plötzliches Herzversagen angegeben, der auf einen Herzfehler zurückzuführen ist.
  • Dezember 2002: Stefan Toleski; während des Meisterschaftsspiels seines Klubs FK Napredok ist der 23-jährige Makedonier zusammengebrochen und an den Folgen einer Herzattacke verstorben.
  • Oktober 2000: Catalin Haldan; der 24-jährige rumänische Nationalspieler von Dinamo Bukarest erlitt während eines Freundschaftsspiels einen Gehirnschlag und verstarn.
  • Juli 1999: Stefan Vrabioru; bei einem Spiel in der 1. rumänischen Liga ist der 23-Jährige von Astra Ploiesti mit einem Gegenspieler zusammengeprallt und verstarb an einem Herzstillstand.
  • April 1998: Axel Jüptner; der Profi von Zweitligist Carl Zeiss Jena brach im Training nach einem Herzinfarkt bewusstlos zusammen und verstarb. Ursache war eine bis dahin unerkannte Herzmuskelentzündung, die den Infarkt hervorrief.
  • Februar 1993: Michael Klein; beim Lauftraining mit seinem Team Bayer Uerdingen stirbt der 33-jährige Rumäne an Kreislauf- und Herzversagen.
  • Oktober 1977: Renato Curi; beim Serie-A-Spiel zwischen AC Perugia gegen Juventus Turin ist der 24-Jährige zu Beginn der 2. Halbzeit zusammengebrochen und konnte nicht wiederbelebt werden.

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